01.03.2007


Veranstaltungsinfo: BOKU-Forschung lokal & international (01.03.2007)

Fragen des Alltags - Antworten der Wissenschaft:
WAS UNS VERKOHLTE PFLANZENRESTE ERZÄHLEN
Montag, 5. März 2007 / 17:00 Uhr - Hauptbücherei am Gürtel
(1070 Wien, Urban Loritz-Platz 2a)
Vor kurzem wurde in Niederösterreich ein verkohlter Weintraubenkern gefunden. Haben die Kelten im Weinviertel schon 300 Jahre vor Kaiser Probus Weinbau betrieben? Oder stammt der Kern aus einer importierten Rosine? In akribischer Detektivarbeit rekonstruiert Archäobotanikerin Marianne Kohler-Schneider vom Botanik Institut der BOKU Wien mit Hilfe von verkohlten Pflanzenresten Lebensbedingungen, Wirtschaftsweise, Umwelt und Ernährung prähistorischer Bauern. Ein spannender Blick in unsere Vergangenheit!
=> Kontakt / Rückfragen:
Prof. Marianne Kohler-Schneider
(Wien) 47654-3160
marianne.kohler-schneider@boku.ac.at

WELT DER INKA - DIE LEYMEBAMBA TEXTILIEN
Montag, 12. März 2007 / 15:00 Uhr - Hörsaal XXI der BOKU Wien
(1190 Wien, Muthgasse 18)
Lena Bjerregaard vom Ethnologischen Museum Berlin präsentiert Textilanalysen zum Mumienfund der Laguna de los Condores 1997 in Chachapoyas, Peru. Der Vortrag beschreibt die einzigartige Fundstätte im Bergregenwald in 2800 m Höhe und geht auf neue Forschungsergebnisse zu Balsamiertechniken, Ikonographie und Farbstoffanalyse ein.
Die Arbeitsgruppe für organische Chemie an der BOKU Wien entwickelt moderne Methoden zur Charakterisierung von Cellulose. Diese Methoden und ihre mögliche Anwendung auf die Inka Textilien wird derzeit diskutiert; möglich sind neue Erkenntnisses zum Alterungszustand und zu Abbaumechanismen.
=> Kontakt / Rückfragen:
Prof. Antje Potthast
Department für Chemie an der BOKU Wien
(Wien) 36006-6071
antje.potthast@boku.ac.at

Research for Development Roundtables
STUDYING ABROAD - BENEFITS AT HOME
How Partnerships in PhD-Research meet Local Needs in the Highlands of Ethiopia
Mittwoch, 14. März 2007 / 17:00 Uhr - Hörsaal IV der BOKU Wien
(1180 Wien, Gregor-Mendel-Strasse 33)
Als Beitrag zur Armutsbekämpfung engagieren sich immer mehr österreichische ForscherInnen in Projekten, die das Leben der Menschen in Entwicklungsländern deutlich verbessern. In einer äthiopisch-österreichische Projektpartnerschaft (eine Zusammenarbeit zwischen WissenschafterInnen der Ethiopian Agricultural Research Organisation und der Universität für Bodenkultur Wien) wurden einheimische Baumarten im Hochland Äthiopiens untersucht. Besonderes Augenmerk wurde darauf gelegt, wie die verschiedenen Baumarten zur Bodenfruchtbarkeit beitragen, und ob sie als Futter für Nutztiere geeignet sind - dabei wurde auch die lokale Bevölkerung stark miteinbezogen.
Eine ExpertInnenrunde wird dieses Projekt als Beispiel dafür diskutieren, wie das Forschungsprojekt eines äthiopischen Doktoratsstudenten in Österreich zu den Millenniumentwicklungszielen beitragen kann. Stipendienprogramme werden oft als Elitenförderung kritisiert - wenn sie jedoch in einen begleitenden Kontext eingebettet sind, und die Ergebnisse der Studien vor Ort verbreitet, umgesetzt und entsprechend lokaler Bedürfnisse angepasst und weiterentwickelt werden, dann wird der Nutzen im Kontext der Armutsbekämpfung und nachhaltiger Entwicklung erst richtig erkennbar.
=> Kontakt / Rückfragen:
Birgit Habermann
Kommission für Entwicklungsfragen bei der ÖAW
Birgit.Habermann@oeaw.ac.at
(Wien) 515 81 - 3202
www.oeaw.ac.at/kef/roundtables.htm