871364 Scenario development and analysis (in Eng.)


Art
Vorlesung und Übung
Semesterstunden
1,5
Vortragende/r (Mitwirkende/r)
Thaler, Thomas , Heiser, Micha
Organisation
Institut für Alpine Naturgefahren (IAN)
Angeboten im Semester
Sommersemester 2018
Unterrichts-/ Lehrsprachen
Englisch

Lehrinhalt

Ziel der Gefahrenanalyse ist es, die räumliche und zeitliche Dynamik der Gefahrenprozesse anhand ausgewählter Szenarien mit definierten Wahrscheinlichkeitszuordnungen aufzuzeigen. Der Detaillierungsgrad der Resultate, welche aus der Gefahrenanalyse hervorgehen, soll nicht nur die Bedürfnisse der Raumplanung abdecken, sondern darüber hinaus den Anforderungen der Risikoanalyse und der Maßnahmenplanung zur nachhaltigen Risikominderung genügen. Kurzum beeinflusst die Qualität der Gefahrenanalyse vom Anfang an sämtliche Facetten des Wildbach- und Flussgebietsmanagements. Es erweist sich daher als sinnvoll, die Gefahrenanalyse hinsichtlich des multiplen Spektrums an Verwendungszwecken und den einhergehend getätigten Investitionen zu optimieren. Im Kern geht es um die Erstellung einer Prozedur zur nachvollziehbaren Analyse der Naturgefahrenprozesse unter Einbezug von qualitativen und quantitativen Wissenselementen. Eine systematische Wissensverarbeitung soll es z.B. ermöglichen, wichtige Einflussvariablen auf der Systembelastungsseite und Versagensmechanismen an Schwachstellen auf der Systemreaktionsseite zu identifizieren und auf objektiver Basis zu bewerten. Von diesen Prämissen ausgehend, werden klare Anforderungen an die Qualität der Gefahrenanalyse gestellt und dann, ausgehend von einer kompakten Menge an wissenschaftlichen Grundprinzipien, das methodische Instrumentarium eingeführt und die wesentlichen Verfahrensschritte erörtert. Eine übersichtliche Darstellung der Methodik soll den Praxisbezug herstellen. Einige Beispiele aus einer praktischen Anwendung runden den Inhalt ab. Notwendigerweise durchdringt die Sprache der Mathematik den präsentierten Stoff. Diesbezüglich wurde der Versuch unternommen, die mathematische Darstellung auf ein vertretbares Minimum zu reduzieren und die wesentlichen Gedankengänge auch textlich auszuformulieren.

Inhaltliche Voraussetzungen (erwartete Kenntnisse)

Zum besseren Verständnis des vorgestellten methodischen Instrumentariums sind folgende Voraussetzungen wichtig: Mathematik I, Physik, Hydraulik; Mountain Hazard processes oder Wassergefahren: Analyse und Bewertung

Lehrziel

Erwerb eines in sich geschlossenen, auf wissenschaftlichen Grundprinzipien beruhenden, Ansatz für eine umfassende und nachvollziehbare Gefahrenanalyse für Wassergefahren dargestellt.
Ableitung der Rahmenbedingungen für einen korrekten Einsatz der Instrumente zur Gefahrensimulation
Umgang mit dem Instrument der Formativen Szenarioanalyse und Anwendung auf Naturgefahrenprobleme.
Analyse der räumlichen und zeitlichen Variation im Ablauf der Naturgefahrenprozesse als Grundlage für ein hochwertiges Naturgefahrenrisikomanagement.
Erkenntnis dass eine zielgerechte Anwendung des analytischen Instrumentariums im Wissensstrukturierungsprozess auch für Fragestellungen anderer Fachrichtungen gewinnbringend einsetzbar ist.
Noch mehr Informationen zur Lehrveranstaltung, wie Termine oder Informationen zu Prüfungen, usw. finden Sie auf der Lehrveranstaltungsseite in BOKUonline.