Qualitätsmanagementsystem der BOKU


Einbettung des BOKU QMS

Dieses Konzept zeigt die Einbettung des QMS der BOKU in Governance, Leistungsprozesse, Feedbackstruktur und das Umfeld.

Mission Statement

Das Qualitätsmanagementsystem (QMS) der BOKU hat als primäres Ziel, die BOKU in der Erreichung ihrer (strategischen) Ziele zu unterstützen. Die dafür erstellten Dokumentationen und Darstellungen ermöglichen den Angehörigen der BOKU eine rasche Orientierung in zentralen Prozessen und Verfahren und führen zu Erleichterungen im Arbeitsalltag. Die im QMS vorgesehene Partizipation will eine dauerhafte Qualitätskultur in allen Leistungsbereichen (Kernbereiche Studium und Lehre, Forschung sowie in den Querschnittaufgaben) auf- und ausbauen.

Qualitätsverständnis

Das Qualitätsverständnis der BOKU orientiert sich an den Zielen „fitness of purpose“ und „fitness for purpose“.

Unter dem Ansatz „fitness of purpose1 (Tauglichkeit der Zielsetzung) wird verstanden, dass sich die BOKU geeignete Ziele setzt, d.h. Ziele, die u.a. hohen akademischen Standards sowie in Hinblick auf die Qualität in Studium und Lehre den Anforderungen des Arbeitsmarkts entsprechen und bestens auf die Interessengruppen (z.B. Studierende, MitarbeiterInnen in Forschung, Lehre und Verwaltung) abgestimmt sind.

Qualität wird an der BOKU auch als „fitness for purpose – fulfilling the mission"2 verstanden. Die Mission der Universität umfasst eine Reihe von Aufgaben, die von gesellschaftlicher Seite an die Universität heran getragen werden (s.u. „Kernaufgaben“) und von der Universität hinsichtlich genauer Zielsetzungen konkretisiert werden („Leitbild“). Die Fähigkeit der Erfüllung dieser Zielsetzungen wird nach diesem Ansatz als Qualität verstanden.

Qualität wird von allen Mitgliedern der Universität an allen Stellen und auf allen Ebenen in konkreten Handlungen und Aktivitäten immer wieder neu realisiert. Vorhandenes Qualitätsbewusstsein und qualitätsorientiertes Handeln der gesamten Universität unter Einbeziehung aller Beschäftigten und Studierenden versteht die Universität für Bodenkultur als „Qualitätskultur“.

1 TUNING Educational Structures in Europe: Der Beitrag der Hochschulen zum Bologna Prozess, 89.

2 Harvey, L. & Green, D (1993). Defining Quality. Assessment & Evaluation in Higher Education, 18, 9-34.

Anforderungen an das universitäre QMS

Die BOKU beabsichtigt den von Nickel (2007) definierten Anforderungen an ein universitäres Qualitätsmanagementsystem gerecht zu werden.

Demnach will die BOKU …

  • ein Orientierungsmuster bieten, welches es der BOKU ermöglicht, ihre QM-Elemente für die qualitätsrelevanten Kern- und Querschnittsaufgaben so zu systematisieren, dass sie die von ihnen angestrebte Leistungsqualität gezielter herstellen kann als bisher,
  • die bereits etablierten QM-Elemente zu einem universitätsweiten Qualitätsregelkreis verbinden, welcher – ähnlich wie im Peer Review – Ziele, Prozesse und Ergebnisse so miteinander in Beziehung setzt, dass eine regelmäßige Rückkopplung und damit Lerneffekte und Qualitätsverbesserungen entstehen,
  • durch das Herstellen von Zusammenhängen die finanziellen und personellen Ressourcen, die von der BOKU derzeit für QM aufgewendet werden, bündeln und wirksamer machen,
  • Leitungskräften aussagekräftige Entscheidungshilfen insbesondere für die strategische Steuerung und Universitätsentwicklung an die Hand geben,
  • die externen Anforderungen an die Forschungs- und Lehrqualität integrieren und damit auch den Erfolg der BOKU strategisch unterstützen sowie
  • die Organisation Universität als Ganzes weiterentwickeln. Dabei sorgt die BOKU dafür, dass die Arbeitsbelastung durch QM-Maßnahmen für Universitätsmitglieder so gering wie möglich ist und genügend Freiraum für die eigenständigen Interessen von Departments, Fachbereichen, einzelnen WissenschaftlerInnen und MitarbeiterInnen besteht.

Grundsätze des Qualitätsmanagements an der BOKU

Ziele des Qualitätsmanagementsystems

Wir wollen mit dem QMS der BOKU …

  • die BOKU in der Erreichung ihrer (strategischen) Ziele unterstützen,
  • die Strukturierung der zentralen Prozesse und Verfahren begleiten,
  • den Angehörigen der BOKU durch eine transparente Dokumentation und Darstellung eine schnelle Orientierung in zentralen Prozessen und Verfahren ermöglichen,
  • zur Optimierung zentraler Leistungsprozesse und interner Organisations- und Entscheidungsstrukturen mit dem Ziel einer Arbeitsentlastung beitragen sowie
  • eine alle Leistungsbereiche umfassende, dauerhafte Qualitätskultur auf- und ausbauen.

Weiters soll das QMS der BOKU …

  • Feedback als Basis für Reflexions-, Entscheidungs- und Veränderungsprozesse systematisch einholen,
  • die Profil- und Organisationsentwicklung unterstützen sowie
  • die Fähigkeit steigern Änderungsprozesse anzugehen.

Durch die Umsetzung dieser Ziele wird ein Beitrag zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit und Autonomiefähigkeit der BOKU geleistet.

Prinzipien

Wesentliche Prinzipien des Qualitätsmanagementsystems an der BOKU sind …

  • die Beteiligung interner und externer Interessensgruppen,
  • die Chancengleichheit hinsichtlich der Möglichkeit sich gestaltend einzubringen,
  • klar definierte Indikatoren und Daten als Entscheidungsgrundlage,
  • der Fokus auf die nachhaltige Umsetzung von Maßnahmen,
  • eine an die nationale und internationale Community anschlussfähige Gestaltung des QMS,
  • Kommunikation und Dialog sowie
  • Evaluationsverfahren und Qualitätssicherungsinstrumente kontinuierlich weiterzuentwickeln und zu optimieren.

Standards

Die BOKU verpflichtet sich als institutionelles Mitglied der DeGEval bei der Durchführung von Evaluationen zur Einhaltung deren Standards:

  • Nützlichkeit
  • Durchführbarkeit
  • Fairness
  • Genauigkeit

Darüber hinaus werden die „European Standards and Guidelines for Quality Assurance in Higher Education“ von ENQA angewandt