854302 Landschaftsplanerische Methoden zur Landnutzungskartierung


Art
Projekt
Semesterstunden
5
Vortragende/r (Mitwirkende/r)
Zimmermann, Thomas , Gräf, Michael
Organisation
Institut für Landschaftsplanung (ILAP)
Angeboten im Semester
Sommersemester 2018
Unterrichts-/ Lehrsprachen
Deutsch

Lehrinhalt

Obacht: Der bis 30. 01. 2018 an dieser Stelle zu lesende Text war die Beschreibung der vergangenen LV aus dem Jahr 2016 inkl. deren Temine - es folgt nun der aktualisierte Text für die heurige LV:

Das Hauptaugenmerk der LV liegt auf dem Erlernen der vegetationskundlichen Arbeitsweise als Methode zur Abbildung und zum Verständnis von (Kultur-)Landschaft.
Vegetation zu interpretieren ist deswegen so ertragreich, weil sie erstens fast flächendeckend vorhanden ist und zweitens sowohl die naturbürtigen als auch die nutzungsbedingten Standortseigenschaften widerspiegelt. Sie ermöglicht solcherart die Einschätzung der lokalen Produktionsweisen und verbreitert das Verständnis für Landnutzung und Landbewirtschaftung. Im Zuge von Umweltverträglichkeitsprüfungen oder Naturschutzfachplanungen wird Vegetationskundigkeit unmittelbar planungsrelevant und ist zudem eine Vorgabe für die meisten gängigen Kartierungsverfahren.

In der Vegetation lesen zu können, erfordert eine Methode der Abbildung und Typisierung. In Form der klassischen Vegetationsaufnahme nach Josias Braun-Blanquet und Tabellenarbeit nach Reinhold Tüxen kann diese auf eine wohlerprobte Tradition verweisen. Nach einigen Grünland-Jahrgängen werden wir uns heuer wieder einmal in den Wald wagen, wobei die erlernte Methode ebenso für andere Vegetationstypen anwendbar ist.

Die 8-tägigen Feldarbeiten finden Anfang Mai in der Nähe von Deutschlandsberg in der Südweststeiermark statt. Die vor Ort gewonnenen Ergebnisse werden in einem Ausarbeitungsblock im Juni zu Papier gebracht. Abschluss der LV bis Mitte Juni.

Termine - siehe unten

Fix sind die Feldarbeiten von Do 3. bis Do 10. Mai in LImberg in der Steiermark. Unterkunft in einer Jugendherberge (Schloss Limberg).

Gesamtkosten etwa € 180, von denen ein erheblicher Teil über den Exkursionsmittelzuschuss der ÖH rückerstattet wird.

Es liegt in ihrer Eigenverantwortung, sich um einen aufrechten Impfschutz gegen FSME ("Zeckenimpfung") zu kümmern.

Inhaltliche Voraussetzungen (erwartete Kenntnisse)

Kenntnis der wichtigsten Waldgräser und -kräuter ist kein Nachteil, aber nicht zwingend erforderlich, da eine ausführliche floristische Einführung erfolgt

Lehrziel

Die Absolvierung dieser Lehrveranstaltung soll Sie befähigen:
> Bodenpflanzen des Waldes zu erkennen bzw. zu bestimmen
> Aufnahmeflächen auszuwählen und eine Vegetationsaufnahme nach der Methode Braun-Blanquet anzufertigen
> Vegetationsaufnahmen in einer Tabelle zu Typen zu ordnen und diese im Gelände zu kartieren
> die wichtigsten natürlichen und wirtschaftbedingten Standortfaktoren zu erkennen und ihre Wirkung auf die Waldvegetation einzuschätzen
> verschiedene Strategien des Wirtschaftens im Wald unterscheiden zu können
Noch mehr Informationen zur Lehrveranstaltung, wie Termine oder Informationen zu Prüfungen, usw. finden Sie auf der Lehrveranstaltungsseite in BOKUonline.