832332 Conservation biology


Art
Vorlesung
Semesterstunden
1
Vortragende/r (Mitwirkende/r)
Graf, Patricia Maria
Organisation
Institut für Wildbiologie und Jagdwirtschaft (IWJ)
Angeboten im Semester
Wintersemester 2017/18
Unterrichts-/ Lehrsprachen
Deutsch

Lehrinhalt

Im internationalen Kontext werden komplexe Ursachen und Konsequenzen des Diversitätsverlustes erarbeitet und insbesondere Verhaltensökologie und Populationsgenetik von Insel- und Metapopulationen berücksichtigt. Habitatfragmentierung, die Bedeutung der Populationsgröße für den Erhalt der genetischen Diversität, sowie globale und historisch bis rezente Ursachen der Extinktion stellen weitere Themen dar. Es werden neben vielen praktischen Beispielen auch Modelle gezeigt und gerechnet. Methoden der Neozoenforschung und des -managements werden diskutiert. Methoden der Populationsgenetik bilden eine wesentliche Grundlage zur Erfassung genetischer Verarmung und des Gefährdungsgrades von Tierpopulationen. Daher wird in der Vorlesung eine Einführung in die Populationsgenetik gegeben und in diesem Zuammenhang die Bedeutung der Conservation Genetics im Wildtiermanagemant dargestellt.Griffige Modell- und Forschungsbeispiele sollen Ursachen und Auswirkungen des globalen und lokalen Diversitätsverlustes verdeutlichen. Es werden insgesamt fachliche Grundlagen der Ökologie und Populationsgenetik gefestigt und auf Populationsebene und in großen Systemzusammenhängen analysiert. Die Vorlesung richtet sich an diejenigen StudentInnen, die ihr Interesse und/oder Berufsfeld im faunistischen Planungsbereich, dem Populationsmanagement, oder generell im Bereich Naturschutz/ Conservation Biology sehen.

Inhaltliche Voraussetzungen (erwartete Kenntnisse)

Grundlagen der Populationsbiologie
Grundlagen der Genetik

Lehrziel

Die StudentInnen sollen Fakten und Grundsätze des Biodiversitätsverlustes und die Stellung des Feldes Conservation Biology und entsprechende Berufsoptionen im Bereich Conservation Biology kennen. Sie sollen Theorien und Praxis der Diversitätsberechnung und von Managementmassnahmen kennen. Sie sollen die Fertigkeit besitzen, diese Kenntnisse anzuwenden um Managementfragen in puncto Neozoen, Diversitätsverlust u.a. angewandt zu lösen. Dabei sollen analytisches und intuitives und kreatives Denken zur Anwendung kommen. Die StudentInnen sollen die Kompetenz erlangen, sich in den Fragen des Biodiversitätsschutzes zu positionieren und Stellung zu beziehen, kritisch menschliches Handeln weltweit und lokal, das zum Artensterben führt, mit einer eigenen Position zu hinterfragen und im Kontext zum eigenen Berufsbild zu sehen. Ziel ist, persönliche Verantwortung des Einzelnen als Konsument aber auch des gebildeten "Biologen" zu erkennen und umzuseten, das eine berufliche und persönliche Entwicklung ermöglicht, die nachhaltig ist.
Noch mehr Informationen zur Lehrveranstaltung, wie Termine oder Informationen zu Prüfungen, usw. finden Sie auf der Lehrveranstaltungsseite in BOKUonline.