854104 Theorie und Methodik der Landschaftsplanung


Art
Vorlesung und Seminar
Semesterstunden
2
Vortragende/r (Mitwirkende/r)
Schneider, Gerda
Organisation
Institut für Landschaftsplanung (ILAP)
Angeboten im Semester
Wintersemester 2017/18
Unterrichts-/ Lehrsprachen
Deutsch

Lehrinhalt

Themen und Inhalte:
•Anforderungen an Landschaftsplanung als kritische Human-, Erfahrungs- und Indizienwissenschaft (Meta-Theorie und Methodologie).
•Kennenlernen und Reflexion des theoretischen und methodischen "Rahmens" der Landschaftsplanung anhand von Planungsbeispielen u.a. Bestandsaufnahme/Kartierungen, Vergleich mit Tabellenarbeit und Interpretation, Herleitung planerischer Vorbilder und Planungsmaßnahmen, hermeneutische Kontextualisierungen
•Unterscheidung zwischen traditioneller, kritischer (Horkheimer/Adorno) und feministischer Theorie sowie Praxis in der Landschaftsplanung.
•Die strukturalistische Betrachtungsweise in der Landschaftsplanung mit der Unterscheidung realer, sozioökonomisch begründeter Bau- und Freiraumstrukturen/Landschaftsnutzungsstrukturen, der planerischen Leitbilder auf der imaginären Ebene und der symbolischen Ordnung (u.a. der gesellschaftlichen Wertmaßstäbe) eröffnet neue Grundlegungen für planerische Lösungs- und Vermittlungsansätze in der Landschaftsplanung.
•Kennenlernen traditioneller, inklusiver postmoderner Argumentationsmuster und ihre methodischen Entsprechungen: Der Mythos vom Verbessern, das Eingriffs-Ausgleichs-Konstrukt, die Schutzmetapher, das Postulat der Wertfreiheit werden am Beispiel des Biotopflächenfaktors, der Gebrauchswerte/Tauschwerte, der Richtwerte/Grenzwerte u.a. geprüft und sozial, ökonomisch, ökologisch nachhaltig orientierte Planungsansätze diskutiert.

Inhaltliche Voraussetzungen (erwartete Kenntnisse)

ABSOLVIERUNG DER LEHRVERANSTALTUNG LANDSCHAFTSPLANUNG I
.

Lehrziel

Erwartete Lernergebnisse und erworbene Kompetenzen:
Die Studierenden verfügen über die Kenntnis traditioneller und kritischer Theorien zur Landschaftsplanung (ökologisch, sozial, ökonomisch, kulturell nachhaltig) ihrer Arbeitsweisen.
Durch kritisches, reflexives Denken können sie produktive Planungslösungen herleiten und theoretisch begründen.
Planungsprozesse können initiiert, durchgeführt und geprüft werden.
Die Selbständigkeit und Eigenverantwortung der Studierenden (vgl. BOKU-Ethik-Charta) werden mit der landschaftsplanerischen Arbeitsweise gefördert.
Noch mehr Informationen zur Lehrveranstaltung, wie Termine oder Informationen zu Prüfungen, usw. finden Sie auf der Lehrveranstaltungsseite in BOKUonline.