Analytik-Awards


ASAC verleiht ihre Analytik-Awards 2012 an Forscher des IFA-Tulln / BOKU.

Am 16. November 2012 ergab sich bei der Hauptversammlung der Österreichischen Gesellschaft für Analytische Chemie (ASAC) an der TU-Wien ein erfreuliches Bild für die Universität für Bodenkultur Wien und ihr Interuniversitäres Department für Agrarbiotechnologie (IFA-Tulln): Sowohl der prestigeträchtige Fritz-Feigl Preis der ASAC als auch der ASAC JunganalytikerInnen-Preis gingen in diesem Jahr an Forscher des IFA-Tulln.

Ao.Univ. Prof. Rainer Schuhmacher erhielt den seit 1950 vergebenen Fritz-Feigl-Preis für seine erfolgreichen Arbeiten im Bereich Mykotoxinanalytik und Metabolomics. Schuhmacher erfasst dabei möglichst alle sekundären Stoffwechselprodukte, die etwa bei der Interaktion von Pflanze und Schimmelpilz beteiligt sind, um ein grundlegendes Verständnis dieser biologischen Wechselwirkung zu bekommen. Der Namensgeber dieses Preises, der mit 1.500 Euro dotiert ist, Fritz Feigl, zählt zu den schillerndsten chemischen Analytikern Österreichs, dessen bewegter Lebensweg gezeichnet war durch die politischen Verhältnisse in den Dreißigerjahren. Fritz Feigl ist der Begründer der Tüpfelreaktionen und der Tüpfelanalyse, die vielfach auch heute noch in verschiedenen Bereichen der Chemie und Pharmazie Anwendung findet. Der Feigl-Preis wird bevorzugt an KollegInnen mit Fokus einer akademischen Laufbahn vergeben werden, in Auszeichnung deren wissenschaftlicher Entwicklung.

Der ebenfalls von der Fa. Bruker Austria GmbH gestiftete ASAC JunganalytikerInnen-Preis in der Höhe von 1000 Euro wurde an DI Benedikt Warth verliehen. Mit dem JunganalytikerInnen-Preis werden herausragende Arbeit auf dem Gebiet der analytischen Chemie gewürdigt, erläutert ASAC-Präsident Univ.Prof. Wolfgang Buchberger von der Uni Linz. Warth wurde aufgrund seiner bahnbrechenden Arbeiten zum Nachweis von Biomarkern in Urin ausgezeichnet, mit deren Hilfe man das Ausmaß der Belastung mit Mykotoxinen in Mensch und Tier durch die einfache Analyse einer Urinprobe abschätzen kann, erklärt sein Betreuer Univ.Prof.Dr. Rudolf Krska. Diese Analysenmethode wurde bereits für PatientInnen in Kamerun erfolgreich eingesetzt und im renommierten Journal Toxicology Letters publiziert. Warth erwähnt in seiner Dankesrede die hervorragende Kooperation zwischen BOKU und TU-Wien im gemeinsamen Doktoratskollege Applied Bioscience Technology (AB-Tec), die enorm zum Erfolg seiner Studien beigetragen hat.

Die »Österreichische Gesellschaft für Analytische Chemie in der Gesellschaft Österreichischer Chemiker - Austrian Society for Analytical Chemistry (ASAC)« ist ein gemeinnütziger Verein und hat den Zweck, einen engen Zusammenschluss der auf dem Gebiete der reinen und angewandten Mikrochemie und Analytischen Chemie interessierten Fachkollegen, Institutionen usw. herbeizuführen, um dadurch eine Förderung der Mikrochemie und Analytischen Chemie in Forschung, Lehre und Anwendung zu bewirken. Informationen über ASAC-Aktivitäten sowie über Auszeichnungen und Stipendien der Gesellschaft gibt es unter www.asac.at.

 

IFA-Leiter Prof. Krska, die beiden Preisträger DI Benedikt Warth und Prof. Rainer Schuhmacher sowie Prof. Wolfgang Buchberger (Uni Linz) und Dr. Konstantin Halikias (Bruker Austria) bei der Preisverleihung an der TU-Wien


21.11.2012