H 066 425 Masterstudium Forstwissenschaften


Kurzbeschreibung

Um die Funktionen des Waldes zu sichern, ist eine fachkundige Bewirtschaftung unserer Wälder von besonderer Bedeutung.

Der Wald erfüllt eine Vielzahl an Funktionen: Er ist zum Einen Rohstofflieferant und somit auch Einkommensquelle. Zum Anderen bietet er Schutz für Siedlungen und Verkehrswege vor Lawinen, Steinschlag und Muren dient aber den Menschen auch als Erholungsraum. Der Wald fungiert als unersetzliches Trinkwasserreservoir, wirkt ausgleichend auf das Klima und entzieht der Luft Schadstoffe wie z.B. klimaschädliche Treibhausgase mit Hilfe seiner riesigen Blattmassen. Darüber hinaus ist der Wald aber auch wichtiger Lebensraum für Tiere und Pflanzen.

Um diesen vielfältigen Ansprüchen zu entsprechen und diese Funktionen langfristig zu sichern, ist eine fachkundige Bewirtschaftung unserer Wälder von besonderer Bedeutung.  Dazu vermittelt das Studium der Forstwissenschaften ein breites Basiswissen sowie Spezialkenntnisse aus den Bereichen Technik, Ökologie, Ökonomie sowie Sozialwissenschaften. Durch zahlreiche Exkursionen und Feldübungen wird die Aneignung des später notwendigen Praxiswissens unterstützt. Mit dem Wählen von Vertiefungsbereichen während des Studiums haben die Studierenden die Möglichkeit einen Schwerpunkt in ihrer Ausbildung zu setzen. Mögliche Vertiefungsbereiche sind: Naturschutz im Wald, Multifunktionale Waldbewirtschaftung, Waldökosystemanalyse, Holzproduktion und Logistik, Schutzwald.

Die AbsolventInnen des Masterstudiums Forstwissenschaften verfügen über Kenntnisse und Fährigkeiten für Führungsaufgaben in Unternehmen und Verwaltungen, welche im Bereich der vielfältigen Funktionen von Waldökosystemen angesiedelt sind. Unter Berücksichtigung des Nachhaltigkeitsprinzips sollen alle Funktionen des Waldes wie die Nutz-, Schutz-, Wohlfahrts- und Erholungsfunktion bei größtmöglicher Schonung der natürlichen Ressourcen sichergestellt werden. Die fachlichen Kompetenzen beziehen sich insbesondere auf die Produktion und nachhaltige Nutzung des Rohstoffes Holz sowie das Management des komplexen Lebensraumes Wald und seiner Funktionen für das Klima, die Erhaltung der Biodiversität, den Schutz natürlicher Ressourcen wie Luft, Wasser und Boden, den Schutz vor Naturgefahren sowie für Erholung und Freizeitgestaltung. Dazu besitzen AbsolventInnen die Fähigkeit, die Wechselbeziehungen innerhalb des Systems Wald und im Zusammenhang mit anderen Systemen in ihren Auswirkungen zu analysieren und gegebenenfalls Problemlösungen zu erarbeiten.

Zulassung zum Masterstudium

AbsolventInnen des Bachelorstudiums Forstwirtschaft der Universität für Bodenkultur Wien oder fachlich äquivalenter Bachelorstudien anerkannter in- und ausländischer Universitäten werden zugelassen. AbsolventInnen des Bachelorstudiums Holz- und Naturfasertechnologie müssen im Studienplan definierte Auflagen erfüllen.

Beim Eintritt von Absolventinnen und Absolventen anderer (Bachelor)Studien in dieses Masterstudium wird äquivalentes Wissen der, in den Kernfächern des Bachelorstudiums Forstwirtschaft vermittelten Lehrinhalte vorausgesetzt. Die vorausgesetzten Learning Outcomes sind im Studienplan des Masterstudiums Forstwissenschaften zu finden.

Tätigkeitsfelder

Das Studium Forstwissenschaften, als Bindeglied zwischen Mensch und Biozönose Wald, eröffnet Wege die über eine klassische Waldbewirtschaftung hinausgehen. So zählen beispielsweise führende Tätigkeiten in Nationalparks wie auch in Umweltschutzorganisationen zum Berufsspektrum. Darüber hinaus haben die Studierenden die Möglichkeit z.B. als Zivilingenieur oder auch in holzverarbeitenden Betrieben tätig zu werden.

Genauer betrachtet ergeben sich folgende Berufsfelder:

  • Öffentlicher Sektor: z.B. in Forst-, Umwelt- und Naturschutzbehörden, Interessensvertretungen, Verbänden und Nichtregierungsorganisationen mit Waldbezug, Dienstzweige der Wildbach- und Lawinenverbauung
  • Gewerbliche Wirtschaft: z.B. in privaten Forstbetrieben, der Holzindustrie oder Holzhandel
  • Dienstleistungsbereich: z.B. in technischen Büros oder im Forstjournalismus
  • Forschung und Entwicklung, Lehre: z.B. an Universitäten oder anderen Forschungseinrichtungen im In- und Ausland, forstliche Lehre