INiTS Award vergeben


Der INiTS Award feierte sein 10-jähriges Jubiläum – und wieder wurden die innovativsten wissenschaftlichen Arbeiten mit einem Preisgeld im Gesamtwert von €22.500 ausgezeichnet. Unter den Gewinnern waren auch Projekte von BOKU-Angehörigen.

Die Preise wurden in den Kategorien „Informations- und Kommunikationstechnologien“, „Life Sciences“ und „Allgemeine Technologien“ vergeben. Zusätzlich wurden noch die Special Awards „Green Tech“ sowie der „Woman Award“ verliehen.

Eine Jury bestehend aus Wirtschafts-, Wissenschafts- und GründungsexpertInnen bewertete die 60 eingereichten Arbeiten hinsichtlich der wirtschaftlichen Verwertbarkeit und bestimmte so die Gewinnerinnen und Gewinner in den einzelnen Kategorien. Die prämierten BOKU-Projekte sind:

2. Platz Special Woman Award (powered by BMWFW & economyaustria)
DIin Stefanie Brezina: Masterarbeit „Identification of tumour autoantibody signatures for early diagnosis of lung cancer”

Jährlich erkranken mehr als 1,8 Millionen Menschen weltweit an Lungenkrebs. Entscheidend für die Prognose dieser Erkrankung ist eine frühe und zuverlässige Diagnose – je früher eine bösartige Veränderung erkannt wird, desto höher die Überlebenschance des Patienten. Konventionelle Methoden sind oftmals nicht ausreichend um kleine Läsionen frühzeitig zu erkennen. Außerdem sind viele diagnostische Verfahren mit Unannehmlichkeiten für die Patienten verbunden.  Im Zuge dieser Arbeit wurde ein Biochip zur Früherkennung von Lungenkrebs entwickelt, der es ermöglicht tumorspezifische Antikörper, welche durch die körpereigene Abwehrreaktion gegen Krebszellen schon in sehr frühen Stadien der Krebsentwicklung gebildet werden, zuverlässig zu detektieren. Durch den Einsatz geringer Mengen Blut stellt dieser Biochip eine technisch einfache und minimalinvasive Diagnostikmethode dar, und bietet daher eine vielversprechende Lösung für den dringenden Bedarf einer zuverlässigen Lungenkrebsvorsorge.

3. Platz Special Woman Award (powered by BMWFW & economyaustria)
Dr.in DIin Susanne Urban: Dissertation: „Entwicklung eines Monitoring-Systems zur Bestimmung des realen Schädigungsgrades”

Ziel meiner wissenschaftlichen Arbeit ist die Entwicklung eines Monitoring-Systems aus Ultraschall- und Körperschall-Sensortechniken, welches die Ermittlung des realen Schädigungsgrads aufgrund zyklischer Ermüdungsbeanspruchung bei Betonstrukturen ermöglicht. Die Ergebnisse der Forschungsarbeit fließen direkt in die Entwicklung des Produktes MOSES ein und können nach erfolgreichem Abschluss sofort wirtschaftlich umgesetzt werden. Mit MOSES können die zufolge von äußeren Belastungen im Laufe der Lebensdauer von Strukturen auftretenden Schädigungen detektiert und bewertet werden. Man macht sozusagen die Lebenslinie der Struktur sichtbar und verfolgt deren zeitlichen Verlauf. MOSES informiert kontinuierlich über den aktuellen Zustand der Struktur.

3. Platz Special Green Tech Award (powered by INiTS)
DIin Vera Siegele & DI Matthias Zingerle: Masterarbeit: “Regenwasser Ästhetik”

Innerhalb der Masterarbeit werden bestehende Wiener Siedlungs- und Freiraumstrukturen auf eine mögliche Eignung zur Regenwasserversickerung untersucht.  Im Zuge von Sanierungsarbeiten kann durch die planerische Dienstleistung kostenintensiven Kanalsanierungen und -ausbauten entgegengewirkt werden. Ökologische und ästhetische Freiraumqualitäten fließen umfassend mit in die Planung ein.  Die Freiraumqualität und nachhaltige Entwicklung von Siedlungsstrukturen wird durch Oberflächenentsiegelung, Verdunstung und Versickerung verbessert, gleichzeitig wird für die Betrachterin und den Betrachter das temporär verfügbare Regenwasser während eines Regenereignisses im Freiraum inszeniert und trägt zur Bewusstseinsbildung für einen nachhaltigen Umgang mit der Ressource Wasser bei.  Die Gestaltung unter Berücksichtigung der Ansprüche an dezentrale Regenwasserbewirtschaftung erzeugt für horizontale und vertikale Flächen eine Doppelnutzung und einen Mehrwert der zu gestaltenden Flächen.


16.10.2014