Nachhaltigkeit in der Forschung


 

„Ihrer wahren Wesensbestimmung nach ist die Wissenschaft das Studium der Schönheit der Welt.“

Simone Weil (1909-1943), frz. Philosophin

 

 

Forschung bzw. Wissenschaft kann zu einem Übergang zur Nachhaltigkeit beitragen, indem sie neues Wissen, Methoden und Instrumente entwickelt und nutzt, Theorie und Praxis verbindet, partizipative Ansätze fördert und einen Beitrag zu institutionellen Innovationen und „gesellschaftlichem Lernen“ leistet.

Um die Belange der menschlichen Entwicklung und der Umwelt in Einklang zu bringen, braucht es ein tiefes Verständnis für globale Umweltprobleme, einen interdisziplinären Blickwinkel für lokale und globale Prozesse und einen ethischen Imperativ, der über Generationen- und Ländergrenzen hinweggeht. Universitäten haben die Möglichkeit, durch fächerübergreifende Forschung all diesen Ansprüchen gerecht zu werden und durch transdisziplinäre Wissensvermittlung die gesellschaftliche Akzeptanz des Prinzips Nachhaltigkeit maßgeblich zu steigern.

Forschung für eine nachhaltige Entwicklung generiert System-, Transformations-, und Zielwissen, das die Gesellschaft bei Entscheidungs-, Anpassungs- und Lernprozessen unterstützt, wenn Lösungen und Antworten für Morgen gefunden werden sollen.

Die BOKU hat als erste österreichische Universität die im Vorfeld der UN Rio+20 Konferenz ins Leben gerufene Initiative „Sustainability in Higher Education“ unterfertigt – und sich damit freiwillig verpflichtet, Nachhaltigkeit sowohl bei Lehr- als auch Forschungstätigkeiten voranzutreiben. Im Kontext der Forschung bedeutet dies, Indikatoren, die eine Bewertung des gesellschaftlichen und Nachhaltigkeits-Impact von Forschung ermöglichen, zu entwickeln und diese im BOKU Forschungsdokumentationssystem zu integrieren. Dadurch werden aktuelle und vergangene Forschungsprojekte der BOKU im Hinblick auf Nachhaltigkeitsaspekte evaluiert.