871367 Kommunikation, Information und Partizipation


Art
Vorlesung
Semesterstunden
3
Vortragende/r (Mitwirkende/r)
Volgger, Sabine
Organisation
Institut für Alpine Naturgefahren (IAN)
Angeboten im Semester
Wintersemester 2017/18
Unterrichts-/ Lehrsprachen
Deutsch

Lehrinhalt

Die Vorlesung vermittelt den Studierenden grundlegendes Wissen über strategische Kommunikationsplanung, Kommunikationsmethoden und –instrumente zur Gestaltung von Kommunikationsprozessen, welche im Zusammenhang mit der Kommunikation alpiner Naturgefahren anwenden finden können.

Strategische Kommunikation, Risiko- und Krisenkommunikation:

Neben den Maßnahmen des Naturgefahrenmanagements, wie Katastrophenschutz und Anwendung von Monitoring- und Warnsystemen ist eine strategische Kommunikationsplanung, Risikokommunikation und Krisenkommunikation wichtiger Bestandteil der Risikovorsorge. In den letzten Jahren entwickelte sich die „Krisen- und Risiko­kommuni­kation“ zu einem eigenständigen Forschungs- und Wissenschafts­zweig. Mittlerweile umfassen Krisen- und Risiko­kommunikations­­­konzepte vielschichtige Modelle aus einer Vielzahl an Wissenschafts­disziplinen, die sich der Erforschung der Krise und ihrer Phänomene ver­schrieben haben.

Die Risikokommunikation benötigt eine langfristige Perspektive und beinhaltet „alle Kommunikation, die der Identifikation, der Abschätzung, Bewertung und dem Management von Risiken dient“. Damit wird Vertrauen und Verständnis im Zusammenhang mit Risiken aufgebaut; außerdem kann die Aufmerksamkeit auf weniger beachtete Risiken gelenkt werden.

Die wichtigsten Schritte der strategische Kommunikationsplanung werden in dieser Vorlesung behandelt:

· Analyse
· Kommunikationsziele und -strategien
· Kommunikative Maßnahmen
· Reflexion und Evaluation

Gestaltung von Kommunikationsprozessen und Partizipation Beteiligter bzw. Betroffener

Partizipation beinhaltet die aktive Beteiligung der Bevölkerung an Planungs- und Entscheidungsprozessen sowie deren Meinungsäußerung und die Informationsweitergabe an diese. Es besteht die Notwendigkeit, öffentliche und private Betroffene über Planungsvorhaben, -schritten und deren -ergebnissen zu informieren. Deshalb ist die Gestaltung von Kommunikationsprozessen begleitende zu Planungsprozessen wesentlich, um eine größtmögliche Akzeptanz von Planungsergebnissen erzielen zu können.

Die Vorbereitung der Bürger sowie Organisationen im Hinblick auf Planungsprozesse erfolgt durch Vermittlung von Informationen über die Planungsinhalte, um eine qualifizierte Partizipation zu gewährleisten. Gleichermaßen dient das Wissen der Bürger über Naturgefahren als Informationsquelle und kann im Rahmen der Partizipation für die Projektplanung genutzt werden.

Die Methoden und Anwendungen dieser Kommunikationsformen sind Inhalt dieser Vorlesung.

Inhaltliche Voraussetzungen (erwartete Kenntnisse)

keine

Lehrziel

Ziel dieser Vorlesung ist es, Instrumente und Werkzeuge der Kommunikation kennenzulernen, die es ermöglichen, Kommunikation im Bereich des Naturgefahrenmanagements gezielt einzusetzen. Eine begleitende Kommunikationsplanung und die Diskussion von Kommunikationsstrategien sollen es erleichtern, notwendige Projekte zur Risikovorsorge vorzubereiten, zu begleiten und sie letztlich in der Umsetzung zu unterstützen.



Anhand der vorgestellten Instrumente und Werkzeuge werden Erfahrungen in der Gruppe und mit den Referenten diskutiert, Lösungswege für spezifische Fragestellungen erarbeitet. Praktische Anleitungen, Einzelarbeiten und Plenumsdiskussionen ermöglichen ein anwendungs-orientiertes Arbeiten.
Noch mehr Informationen zur Lehrveranstaltung, wie Termine oder Informationen zu Prüfungen, usw. finden Sie auf der Lehrveranstaltungsseite in BOKUonline.