Die unterschätzten N-Glykome von Lepidopteran Spezies


‚Schmetterlinge‘ spielen eine wichtige Rolle in der Umwelt, Landwirtschaft aber auch in der Biotechnologie als Expressionswirt für rekombinante Proteine. Für letzteren Aspekt ist das Glykosylierungsmuster von Bedeutung, insbesonders da die gefundenen Strukturen sich deutlich von denen im Menschen unterscheiden.

In einer neuen Studie wurden die N-Glykane zweier Nachtfalter, des Schwammspinners (Lymantria dispar) und der Aschgrauen Höckereule (Trichoplusia ni) als auch der T. ni Expressions- Zelllinie ‚High Five‘ biochemisch und massenspektrometrisch analysiert. Entgegen der bisherigen Annahme Insektenzuckerstrukturen wären eher einfach, konnten ca. 5% geladene Strukturen detektiert werden, die mit Sulfaten, Glucuronsäuren und dem Zwitterion Phosphorylcholine modifiziert sind. Diese Strukturen sind nicht nur von evolutionärem Interesse, aber auch von biotechnologischer Relevanz im Falle der Nutzung der High Five Zellen als Expressionssystem von rekombinanten Proteinen. Die Studie erschien in der April 2017 Ausgabe des Fachjournals ‚Biochimica et Biophysica Acta (BBA)‘.

Link zur Publikation: doi.org/10.1016/j.bbagen.2017.01.009

 

 


25.04.2017