832339 Habitateignung und -management für Wildtiere


Art
Vorlesung und Seminar
Semesterstunden
3
Vortragende/r (Mitwirkende/r)
Parz-Gollner, Rosemarie , Nopp-Mayr, Ursula
Organisation
Institut für Wildbiologie und Jagdwirtschaft (IWJ)
Angeboten im Semester
Wintersemester 2017/18
Unterrichts-/ Lehrsprachen
Deutsch

Lehrinhalt

Im Rahmen der LVA werden den AbonnentInnen grundlegende Wildtier-Habitat-Beziehungen in terrestrischen und aquatisch geprägten Lebensräumen vorgestellt. Dabei werden Grundsätze der Habitateignung und -veränderung über Phänologie und Sukzession ebenso angesprochen wie Störungen im Rahmen natürlicher Biotopentwicklungen und im Rahmen menschlicher Landnutzung. Diese Gesichtspunkte leiten zu Fragen der Biotopsicherung mittels Vernetzung (Verbundsysteme, Trittsteine, Korridore) und Möglichkeiten eines Habitatmanagements über (Conservation Biology-Ansätze). Einen großen Teil der LVA nehmen verschiedene Habitatbewertungsmodelle und -prozeduren ein, die von allgemeinen (multivariaten) Statisikprozeduren bis hin zu wildtierspezifischen, teilweise mechanistischen Verfahren reichen. Im Präsenzteil der LVA wird zusammen mit den Studierenden versucht, ein mechanistisches Habitatmodell zu erarbeiten. Der Seminarteil der LVA wird als elearning-Einheit im BOKUlearn abgehalten, wobei in Gruppenarbeit ein Fachartikel zu einer vorgegebenen Wildtier-Habitat-Beziehung verfasst und in weiterer Folge dann innerhalb der Studierenden reviewt wird.

Inhaltliche Voraussetzungen (erwartete Kenntnisse)

statistische Grundkenntnisse

Lehrziel

Die Studierenden erkennen nach Abschluss der LVA den biodiversitären Stellenwert verschiedener Biotoptypen und können Einflüsse menschlicher Landnutzung auf Biotop- und Habitateignungen skizzieren. Die Studierenden können Veränderungen einer Habitateignung im Zuge von Phänologie, Sukzession und natürlichen wie anthropogenen Störungen charakterisieren. Die Studierenden können weiters verschiedene Habitatmanagement-Möglichkeiten wie beispielsweise Biotopsicherung mittels Vernetzung (Verbundsysteme, Trittsteine, Korridore) wiedergeben. Darüber hinaus können die Studierenden eine Auswahl wichtiger Prozeduren benennen, die von generellen multivariaten (erklärenden bis prognostischen) Statistiken bis hin zu wildtierspezifischen, teilweise parameterfreien Ansätzen reichen. Die Studierenden können (nach Abschluss der Seminareinheit) fachspezifische Literatur identifizieren, korrekt zitieren und wiedergeben. Die Studierenden sind nach Abschluss der LVA in der Lage, Wildtier-Habitatbeziehungen kausal zu interpretieren und Habitateignungsprozeduren gegenüberzustellen bzw. zielorentiert auszuwählen. Die Studierenden können Fachliteratur über Wildtier-Habitatbeziehungen kritisch hinterfragen und interpretierend gegenüber stellen. Die Studierenden können in einer neu vorgegebenen Habitatmodellierungssituation eine begründbare Auswahl an möglichen Prozeduren treffen bzw. diese teilweise auch entwickeln und im Vergleich interpretieren. Die Studierenden können diese Entscheidung faktenbasiert argumentieren und auch verteidigen. Darauf aufbauend können die Studierenden schließlich ein belastbares, generalisierendes Urteil für gegebene Wildtier-Habitatmodellierungen fällen, das eine Handhabe für Management-Entscheidungen und Multiple Use-Probleme liefern kann.
Noch mehr Informationen zur Lehrveranstaltung, wie Termine oder Informationen zu Prüfungen, usw. finden Sie auf der Lehrveranstaltungsseite in BOKUonline.