976310 Stoffwechselphysiologie


Art
Vorlesung
Semesterstunden
2
Vortragende/r (Mitwirkende/r)
Schwarz, Christiane
Organisation
Institut für Tierernährung, Tierische Lebensmittel und Ernährungsphysiologie (TTE)
Angeboten im Semester
Sommersemester 2018
Unterrichts-/ Lehrsprachen
Deutsch

Lehrinhalt

Grundelemente des Stoffwechsels (Membranen und Transportsysteme, Funktionen der Zellkompartimente, Regulation von Enzymen, hormonelle Steuerung, Energie).
Nährstoffaufnahme und Verdauung (Regulation der Aufnahme, Hunger/Sättigung, Verdauung von Kohlenhydraten, Fett, Protein).
Die Oxidation der Nährstoffe zur Gewinnung von ATP (Prinzip von Glycolyse, beta-Oxidation, Umsetzung von Aminosäuren, Citratzyklus, Atmungskette; Regulation, Vernetzung zwischen den Stoffwechselwegen der Nährstoffe).
Umbau und Synthese von Nährstoffen (Glucose/Glycogen, Pentosephosphatweg, Fett, Aminosäuren, Harnstoffbildung).
Koordination des Stoffwechsels im Gesamtorganismus (Hunger/postprandial, Interaktion des Stoffwechsels der Organe/Gewebe)

Inhaltliche Voraussetzungen (erwartete Kenntnisse)

Grundlegende Kenntnisse der Tierernährung, Physiologie und Biochemie erwünscht

Lehrziel

Studierende haben nach erfolgreicher Absolvierung der Lehrveranstaltung die Grundlagen des Zellaufbaues verstanden und können die Bedeutung der Membranen im Stofftransport und zur Kompartimentierung von Stoffwechselwegen einschätzen. Studierende kennen die physiologischen Signale für Hunger und Sättigung und die beschriebenen Theorien zur Regulation. Die Unterschiede in der Verdauung der Makromoleküle des Futters zu den absorbierbaren Monomeren sowie deren Weg zum Verwendungsort kann von den Studierenden nachvollzogen werden. Die Beschäftigung mit den Lehrinhalten befähigt, die Oxidation der Nährstoffe zur Energiegewinnung zu verstehen, die Möglichkeiten zum Um- und Aufbau von Nährstoffen zu unterscheiden, sowie Knotenpunkte im Stoffwechsel zu ermitteln. Mit den erworbenen Kenntnissen sind Studierende befähigt, die biochemischen Eigenschaften von Enzymen, Coenzymen, Cofaktoren und Hormonen zur Ermöglichung und Beschleunigung von Reaktionen zu beschreiben. Weiters kennen sie die vielfältigen Möglichkeiten der Regulation von Stoffwechselwegen und können diese Informationen auf den Metabolismus von Kohlenhydraten, Proteinen und Fett anwenden. Mit dem Wissen über katabole und anabole Vorgänge sind Studierende in der Lage, die elementaren Zusammenspiele der Stoffwechselwege der Nährstoffe auf zellulärer Ebene zu definieren. Zudem können sie darüber hinaus auch die verschiedenen Aufgaben der stoffwechselaktiven Organe und Gewebe (vor allem Leber, Muskel, Fettgewebe aber auch Niere und Gehirn) bei der metabolischen Verwertung von Nährstoffen einschätzen und so die Reaktion des Gesamtorganismus auf eine definierte Stoffwechselsituation vorhersagen.
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