Die Ethik des Konsums

Unternehmensethik als Erfolgsfaktor – das Messinstrument der Universität für

Bodenkultur (BOKU) Wien

(c) Prof. Dr. Walter Schiebel, Dipl.-Ing. Siegfried Pöchtrager

Viele Unternehmen bekennen sich in ihrer Mission, ihrer Vision und ihren Werten ausdrücklich zur ökosozialen Unternehmensverantwortung (CRS). Solche Aussagen gehen oft weit über die Gewinnmaximierung hinaus und enthalten auch ein Bekenntnis zur Verantwortung des Unternehmens gegenüber einer Reihe von Interessensgruppen, einschließlich Mitarbeitern, Kunden, Gemeinden und Umwelt. Diese Strategie, wonach die Kernwerte eines Unternehmens – unabhängig von spezifischen strategischen Zielen – als Leitprinzip bei der Bestimmung der Mission und Vision des Unternehmens sowie seiner täglichen Politik und Praxis dienen, wird häufig als „wertorientierter Geschäftsansatz" beschrieben. Im Laufe des letzten Jahrzehnts haben immer mehr Unternehmen die wirtschaftlichen Vorteile einer durch ökosoziale Unternehmensverantwortung geprägten Politik und Praxis erkannt. Ihre Erfahrungen werden durch immer mehr empirische Studien unterstützt, die belegen, dass die ökosoziale Unternehmensverantwortung eine positive Auswirkung auf die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit hat und dem Shareholder Value nicht schadet. Unter dem Druck von Kunden, Lieferanten, Mitarbeitern, Gemeinden, Investoren, Aktivistengruppen und anderen Interessensgruppen wurden Unternehmen auch dazu ermutigt, Anstrengungen hinsichtlich ökosozialer Unternehmensverantwortung zu tätigen oder auszuweiten. Dadurch hat sich die ökosoziale Unternehmensverantwortung in den letzten Jahren sehr stark ausgebreitet und zur Entwicklung innovativer Strategien in Unternehmen aller Größen und Branchen geführt.

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