H 066 477 Masterstudium Alpine Naturgefahren/Wildbach- und Lawinenverbauung


Kurzbeschreibung

Veränderte Lebensansprüche erhöhen den Nutzungsdruck im alpinen Raum und führen zu einer Verknappung des vor Naturgefahren geschützten Lebensraumes.

Der menschliche Lebensraum ist in vielen Bereichen von Naturgefahren betroffen. Veränderte Lebensansprüche erhöhen den Nutzungsdruck im alpinen Raum und führen zu einer Verknappung des vor Naturgefahren geschützten Lebensraumes. Durch diese vermehrte Landnutzung steigt jedoch die Verwundbarkeit der Gesellschaft gegenüber Schäden durch Naturgefahren.

Im Masterprogramm Alpine Naturgefahren / Wildbach- und Lawinenverbauung erwerben die Studierenden die erforderlichen Kenntnisse und Fähigkeiten für einen verantwortungsvollen Umgang mit den Gefährdungen im alpinen Raum. Das Studium orientiert sich am Kreislauf des „Integralen Risikomanagements“. Dabei bilden die Vorsorge, die Prävention vor Naturgefahren und deren Bewältigung die Grundsäulen dieses Studiums. Neben naturwissenschaftlichen und technischen Veranstaltungen sind somit Fragen des Naturgefahrenrechtes, der Raumordnung, des Katastrophenschutzes und -managements ein wesentlicher Bestandteil. Durch diese Ausbildung lernen die AbsolventInnen die potenziellen Gefahren im alpinen Raum zu erkennen und sind in der Lage effiziente Schutzstrategien und Maßnahmen zur Prävention zu planen.

Der Schwerpunkt der Ausbildung liegt in der Prävention vor Naturgefahren. Die einzelnen Gefahrenmodule beinhalten jeweils die Gefahrenanalyse, die Ermittlung von Schutzdefiziten und die Planung aktiver Schutzmaßnahmen. Die technische Ausbildung wird durch ein bautechnisches Modul verstärkt. Um jedoch auch die erforderlichen Maßnahmen im gesamten Einzugsgebiet von Wildbächen und Lawinen durchführen zu können, werden neben rechtlichen auch forstliche und ökologische Schwerpunkte vermittelt.

Im Pflichtfachbereich werden die Themengebiete Wassergefahren, Schee-Lawinengefahren und Gefahren durch Massenbewegung abgedeckt. Im Rahmen der Wahllehrveranstaltungen werden Vertiefungsblöcke zu folgenden Bereichen angeboten:

Grundlagen:

  • Vertiefung: Forstliche Grundlagen des Naturgefahrenmanagements
  • Vertiefung: Technische Grundlagen des Naturgefahrenmanagements
  • Vertiefung: Ökologische Grundlagen des Naturgefahrenmanagements


Kernbereich:

  • Vertiefung Baumanagement und Bautechnik
  • Vertiefung Schutzwaldbewirtschaftung und Ingenieurbiologie
  • Vertiefung Sozioökonomie und Recht
  • Vertiefung Risikovorsorge
  • Vertiefung Katastrophenbewältigung


Anwendungsbereich:

  • Vertiefung Integrale Einzugsgebietsbewirtschaftung
  • Vertiefung Modelling und Simulation
  • Vertiefung Wald- und Baustellenerschließung

Zulassung zum Masterstudium

Absolventinnen und Absolventen der Bachelorstudien Forstwirtschaft sowie Kulturtechnik und Wasserwirtschaft der Universität für Bodenkultur Wien werden zugelassen.

Beim Eintritt von Absolventinnen und Absolventen anderer (Bachelor)Studien in dieses Masterstudium wird äquivalentes Wissen, der in den Kernfächern des Bachelorstudiums Forstwirtschaft oder Kulturtechnik und Wasserwirtschaft vermittelten Lehrinhalte, vorausgesetzt. Die für die Zulassung vorausgesetzten Learning Outcomes sind im Studienplan festgelegt.

Tätigkeitsfelder

Das Studium zielt insbesondere auf folgende Tätigkeitsfelder ab:

  • Beurteilung und Analyse der Gefahren und Massenverlagerungsprozesse im alpinen Raum
  • Prävention alpiner Naturgefahren
  • Integrale Einzugsgebietsbewirtschaftung
  • Risikovorsorge
  • Katastrophenbewältigung

Dadurch ergeben sich folgende Beschäftigungsperspektiven:

  • Öffentlicher Sektor: z.B. Forsttechnischer Dienst der Lawinen- und Wildbachverbauung, Landesregierung, Ministerien, Infrastrukturträger/öffentliche Verwaltung
  • Dienstleistungsbereich: z.B. Ingenieur- und Planungsbüros in den Bereichen Beratung, Planung und Projektausführung
  • Selbstständige: z.B. als Ingenieurkonsulenten, Sachverständige und Projektausführende
  • Forschung und Entwicklung: z.B. an universitären und/oder außeruniversitären Forschungseinrichtungen und Entwicklungsabteilungen von Unternehmen