Erneuerbare Energie – Weltpremiere


Im Leitprojekt "Underground Sun Conversion" soll überschüssiger Strom aus erneuerbaren Energiequellen in einen speicherfähigen Energieträger umgewandelt werden. Dazu wird in Pilsbach in Oberösterreich zunächst Wasserstoff durch Elektrolyse hergestellt.

Dieser wird gemeinsam mit Kohlendioxid in die Erdgaslagerstätte in mehr als tausend Meter Tiefe  eingebracht um dort von natürlich vorhandenen Archaeen über eine hydrogenotrophe Methanogenese in Methan umgewandelt zu werden. Diese Methanbildung, die in der Geschichte der Erde Millionen von Jahren benötigt hat, soll in nun in mehreren Wochen abgeschlossen sein.

Neben der saisonalen Speicherung von überschüssiger Energie hat die Produktion von erneuerbarem Erdgas einen weiteren Vorteil: Durch Verwendung von Kohlendioxid aus rezenten Quellen wird Energie
CO2-neutral zur Verfügung gestellt.
An der Bodenkultur werden Steuerungsmöglichkeiten der mikrobiellen Methanisierung erforscht sowie Entwicklungsschritte definiert, die zur Umsetzung im industriellen Maßstab in einer Erdgaslagerstätte erforderlich sind.

Das Leitprojekt "Underground Sun Conversion" wurde mit 1.03.2017 gestartet, es hat eine Laufzeit von 4 Jahren. Bei einem Gesamtbudget von 8 Millionen Euro wird es vom Infrastrukturministerium und dem Klima- und Energiefond mit 4,9 Millionen Euro gefördert. Das Projekt wird von der RAG geleitet, dem Konsortium gehören auch die Universität für Bodenkultur Wien, die Montanuniversität Leoben, das Austrian Centre of Industrial Biotechnology, das Energieinstitut der Johannes Kepler Universität Linz und die Axiom Angewandte Prozesstechnik GmbH an.


20.03.2017