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Da - wie die Erhebungen des Bestandes und der Nutzeranforderungen ergeben haben - auch in Österreich ein breites Interesse besteht, am Hydrologischen Atlas als Datenlieferant oder methodisch mitzuwirken, muss die Organisationsstruktur das berücksichtigen. Die nachfolgend beschriebene Organisationsstruktur hat das Ziel, die Qualität des HAÖ langfristig sicherzustellen und den HAÖ zu einem Werk aller Hydrologen Österreichs werden zu lassen. Die Organisationsstruktur wird nachfolgend erläutert.
Organigramm AuftraggeberFür den HAÖ als langfristiges Projekt mit vielen Beteiligten und vor allem großer Abhängigkeit von der Bereitschaft zur Bereitstellung von Daten ist nicht nur die Finanzierungsbereitschaft sondern auch die Rechtsnatur des Auftraggebers von Bedeutung. Inhaltlich dominieren die Fachbereiche des BMLFUW, weshalb es im Jahre 2000 die Rolle des Auftraggebers übernahm. ProjektträgerDer Projektträger ist der unmittelbare Auftragnehmer für die Erstellung eines HAÖ. Das Hydrographische Zentralbüro im BMLFUW tritt als inhaltlich mit dem HAÖ vorrangig befasste Dienststelle des BMLFUW als Projektträger auf. Der Projektträger ist für den übergeordneten Auftraggeber tätig und diesem verantwortlich. AtlaskommissionDer Atlaskommission obliegen grundsätzliche Entscheidungen über technische und finanzielle Fragen sowie die Förderung von Projekttätigkeiten. ProjektleitungMit der Projektleitung wurde das Institut für Wasserwirtschaft, Hydrologie und konstruktiven Wasserbau (IWHW) an der Universität für Bodenkultur betraut. Das IWHW verfügt über die notwendige fachliche Breite in der Hydrologie, und hat umfangreiche Erfahrungen im Bereich der GIS-Anwendung in Hydrologie und Wasserwirtschaft. Für die kartographische Detailarbeit sind ausgebildete Kartographen am IWHW beschäftigt. Die kartographische Qualitätssicherung ist zusätzlich durch eine Kooperation mit dem IfGR der Universität Wien gewährleistet. Der Projektleitung obliegt die wissenschaftliche und kartographische Gesamtbearbeitung. Sie leistet konzeptionelle Arbeiten (Auswahl der Thematik, Umfragen unter potentiellen Autoren, verbindliche Konzeption, Koordination, Arbeitsplanung, Datensammlung, Layout, etc.) und leitet Empfehlungen zur Entscheidung an den wissenschaftlichen Beirat bzw. die Atlaskommission weiter. Die Leitungsaufgaben beinhalten insbesondere auch die Vermittlung zwischen Entscheidungs- und Ausführungsebene, die Entscheidungsfindung im Detail, sowie die Beratung, Koordinierung und Unterstützung der Kartenbearbeitung. Eine im Bereich der Projektleitung eingerichtete Koordinierungsstelle sorgt für die Ausstattung der Kartenautoren mit den entsprechenden Grundlagen und Vorgaben. Sie unterstützt die Beschaffung der Daten und die Lösung von technischen Problemen und begleitet damit die Arbeit der einzelnen Kartenautoren. In ihrem Verantwortungsbereich liegt auch der Aufbau und die Betreuung der GIS-basierten Datengrundlage sowohl für die gedruckte als auch die digitale Ausgabe des HAÖ. Die Vermittlung zwischen Kartenautoren und Kartographie sowie die softwaretechnische Umsetzung erfolgen auch in diesem Bereich. Wissenschaftlicher BeiratDer wissenschaftliche Beirat bildet ein flexibles Entscheidungsgremium für inhaltliche Fragen. Er besteht aus je einem Vertreter des Auftraggebers, des Projektträgers, der Projektleitung und fachzuständigen Wissenschaftern aus den Bereichen Hydrologie, Meteorologie, Geologie, Geographie, GIS. Der Beirat tritt 3 bis 4 mal pro Jahr zusammen um anstehende inhaltliche Fragen zu klären. (Beispiel: Freigabe einer fertiggestellten Karte zur Reproduktion). KartenautorenDie im HAÖ vorgesehenen Karten erfordern teilweise umfangreiche wissenschaftliche, methodisch anspruchsvolle Bearbeitungen (insbesondere die "abgeleiteten" Karten), die an interessierte und inhaltlich kompetente Kartenautoren zu vergeben sind. Im Regelfall wird im Anschluss an eine Interessentensuche durch die Projektleitung die Beauftragung zur Erstellung eines Kartenentwurfs durch den Projektträger erfolgen. Das Layout der Karten sieht vor, dass die Autorenschaft, Datengrundlagen und andere urheberbezogene Informationen auf jeder einzelnen Karte klar ersichtlich sind. ZeitplanWie die Erfahrungen in den Nachbarländern Schweiz und Deutschland zeigen, ist ein hydrologischer Atlas als langfristiges Projekt zu sehen. Für den HAÖ wurde im Jahr 1998 ein Prototyp erstellt, der die Grundlage für die weitere Detailplanung darstellte. Die erste Lieferung mit 24 Kartentafeln wurde im März 2003 fertiggestellt, eine zweite Lieferung mit weiteren 16 Karten erschien im März 2005. Ebenfalls geplant ist eine dritte Lieferung für 2006, sodass ein Werk mit ca. 50 Kartentafeln vorliegen wird. Eine Weiterführung und Aktualisierung danach durch regionalhydrologische Untersuchungen ist möglich und anzustreben. Es erscheint allerdings weder möglich noch sinnvoll, das Projekt "HAÖ" im engeren Sinne für eine noch längere Gesamtlaufzeit zu planen. VertriebDer HAÖ kann über den Vertriebspartner "Österreichischer Kunst- und Kulturverlag" bezogen werden. |