CD-Labor "IM Fluss" gewinnt science2business Award 2015


Das CD-Labor für Innovative Methoden in Fließgewässermonitoring, Modellierung und Flussbau unter der Leitung von Prof. Helmut Habersack gewinnt den "science2business Award" 2015. Der vom Wirtschaftsministerium gestiftete Preis ist mit 8.000 Euro dotiert und prämiert die erfolgreichsten Strategien, wie aus einem exzellenten wissenschaftlichen Ergebnis ein wirtschaftlicher Erfolg wird.

Die Ziele des Christian Doppler Labors „IM Fluss“ liegen in der Verbesserung des Verständnisses ablaufender Prozesse in Flüssen, der Entwicklung von mathematischen Modellen zur Prozessbeschreibung und Prognose der Auswirkungen von flussbaulichen Maßnahmen sowie der Entwicklung von innovativen wasserbaulichen Methoden zur Verbesserung der Schifffahrt, des Hochwasserschutzes und der Ökologie an der Donau. In einem weiteren Modul „Wasserkraft“ geht es um die Schwallproblematik bei Speicherkraftwerken und die Nutzung von hydrokinetischen Turbinen. Die Kooperation zwischen dem Institut für Wasserwirtschaft, Hydrologie und konstruktiven Wasserbau (IWHW) der Universität für Bodenkultur und via donau – Österreichische Wasserstraßen-Gesellschaft mbH, dem Verein für Ökologie und Umweltforschung, Aqua Libre Energieentwicklungs GmbH und UWITEC hat die Jury unter anderem durch die Einbindung einer großen Zahl von Stakeholdern mit unterschiedlichen Interessenslagen in einer sehr frühen Phase des Projektes überzeugt, was für dessen weitere Entwicklung offenbar essentiell war.

 

Weitere Pluspunkte gemäß Jury: ein bewusstes Wissensmanagement und eine aktive Kommunikationspolitik sowie die flexible Anpassung des Projektes an geänderte Rahmenbedingungen. „Beeindruckend ist der hohe Wirkungsgrad des CD-Labors auf die Entwicklung weiterer, darauf aufbauender Projekte“, sagt die Jury. So resultierte daraus das „DREAM“ (Danube River Research and Management)-Projekt, ein Flagschiffprojekt der „EU Strategie für den Donauraum“. DREAM ist ein Megaprojekt, das ebenso auf die Initiative den Einreichers DI Dr. Helmut Habersack zurückzuführen ist, „der in unermüdlicher Arbeit dieses Projekt in einer äußerst komplexen technischen Konzeption und Finanzierungsstruktur entwickelt“, so die Jury. „Was hier ausgezeichnet wird ist seine Fähigkeit, ein so komplexes Projekt aufzusetzen, das zu einem europaweit sichtbaren Flaggschiff-Projekt der EU Strategie für den Donauraum geworden ist.“ Dabei wurden auch Standards geschaffen, die unter Umständen auch in anderen Projekten weltweit zur Anwendung kommen.

Der vom Wirtschaftsministerium gestiftete Preis ist mit 8.000 Euro dotiert und prämiert die erfolgreichsten Strategien, wie aus einem exzellenten wissenschaftlichen Ergebnis ein wirtschaftlicher Erfolg wird.

Die erfolgreiche wirtschaftliche Verwertung baut sowohl auf exzellenten wissenschaftlichen Ergebnissen als auch auf erfolgreichem Management auf. Daher liegt der Fokus beim science2business Award auf der Qualität der Umsetzung und des Managements einer Kooperation zwischen Wissenschaft und Wirtschaft.

 

Film zum Pilotprojekt Bad Deutsch Altenburg an der Donau auf youtube: http://youtu.be/mAGty2Y7tdg


20.03.2015