Projekt „UniNEtZ – Optionenpapier zur Umsetzung der SDGs in Österreich"


Das Projekt „UniNEtZ – Optionenpapier zur Umsetzung der SDGs in Österreich“

Im September 2015 verabschiedete die UN einstimmig die „Agenda 2030“ („Transforming our World: the 2030 Agenda for Sustainable Development“), in der in Form von 17 Sustainable Development Goals (SDGs) und 169 Zielen ein Aktionsplan für „people, planet and prosperity“ spezifiziert wird. Um der Verpflichtung zur Umsetzung der SDGs in Österreich nachzukommen, wurden mit Ministerratsbeschluss im Januar 2016 alle Bundesministerien zur kohärenten Umsetzung der „Agenda 2030“ beauftragt.

Die Allianz Nachhaltige Universitäten in Österreich hat darauf hin die Initiative ergriffen, und alle Universitäten eingeladen, in einer gemeinsamen, koordinierten Anstrengung, die Umsetzung der SDGs in Österreich zu unterstützen. Unter dem Namen UniNEtZ – Optionenpapier zur Umsetzung der SDGs in Österreich („Universitäten und Nachhaltige EntwicklungsZiele“) wurde ein auf die Leistungsvereinbarungsperiode 2019-2021 ausgelegtes Projekt im Rahmen mehrerer Projektentwicklungsworkshops zwischen den potentiell beteiligten Universitäten entwickelt.

Ziele des Projektes

Die Ziele des Projektes sind vielfältig, wobei die Erarbeitung eines die SDGs systemisch betrachtenden, abgestimmten Kataloges von Optionen, wie Österreich die SDGs umsetzen kann, zugleich ein nutzbares Ergebnis, als auch die verbindende Klammer für die beteiligten WissenschafterInnen darstellt. Das Projekt soll aber auch zur Befassung der Unis mit SDGs in Forschung, Lehre, Weiterbildung, Responsible Science und im Hochschulmanagement sowie zur interdisziplinären Vernetzung innerhalb der Unis und über die Unis hinweg beitragen, und Mehrwert durch Kooperationen und Neukombination von Wissen schaffen. Dass dabei Forschungsbedarf identifiziert wird, und Forschungsprojekte über Universitäten hinweg definiert und eingereicht werden, ist zu erwarten. Der Aufbau von Kompetenz für die von den SDGs angeschnittenen Fragen unter den Lehrenden/Forschenden und den Studierenden kommt den AbsolventInnen zugute, und natürlich auch den Stakeholdern aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft.

Das vorgesehene Optionenpapier ist keine Handlungsempfehlung, sondern es identifiziert und bewertet Optionen (zukunftsorientierte Lösungswege mit ihren jeweiligen Konsequenzen).

Universitäten als "Paten" für einzelne SDGs

Eine erste unverbindliche Erhebung hat ergeben, dass die Interessen der bisher ca. 12 beteiligten Unis gut verteilt sind, sodass für fast alle SDGs bereits potentielle „Paten“ gefunden wurden, d.h. Universitäten, die bereit sind, die österreichweite Koordination allein oder mit anderen zu übernehmen. Dies hatte sich auch schon mit einem EDV-gestützten Mapping der Stärken der einzelnen Unis anhand der im jeweiligen FIS erfassten Publikationen und Projekten abgezeichnet. Nach diesem von der Uni Innsbruck durchgeführten Mapping hat die BOKU Stärken – wie zu erwarten – im Bereich des SDG 6 (Wasser), SDG 13 (Klima), SDG 15 (Land inkl. Wald), und ist umgekehrt eine der stärksten im Bereich SDG 2 (Hunger inkl. Landwirtschaft). Am SDG 4 (Bildung) werden sich naturgemäß alle Unis beteiligen.

Das BMBWF hat großes Interesse an dem Projekt signalisiert und seine Entwicklung auch durch kleine Projektförderungen (z.B. das Mapping) unterstützt. Die Finanzierung von UniNEtZ soll primär über die individuellen Verhandlungen der einzelnen Unis mit dem BMBWF im Rahmen der Leistungsvereinbarungen erfolgen, da es HRSM Mittel nicht mehr gibt. Einige Universitäten haben ihre Teilnahme und ihren finanziellen Beitrag bereits in ihre LVen aufgenommen, bei anderen, u.a. der BOKU, laufen die Gespräche mit den Rektoraten noch.  

Sie haben Interesse mitzuwirken?

Sollten Sie Interesse an der Mitwirkung oder gar an der universitätsübergreifenden Koordination eines Themas haben, melden Sie sich bitte bei benedikt.becsi(at)boku.ac.at, dann können wir Sie näher informieren und am Laufenden halten.