ILA gewinnt internationalen Wettbewerb


Studierende des Instituts für Landschaftsarchitektur konnten mit ihrem Projekt für das 4. Gartenfestival in Ponte De Lima, Portugal, punkten. Ihr Design wurde ausgewählt, um einen temporären „Energie-Garten“ zu gestalten.

Festival de Jardins, Ponte de Lima

Seit 2004 ist die Stadt Ponte de Lima in Portugal Schauplatz eines berühmten Gartenfestivals. Jedes Jahr wird zu einem spezifischen Thema ein internationaler Wettbewerb ausgeschrieben, um elf temporäre Gärten zu entwerfen. Dieses Jahr ist das Thema des 4. Gartenfestivals „Energias no Jardim – Energie im Garten“.

Die TeilnehmerInnen fassten das Thema Energie auf verschiedene Arten auf und setzten Ideen von praktischer Energieinvestition bis zu abstrakt dargestellten Alternativenergien in Gärten um.

Im Rahmen der Lehrveranstaltung „Entwurf und Gestaltung von Details“ haben Ao.Univ.Prof. Dr. Erwin Frohmann und Dr. Bianca Maria Rinaldi mit ihren Studierenden im Herbst 2007 am Internationalen Wettbewerb für einen temporären Garten für das 4. Gartenfestival in Ponte de Lima, Portugal, teilgenommen.

Das Design der Studierenden Marion Kogler, Edin Kurtovic, Daniela Krupitza, Sophie Morscher, Sabine Neumayer und Peter Plochberger wurde aus 43 Projekten von LandschaftsarchitektInnen, ArchitektInnen und KünstlerInnen sowie von Studierenden der Landschaftsarchitektur und Architektur aus verschiedenen Ländern von der Jury in Ponte de Lima ausgewählt, um einen der elf Gärten zu gestalten.

Das ausgewählte Projekt „3,9.1024 J“

Dieser Garten repräsentiert die Kraft der Sonne als wichtigste Energiequelle für die Erde mit all ihren Lebewesen. Aber wie groß ist nun die Energie, die uns die Sonne liefert? Dargestellt wird die Quantität der Sonnenenergie in Form von knapp zwei Meter hohen Zahlen – 3,9.1024 J – das entspricht der Energiemenge (in Joule), die die Sonne pro Jahr emittiert.

Die riesigen dreidimensionalen Zahlen stehen im Mittelpunkt des Gartens, als Hommage an den Hauptstern des Sonnensystems. Durch seinen freundlichen und verspielten Charakter animiert der leuchtend gelbe Schriftzug BesucherInnen näher zu kommen. Die Menschen werden eingeladen, die Zahlen anzugreifen, sich in die Zahlen zu setzen und Kinder können auf den massiven, stabil konstruierten Elementen aus lackiertem Metall herumklettern.

BesucherInnen können durch den Schriftzug und die Interaktion mit ihm die Energiemenge der Sonne indirekt erleben. Die auffälligen Buchstaben stehen mittig auf einer Rasenfläche, die von Linien, bepflanzt mit verschieden hohen Gräsern, durchkreuzt wird. Die Gräserlinien symbolisieren die Sonnenstrahlen, die sich in alle Richtungen ausbreiten.

Hinter höheren Gräsern entstehen kleine Räume, in denen gelbe Sitzquader und Schattenspender stehen. Sie laden zum Hinsetzen, Entspannen, Nachdenken und Verweilen in der Wärme der Sonne oder auch im Schatten, geschützt vor der Hitze, ein.

Das Gartenfestival in Ponte de Lima ist bis 30. Oktober 2008 geöffnet.

Website des Festival de Jardins: http://www.festivaldejardins.cm-pontedelima.pt/

Lehrveranstaltungsdetails: https://blis.boku.ac.at/zope/tpp/lv/lva_html?num=852317&sem=2008W

Kontakt:

Ao.Univ.Prof. Dr. Erwin Frohmann und Dr. Bianca Maria Rinaldi, Department für Raum, Landschaft und Infrastruktur, Institut für Landschaftsarchitektur (ILA), Peter-Jordan-Straße 65, 1180 Wien; http://www.rali.boku.ac.at/ila.html


13.08.2008