Aufforstung und Agroforstwirtschaft in San Miguel, Costa Rica


Details zum Klimaschutzprojekt

  • CO2 Bindung durch Aufforstung, ca. 4.388 Tonnen CO2 in 30 Jahren
  • Überführung von einer Plantagenfläche in einen Sekundärregenwald
  • Schaffung eines biologischen Korridors zwischen Tiefenlandregenwald und dem Montanwald
  • Verankerung eines lokalen Verständnisses für Wald- und Umweltschutzes
  • Erhöhung der Biodiversität
  • Empowerment-Faktor durch lokale Mitarbeiter

Die Lage

Projektbeschreibung

Tropische Regenwälder sind die artenreichsten Ökosysteme der Erde und zugleich wichtig für die Stabilität des globalen Klimas. Während in vielen Regionen der Erde der Regenwald gerodet wird, werden durch das Wiederbewaldungsprojekt in Costa Rica Tausende von einheimischen Bäumen gepflanzt.

Im Projektgebiet soll ab Jänner 2016 eine Fläche von 14.6 ha mit einer Vielzahl heimischer Baumarten zur Bindung von Kohlenstoffdioxid aus der Atmosphäre bepflanzt werden. Hauptziel des Projektes ist es, die bepflanzte Fläche über eine Projektlaufzeit von 30 Jahren in einen Sekundärregenwald zu überführen, sodass in diesem Zeitraum ein Wald entsteht, der 4.388 Tonnen CO2 durch oberirdische und unterirdische CO2-Speicherung aus der Atmosphäre binden soll.

Zudem wird durch die Wiederbewaldung ein biologischer Korridor zwischen dem Tieflandregenwald und dem Montanwald geschaffen, um die Ausbreitung der einzigartigen Vegetation und Tierezu sichern. So wird ein artenreicher Wald entstehen, der einen wertvollen Beitrag zum Naturschutz und zum Schutz der Biodiversität leistet. Dabei sorgen geschulte lokale MitarbeiterInnen für die lokale Verankerung des Projektes und tragen dazu bei, dass vor Ort ein wachsendes Verständnis für den Natur- und Umweltschutz entsteht.

Das Institut für Botanik der BOKU begleitet das Projekt durch intensive Forschung und überwacht im Rahmen eines Monitoringprozesses die tatsächlich erzielte
Kohlenstoffspeicherung. Durch das Klimaschutzprojekt wird ein Weg aufgezeigt wie Strategien der Wiederbewaldung im Hinblick auf Natur- und Klimaschutz optimiert werden können.

Die Wiederbewaldung wird vom Institut für Botanik der Universität für Bodenkultur in Abstimmung mit dem Verein »Regenwald der Österreicher« und der Tropenstation La Gamba organisiert und koordiniert. Gerade die Tropenstation hat sich in den letzten beiden Jahrzehnten zum Standbein der österreichischen Tropenforschung entwickelt und ist auch für die BOKU von zentraler Bedeutung. Dank der umgesetzten Projekte werden neue Erkenntnisse rund um die Themen der Wiederbewaldung, Biodiversität und der Biologie von Bäumen gewonnen, welche direkt in die Lehre und Forschung an der Universität für Bodenkultur einfließen. Die Tropenstation in La Gamba bietet darüber hinaus StudentInnen und SchülerInnen
die Chance intensive Erfahrungen mit naturwissenschaftlichen Methoden in Biologie und Waldforschung zu sammeln. Jungen ForscherInnen können sich durch das Verfassen von Diplomarbeiten am Projekt beteiligen und so ihr Verständnis für den Waldschutz vertiefen.

Das Projekt in aller Kürze

STANDORT
Costa Rica, Region Golfo Dulce

PROJEKTTYP
Aufforstung und Waldschutz

EMISSIONSREDUKTION
4.388 t CO2 in 30 Jahren

SITUATION OHNE PROJEKT
Entwaldete Region und keine Ressourcen
für die Aufforstung

ZIEL
Überführung von 14,6 ha Brachflächen
in einen Sekundärregenwald

PROJEKTDAUER
Start Jänner 2016
Begleitung über 30 Jahre

PROJEKTKOSTEN
136.209€

KOSTEN PRO TONNE CO2
31€

WER KANN SICH BETEILIGEN?
Privatpersonen und Betriebe die ihre
CO2-Emissionen kompensieren wollen

JEDER KÄUFER
erhält ein Spenderzertifikat

Das Projekt wird im Rahmen des BOKU
CO2-Kompensationssystems gefördert