SFB Fusarium


Im BOKU Spezialforschungsbereich Fusarium wurde in Zusammenarbeit mit Partnern von der TU Wien und mit amerikanischen Forschern (USDA) ein bisher unbekanntes Mykotoxin des Getreide und Mais befallenden Pilzes Fusarium graminearum entdeckt.

Das neue Toxin (NX-3) inhibiert die Proteinbiosyntheses von tierischen und pflanzlichen Ribosomen ähnlich wie das bekannte Mykotoxin Deoxynivalenol, für das in Europa Grenzwerte für Lebensmittel festgesetzt wurden. Das neue Toxin wird derzeit nur von etwa 3% der untersuchten Isolate in Nordamerika gebildet. Ob die Bildung des neuen Toxins für den Pilz einen Selektionsvorteil darstellt ist derzeit noch unbekannt.

In enger Zusammenarbeit zwischen analytischen Chemikern vom IFA Tulln (Arbeitsgruppe Berthiller) und Molekularbiologen des Departments für Angewandte Genetik und Zellbiologie (Arbeitsgruppe Adam) konnte die molekulare Basis für die Änderungen in der Toxinstruktur aufgeklärt werden. Elisabeth Varga und Gerlinde Wiesenberger (geteilte Erstautorenschaft, Bild) konnten zeigen, dass Aminosäureänderungen im TRI1-Gen entscheidend für die Bildung des neuen Toxins sind (http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/1462-2920.12718/abstract;jsessionid=0BBFDB91B760C6F896CC6E183C7F888D.f01t03).

Weitere Informationen:
Spezialforschungsbereich Fusarium


18.02.2015