754358 Angewandtes Qualitätsmanagement in der Weinverarbeitung und im Prüflabor


Art
Vorlesung und Übung
Semesterstunden
2
Vortragende/r (Mitwirkende/r)
Zitz, Ulrike , Strobl, Martina , Schleining, Gerhard
Organisation
Institut für Lebensmittelwissenschaften
Angeboten im Semester
Wintersemester 2017/18
Unterrichts-/ Lehrsprachen
Deutsch

Lehrinhalt

1, Planen, Durchführen und Bewerten von Überwachungsaudits, Gesprächsführung und Audittechnik
2, Anforderungen bezüglich Managementsystem und technischer Kompetenz von akkreditierten Prüflaboren
3, Einführung in das Qualitätsmanagement im Weinlabor, Begriffe, Methodenvalidierung, Validierungsstrategien unter Bezugnahme auf weinanalytische Methoden, Rechenbeispiele
4, Ausgewählte Kapitel der Qualitätssicherung: Beurteilung von Laborergebnissen, Methodenvergleiche, Laborleistungstests, Probennahmefehler, Messunsicherheit
5, Ausgewählte Kapitel des Qualitätsmanagements: Prozessvisualisierung, Flussdiagramme, Erstellen von Arbeitsanweisungen
6, Ausgewählte Kapitel der Qualitätsregelung: Prüfmittelmanagement, Organisation betrieblicher Abläufe, Prozessdarstellung, Stichprobenprüfung, Computergestützte Q-Regelung

Vertiefung der erlernten Kenntnisse an einem praktischen Übungsbeispiel aus der Weinanalytik bzw. zu Prozessen der Weinherstellung

Inhaltliche Voraussetzungen (erwartete Kenntnisse)

adequates Bachelorstudium

Lehrziel

Nach Absolvierung der Lehrveranstaltung können die Studierenden:

1.Audits planen, durchführen und bewerten. Sie erwerben ein Grundwissen in Gesprächsführung und Audittechniken

2. Die Anforderungen bezüglich Managementsystem und technischer Kompetenz von akkreditierten Prüflaboren verstehen und Aspekte auf dem Weg zur Laborakkreditierung diskutieren

3.den Begriff der Validierung einer Analysenmethode beschreiben und wissen über den Ablauf einer Validierung Bescheid. Sie kennen unterschiedliche Kalibrationsarten von Analysenmethoden und besitzen die theoretischen Grundlagen Verfahrenskenndaten wie Empfindlichkeit, Selektivität und Genauigkeit sowie Nachweis-, Erfassungs- und Bestimmungsgrenze zu bestimmen. Sie wissen um die Bedeutung der Festlegung des Arbeitsbereichs und können Arten von systematischen Abweichungen differenzieren sowie statistische Tests zur Überprüfung der Grundkalibrierung anwenden.

4.Die Absolventen kennen unterschiedliche Verfahren zum Methodenvergleich auf Basis ihrer Leistungsparameter, verstehen die Bedeutung und Durchführung von Ringversuchen. Sie können den Begriff Messunsicherheit von Messabweichung unterscheiden sowie grundlegende Verfahren zur Ermittlung der Messunsicherheit beschreiben. Sie kennen verschiedene Arten der Probenahme und wissen, wie Probenahme- und Analysenfehler ermittelt werden kann.

4. Die Absolventen können Prozesse darstellen und analysieren. Sie wissen was Prüfmittel sind und wie mit ihnen umzugehen ist. Sie besitzen die theoretischen Grundlagen, um Arbeitsanweisungen und Prüfprotokolle zu erstellen. Sie verstehen die Bedeutung von Qualitätsregelkarten und haben die grundlegenden Kenntnisse zu Erstellung und Interpretation derselben.

5.Sie kennen Begriffe wie Computer Integrated Manufacturing, Computer Aided Quality Management, die Aufgaben und Funktionsweise von Prozessleitsystemen und Laborinformationssystemen. Sie wissen um die Anforderungen bezüglich Datenintegrität und Datensicherheit bei der Anwendung von Computern.

6. Die Absolventen können Problemstellungen bearbeiten und dokumentieren bzw. kommunizieren
Noch mehr Informationen zur Lehrveranstaltung, wie Termine oder Informationen zu Prüfungen, usw. finden Sie auf der Lehrveranstaltungsseite in BOKUonline.