I) a) Übersicht über die verschiedenen Arten von Kooperationsabkommen


1) MEMORANDUM OF UNDERSTANDING: (MoU)

Beschreibung:
lose Absichtserklärung der beiden Institutionen, in denen der Wille bekundet wird, in Zukunft zusammenarbeiten zu wollen Als Untergruppe dieser MoUs können Vereinbarungen angesehen werden, die lediglich abgeschlossen wurden, um gemeinsame Forschungsprojekte in einem gewissen Fachbereich durchführen zu können. Auch hier stehen seitens der Universität keinerlei Mittel zur Verfügung. Es soll durch den Vertrag nur signalisiert werden, dass die Universität an der Mitarbeit des betreffenden Instituts am internationalen Forschungsprojekt interessiert ist.

Aktivitäten: praktisch keine
(bzw. stark individuell abhängig, kann sich ändern)

Finanzielle Unterstützung seitens der Universität: keine (solange keine konkreten Aktivitäten geplant werden)

Perspektiven für die Zukunft:
alle MoUs können jederzeit aktiviert werden, sei es durch Vereinbarung eines regelmäßigen Studierenden- oder Gastvortragenden-Austausches, sei es durch gemeinsame Forschungsprojekte. Dies muss in einem konkreten Arbeitsprogramm, das von den FachkoordinatorInnen der beiden Universitäten unterzeichnet wird, genau definiert werden.

 

2) KOOPERATIONSVEREINBARUNGEN AUF FACHBEREICHSEBENE:

Beschreibung:
innerhalb einer bestimmten Fachrichtung gibt es konkrete Kontakte zwischen WissenschafterInnen, die zu gemeinsamen Aktivitäten in Lehre oder Forschung ausgebaut werden sollen; durch das Abkommen werden diese Aktivitäten wesentlich erleichtert bzw. gefördert; diese Vereinbarungen werden an der BOKU vom zuständigen Vertreter (von der zuständigen Vertreterin) des Fachbereichs abgeschlossen und vom Rektorat gegengezeichnet.

Aktivitäten:
KoordinatorInnen erstellen auf beiden Seiten ein jährliches Arbeitsprogramm, das konkrete Maßnahmen vorsieht. Diese KoordinatorInnen sind auch für die Abwicklung - in Kooperation mit dem ZIB - zuständig, es gibt Berichtspflicht.

Leistungen der Universität: finanzielle Zuschüsse für Kontaktbesuche u.ä.

Perspektiven für die Zukunft:
diese Art von Abkommen sollte sowohl im Hinblick auf die Intensivierung von Vortragendenaustausch als auch auf die Mitarbeit an gemeinsamen Forschungsprojekten verstärkt und (falls möglich) zu gesamtuniversitären Kooperationen ausgebaut werden, wobei interdisziplinäre Ansätze zu berücksichtigen sind. Zumindest innerhalb des Fachgebiets sind verschiedene Bereiche zu involvieren, bevor es zu einer schriftlichen Vereinbarung kommt. Interdisziplinäre, vernetzte Projektplanungen können dann seitens der Universität prioritär behandelt werden.

 

3) GESAMTUNIVERSITÄRE KOOPERATIONEN:

Beschreibung:
zumindest in 2 Studienprogrammen bzw. bei zwei Departements gibt es  Kontakte mit der Partneruniversität, die intensiviert werden sollen. Ziel der Zusammenarbeit soll entweder ein organisierter Studierenden- bzw. WissenschafterInnenaustausch oder die gemeinsame Entwicklung von Lehr- oder Weiterbildungsprogrammen sein.

In den meisten Fällen wird es sich um Kooperationen mit Institutionen außerhalb Europas handeln (weil innerhalb Europas bevorzugt ERASMUS Abkommen unterzeichnet werden sollten). Es gibt eine(n) Hauptkoordinator(in) sowie ggf. eine(n) Koordinator(in) für jede involvierte Studienrichtung; es wird jährlich ein Arbeitsplan erstellt, und am Ende des Jahres besteht Berichtspflicht.

Leistungen der Universität
: ein gewisser Prozentsatz der internationale Mittel steht für Kooperationsaktivitäten zur Verfügung.

Vorteile: Energien werden in gewissen Bereichen gebündelt, regelmäßige gemeinsame Projekte führen zu starkem Vernetzungsgrad, der wirkliche Synergien mit sich bringt; Joint-Study Programme ermöglichen es Studierenden, auch außerhalb von Europa problemlos Studienaufenthalte zu absolvieren.

Perspektiven für die Zukunft: diese Art von Abkommen lässt sich vornehmlich im Bereich der Lehre und Weiterbildung ausbauen; im Zusammenhang mit dem Aufbau von weiteren Joint-Study-Programmen sollte es auch sukzessive zur Entwicklung von gemeinsamen Lehrplanteilen/ Modulen kommen, um letztendlich Studierenden tatsächlich ein Studium zu ermöglichen, das aus in- und ausländischen Teilen zusammengesetzt ist und zu einem doppelten oder gemeinsamen Abschluss führt, wie z.B. das Masterprogramm mit der Lincoln Universität Neuseeland.