754110 Qualitätsmanagement II


Art
Vorlesung
Semesterstunden
2
Vortragende/r (Mitwirkende/r)
Strobl, Martina , Kneifel, Wolfgang , Schleining, Gerhard , Dürrschmid, Klaus , Zitz, Ulrike
Organisation
Institut für Lebensmittelwissenschaften
Angeboten im Semester
Sommersemester 2018
Unterrichts-/ Lehrsprachen
Deutsch

Lehrinhalt

Einführung; Qualitätsplanung, Quality Function Deployment
Managementwerkzeuge
Qualitätsverbesserung
Qualitäts-Regelung: Prozessdarstellung, Q7, Stichprobenprüfung
Computergestützte Q-Regelung: SPC, CAQ, PAT, PCS, LIMS
Prüfmittelmanagement und SOPs
Einführung in das QM in der Analytik
Methodenvalidierung, Rechenbeispiele
Methodenvergleiche, Ringversuche
Messunsicherheit
Probenahmefehler
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Inhaltliche Voraussetzungen (erwartete Kenntnisse)

Qualitätsmanagement I

Lehrziel

Nach erfolgreicher Absolvierung der Lehrveranstaltung kennen die Studierenden die wesentlichen Methoden des Qualitätsmanagements in Bezug auf Qualitätsplanung, Qualitätsregelung und Qualitätsverbesserung.

Die Absolventen kennen die Bedeutung der Qualitätsplanung und haben einen Überblick über ihre Tools. Sie können die Methode des Quality Function Deployment anwenden, die damit gewonnen Daten analysieren und bewerten. Die klassischen Qualitätswerkzeuge und Qualitätsmanagementwerkzeuge sind bekannt, können eingesetzt und interpretiert werden.

Sie kennen Begriffe wie Computer Integrated Manufacturing, Computer Aided Quality Management, die Aufgaben und Funktionsweise von Prozessleitsystemen und Laborinformationssystemen. Sie wissen um die Anforderungen bezüglich Datenintegrität und Datensicherheit bei der Anwendung von Computern.

Die Absolventen dieser LVA verstehen den Begriff der Qualitätsverbesserung und wozu sie dient. Sie kennen wesentliche Methoden des Fehlermanagements und Kennzahlengruppen. Sie sind mit der Grundstruktur von Problemlösungsprozessen vertraut und kennen den Plan Do Check Act-Kreislauf. Methoden und Tools der Qualitätsverbesserung wie Benchmarking, Balanced Scorecard und Six Sigma-Konzept sind in ihrer Grundstruktur bekannt.

Die Absolventen können Prozesse darstellen und analysieren. Sie wissen mit welchen Methoden man Fehler erfassen und analysieren kann. Sie kennen grundsätzliche Arten der Probenahme und wissen, wie Probenahme- und Analysenfehler ermittelt werden kann. Sie kennen die Bedeutung der Begriffe Rückführbarkeit und Rückverfolgbarkeit. Sie wissen, was Prüfmittel sind und wie mit ihnen umzugehen ist. Sie besitzen die theoretischen Grundlagen, um Arbeitsanweisungen und Prüfprotokolle zu erstellen. Sie kennen Methoden der Qualitätsregelung und wissen wie die Prozessfähigkeit beurteilt werden kann. Sie verstehen die Bedeutung von Qualitätsregelkarten und haben die grundlegenden Kenntnisse zur Erstellung und Interpretation derselben.

Sie können den Begriff der Validierung einer Analysenmethode beschreiben und wissen über den Ablauf einer Validierung Bescheid. Sie kennen unterschiedliche Kalibrationsarten von Analysenmethoden und besitzen die theoretischen Grundlagen, Verfahrenskenndaten wie Empfindlichkeit, Selektivität und Genauigkeit sowie Nachweis-, Erfassungs- und Bestimmungsgrenze zu bestimmen. Sie wissen um die Bedeutung der Festlegung des Arbeitsbereichs und können Arten von systematischen Abweichungen differenzieren sowie statistische Tests zur Überprüfung einer Grundkalibrierung anwenden.

Die Absolventen kennen unterschiedliche statistische Verfahren zum Methodenvergleich auf Basis ihrer Leistungsparameter, verstehen die Bedeutung und Durchführung von Ringversuchen. Sie können den Begriff Messunsicherheit von Messabweichung unterscheiden sowie die grundlegenden Verfahrensschritte zur Ermittlung der Messunsicherheit nach GUM beschreiben.
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Noch mehr Informationen zur Lehrveranstaltung, wie Termine oder Informationen zu Prüfungen, usw. finden Sie auf der Lehrveranstaltungsseite in BOKUonline.