773113 Organische Chemie für Lebensmittel- und Biotechnologen


Art
Vorlesung
Semesterstunden
3
Vortragende/r (Mitwirkende/r)
Kosma, Paul
Organisation
Abteilung für Organische Chemie (DCH/OC)
Angeboten im Semester
Wintersemester 2017/18
Unterrichts-/ Lehrsprachen
Deutsch

Lehrinhalt

Atom- und Molekülorbitale, Bindungen
Nomenklatur, Isomerie, Cycloalkane
Spektroskopie organischer Verbindungen (UV/VIS, IR, NMR)
Reaktionsmechanismen
Alkane, Alkene, Polymere, Alkine
Halogenalkane, Alkohole, Ether
Schwefelverbindungen, Amine
Aldehyde, Ketone
Carbonsäuren und -derivate
Aromatische Kohlenwasserstoffe
Heterocyclen
Lipide
Kohlenhydrate, Polysaccharide
Aminosäuren
Nukleinsäuren
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Inhaltliche Voraussetzungen (erwartete Kenntnisse)

Grundlagen der allgemeinen und anorganischen Chemie: Atombau, Moleküle, Ionen, Periodensystem, Säure-Basen Theorie, Redoxreaktionen, Komplexbildung, Elektronegativität
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Lehrziel

Nach Absolvierung der LV haben die Studierenden:
Ein vertieftes Wissen zu den Grundlagen der Organischen Chemie erworben und sind mit den theoretischen Konzepten und Begriffen wie Bindungseigenschaften, Isomerie, Mesomerie, Tautomerie, Elektronegativität, Induktiver Effekt, Aromatizität und funktionelle Gruppen vertraut.
Die Studierenden verfügen über einen Überblick zu den wichtigsten Methoden der Strukturermittlung organischer Moleküle, erkennen den dreidimensionalen Aufbau organischer Moleküle und können optisch aktive Zentren in Strukturformeln identifizieren.
Die Studierenden sind in der Lage Säure- und Basenkonstanten zu interpretieren und diese für die Salzbildung von Aminen, Carbonsäuren und Phenolen sowie für Stofftrennungen anzuwenden. Die Studierenden vermögen weiters die typischen Reaktionen der einzelnen Substanzklassen und deren Reaktivität zu klassifizieren und sind mit Oxidations- und Reduktionsreaktionen organischer Verbindungen vertraut.
An Hand der Beschreibung typischer Reaktionswege bei allgemeinen Substanzklassen vermögen die Studierenden einfache Reaktionsgleichungen selbst zu formulieren und die entstehenden Produkte zu benennen.

Ebenso sollten die Studierenden in der Lage sein, die Reaktionsgleichgewichte auf Produktbildung und Abfallvermeidung (Atomökonomie) zu optimieren und alternative Herstellverfahren anzugeben, aber auch künftige Rohstoffoptionen und Produkte im industriellen Kontext zu beurteilen.
Die Studierenden sind weiters imstande potentielle Gefahren im Umgang mit Lösemitteln und Chemikalien zu erkennen, aber auch toxische Lebensmittelinhaltsstoffe und umweltrelevante Verbindungen zu identifizieren.
Die Kenntnis der grundlegenden Reaktionen und wichtigsten Strukturen von Biomolekülen (Lipide, Kohlenhydrate, Aminosäuren und Nukleinsäuren) befähigt die Studierenden deren Relevanz für die Biochemie und Biotechnologie zu erkennen.
Die Kenntnis der reaktiven Gruppen der Aminosäuren erlaubt es den Studierenden weiters deren Rolle im Zusammenhang mit enzymatischer Katalyse und der Strukturbildung von Proteinen zu erfassen.
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