Innovation Award 2012


Preis für wirtschaftsnahe Forschungsarbeiten von angehenden BOKU-WissenschafterInnen.

Prämiert wurden dieses Jahr zwei Projekte, die sich mit präzisen Nachweisen schädlicher Inhaltsstoffe befassen, und ein Projekt, das die Holzfaserplatten-Produktion optimiert. Damit können wichtige Beiträge zur Lebensmittel-Sicherheit und zur ressourceneffizienten Produktion von Industriegütern geleistet werden.

Drei Studierenden-Teams der BOKU am Standort Tulln gelang es, den begehrten Innovation Award 2012 der tecnet equity NÖ Technologiebeteiligungs-Invest GmbH und der accent Gründerservice GmbH zu gewinnen. Die Gewinnerprojekte zeigen, wie die Zusammenarbeit der wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Partner am Standort Tulln die Verwertung von Forschungsleistungen in Niederösterreich beschleunigen kann.

Unbekannt. Doch erkannt!

Die Grundlage für eine neue Kooperation legte das Team um Christoph Büschl, Bernhard Kluger und Nora Neumann vom Analytikzentrum des IFA Tulln – was mit dem 1. Platz des Innovation Awards honoriert wurde. Die PreisträgerInnen beschrieben eine neue, hochsensitive Nachweismethode, die es ermöglicht selbst unbekannte Chemikalien in biologischen Proben nachzuweisen. Wichtig ist eine solche Methode in der Agrarbranche oder Medizin. Hier finden Pflanzenschutzmittel oder Medikamente Anwendung, die durch Stoffwechselprozesse abgebaut werden. Dabei entstehen auch unbekannte, bisher nicht nachweisbare Abbauprodukte. Ganz im Sinne des Awards befasste sich das Team auch mit konkreten Überlegungen, wie und wo diese smarte Technologie als Dienstleistung angeboten werden könnte.

Hormon-Getreide

Die Arbeit von Maria Paula Kovalsky Paris und ihre Kollegen unter der Anleitung von Prof. Adam vom Universitäts- und Forschungszentrum Tulln (UFT) zur molekulargenetischen Herstellung einer Referenzsubstanz erlaubt den Nachweis von Stoffwechselprodukten einer hormonähnlichen Wirksubstanz (ZON), die in verschimmeltem Getreide produziert wird. Gelangt der Stoff in die Nahrungskette, kann er – auf Grund seiner Wirkähnlichkeit mit Östrogen – zu Störungen der Fruchtbarkeit bei Nutztieren und beim Menschen beitragen. Zwar kann ZON selbst schon seit längerem nachgewiesen werden – nicht aber seine Stoffwechselprodukte. Genau dies erlauben die Ergebnisse des mit dem 2. Platz honorierten Projekts, das damit zur Lösung eines auch von der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) erkannten Problems in der Lebensmittelsicherheit beitragen kann.

Statik mit Statistik

Der 3. Platz des Innovation Awards ging an Martin Riegler aus der Arbeitsgruppe von Ulrich Müller vom Kompetenzzentrum „Wood K plus“ und dem Institut für Holztechnologie und Nachwachsende Rohstoffe der BOKU. Er ermittelte mit komplexen statistischen Methoden den optimalen Ressourceneinsatz bei der Produktion von Holzfaserplatten – unter Beibehaltung bestimmter statischer Belastungsgrößen der Produkte.

 

Nähere Informationen zum Award und den PreisträgerInnen entnehmen Sie bitte der Presseinformation.


06.12.2012