854318 Ordnungsplanerisches Projekt (Landschaftsplanung, Erholungsplanung, Naturschutzplanung, Raumplanung, Gewässerplanung)


Art
Projekt
Semesterstunden
5
Vortragende/r (Mitwirkende/r)
Damyanovic, Doris , Reinwald, Florian
Organisation
Institut für Landschaftsplanung (ILAP)
Angeboten im Semester
Sommersemester 2018
Unterrichts-/ Lehrsprachen
Deutsch

Lehrinhalt

Dieses Semester werden wir uns den Möglichkeiten der Landschaftsplanung widmen, im Rahmen der örtlichen Entwicklung einen Beitrag zum Umgang mit Naturgefahren zu leisten. Dazu werden wir uns mittels der Fallstudie im unteren Triestingtal (Leobersdorf, Hirtenberg, Berndorf) einerseits die räumlichen und sozio- demographischen Rahmenbedingen (historisch wie aktuell) und andererseits die relevanten Planungsinstrumente (Flächenwidmungsplan, Örtliches Entwicklungskonzept, Gefahrenzonenplan) genauer ansehen um schlussendlich planerische Empfehlungen aus Sicht der Landschaftsplanung zu formulieren.

Die LEADER Region Triestingtal besteht seit 2007 und ist aufgrund der Nähe zu Wien (45 km) für den Sommertourismus attraktiv. Seit Jahrhunderten wirtschaftet, arbeitet und lebt die Bevölkerung mit dem Wasser der Triesting. In den letzten Jahrzehnten waren Siedlungen und Industriegebiete im Triestingtal von (teilweise) extremen Naturgefahren (wie zum Beispiel die Hochwasser 2002 und 2014) betroffen, woraufhin hohe Investitionen in diverse Schutzprojekte flossen. Neben öffentlichen Schutzbauwerken gilt die Bereitschaft der Bevölkerung zur Eigenvorsorge als Basis, um Schäden in Zukunft zu senken.

Ziel der Lehrveranstaltung ist es, bereits im Rahmen des Studiums Landschaftsplanung und Landschaftsarchitektur eine Sensibilisierung gegenüber dem Thema Naturgefahren zu erwirken und relevante Planungsinstrumente und -prozessen sowie AkteurInnen kennen- und verstehen zu lernen. Das Thema gewinnt mit dem Klimawandel und seinen Folgen zunehmend an Bedeutung und stellt PlanerInnen vor neuen und bekannten Herausforderungen, die fundiertes Wissen und vernetztes Denken fordert.

Wir werden indizienwissenschaftlich und sozial-wissenschaftlich arbeiten. Literatur- und Dokumentenrecherchen werden wichtige Grundlagen bilden.

Die Lehrveranstaltung findet in Zusammenarbeit mit der LEADER Region Triestingtal statt. Das Projekt wird von einem interdisziplinären Team geleitet: Ass. Prof.in DIin Drin Doris Damyanovic und DIin Karin Weber arbeiten am Institut für Landschaftsplanung. DIin Susanna Tscharner ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Alpine Naturgefahren.
Entsprechend der interdisziplinären Ausrichtung des Projektes sind StudentInnen der Studienrichtungen KTWW, UBRM, Forstwirtschaft und Alpine Naturgefahren herzlich willkommen sich für die Lehrveranstaltung anzumelden.

•Termine der Feldarbeitstage vor Ort sind über BOKUonline ersichtlich. Unsere gemeinsamen Arbeitszeiten und Termine sind Dienstag nachmittags (teilweise ganztags!). Diese Semester findet KEINE Feldarbeitswoche statt. Die Erhebungen werden an Einzeltagen organisiert. Wir empfehlen den Studierenden für die An- und Abreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln eine ÖBB-Vorteilskarte.
•Die Anwesenheit beim ersten Termin ist für eine weitere Teilnahme verpflichtend.
•Teile der Kosten werden über ÖH-Exkursionsmittel rückerstattet.


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Inhaltliche Voraussetzungen (erwartete Kenntnisse)

Abschluss des Bachelor-Studiums bzw. der Bachelor Arbeit oder sehr weiter Studienfortschritt des Bachelor-Studiums
GIS-Kenntnisse von Vorteil

Lehrziel

Nach Absolvierung des Seminars können Studierende eigenständig
- landschafts- und freiraumplanerische Theorie und Methodik, die für die Bearbeitung des Fallbeispiels notwendig sind, anwenden.
- die rechtlichen, baulich-räumlichen und sozio-ökonomischen Rahmenbedingungen anhand des Fallbeispiels beschreiben, interpretieren und dokumentieren.
- planerische, historische, soziale und ökonomische Kontexte anhand des Fallbeispiels ausarbeiten, planerische Lösungen für den Bearbeitungsraum formulieren.
- die Wichtigkeit von landschaftsplanerische Methoden und Theorien als Beitrag zur nachhaltigen Stadtplanung argumentieren.
- das Gelernte auf neue Planungsaufgaben in der Landschaftsplanung übersetzen.
- eine Projektskizze für eine neue Fallstudie formulieren.
Noch mehr Informationen zur Lehrveranstaltung, wie Termine oder Informationen zu Prüfungen, usw. finden Sie auf der Lehrveranstaltungsseite in BOKUonline.