BRwiss / Fahrtkostenzuschuss Beamte


Hinweise für die Beantragung eines Fahrtkostenzuschusses (Beamte)

Bedienstete der BOKU, die dem BDG oder dem VBG unterliegen (das heisst, BeamtInnen und nicht in den Kollektivvertrag übergetretene ehemalige Vertragsbedienstete) können unter bestimmten Bedingungen einen Fahrtkostenzuschuss von der Universität erhalten.

 

Es müssen folgende Voraussetzungen gegeben sein:

  • Wohnort außerhalb des Dienstortes (Wegstrecke zwischen der Stadtgrenze und der nächstgelegenen Wohnung mehr als zwei Kilometer)
  • Diese Wegstrecke wird regelmäßig zurückgelegt.
  • Die notwendigen monatlichen Fahrtauslagen für das billigste öffentliche Beförderungsmittel übersteigen den Eigenanteil, welcher selbst zu tragen ist (Zone 100 im VOR).

Der Fahrtkostenzuschuss gebührt monatlich in der Höhe von 11 Zwölftel der notwendigen monatlichen (den Eigenanteil übersteigenden) Auslagen. Alle Tatsachen, die für den Anspruch, dessen Änderung oder Wegfall von Bedeutung sind, müssen binnen einer Woche schriftlich gemeldet werden.

Tipp: Falls Sie auf der Fahrt zu Ihrem Wohnort - nach der Zugfahrt - auch noch einen Bus benützen (könnten), so wird diese Wegstrecke auch berücksichtigt, wenn sie mehr als 2 Kilometer beträgt.

Der Anspruch entsteht erst ab dem auf die Antragstellung folgenden Monatsersten. Ein Antragsformular finden Sie auf den Webseiten der Personalabteilung: http://www.boku.ac.at/fileadmin/_/personalabteilung/Formulare/Formulare/Fahrtkostenzuschuss.doc

NEU (Mai 2008): Mit Wirkung vom 1. Jänner 2008 wurde durch die 2. Dienstrechts-Novelle 2007 der Fahrtkostenzuschuss gemäß § 20b GehG umfassend neu gestaltet sowie für BezieherInnen eines Fahrtkostenzuschusses nach dem bisherigen § 20b GehG die Übergangsregelung des § 113i GehG geschaffen.
Gleichzeitig wurde der Fahrtkostenzuschuss (wie auch die Jubiläumszuwendung) aus der Aufzählung der Nebengebühren im § 15 Abs. 1 GehG herausgenommen (diese umfasst nur mehr die rein tätigkeitsbezogenen Nebengebühren). Der Fahrtkostenzuschuss gilt jedoch nach wie vor als Aufwandsentschädigung und ist als pauschaler Zuschuss zu den Fahrtkosten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte zu verstehen. Damit wird auch eine wesentliche Verwaltungsvereinfachung erzielt.

Link zu detaillierter Erklärung der Neuregelung (pdf, 102 kB)

In der Dienstrechtsnovelle 2008 wurde der §113i GehG nochmals zugunsten der Beschäftigten nachgebessert, so dass keine Verschlechterung für die bisherigen BezieherInnen eintritt.

Auszug aus dem Gehaltsgesetz 1956 (alte Regelung)


Fahrtkostenzuschuss

  § 20b. (1) Dem Beamten gebührt ein Fahrtkostenzuschuß, wenn
    1. die Wegstrecke zwischen der Dienststelle und der
       nächstgelegenen Wohnung mehr als zwei Kilometer beträgt,
    2. er diese Wegstrecke an den Arbeitstagen regelmäßig zurücklegt
       und
    3. die notwendigen monatlichen Fahrtauslagen für das billigste
       öffentliche Beförderungsmittel, das für den Beamten
       zweckmäßigerweise in Betracht kommt, den Fahrtkostenanteil
       übersteigen, den der Beamte nach Abs. 3 oder 3a selbst zu
       tragen hat.
  (2) Soweit für Wegstrecken zwischen der nächstgelegenen Wohnung und
der Dienststelle ein öffentliches Beförderungsmittel nicht in
Betracht kommt und diese Wegstrecken in einer Richtung mehr als zwei
Kilometer betragen, sind die monatlichen Fahrtauslagen hiefür nach
den billigsten für Personenzüge zweiter Klasse in Betracht kommenden
Fahrtkosten - gemessen an der kürzesten Wegstrecke - zu ermitteln.
  (3) Der Fahrtkostenanteil, den der Beamte selbst zu tragen hat
(Eigenanteil), beträgt 45 Euro monatlich, jedenfalls aber die Kosten
eines vom Beamten zu benützenden innerstädtischen
Massenbeförderungsmittels im Dienstort.
  (3a) Müssen vom Beamten im Dienstort mehrere innerstädtische
Massenbeförderungsmittel benützt werden, die nicht miteinander in
Tarifgemeinschaft stehen, so ist für die Berechnung der Kosten des
innerstädtischen Massenbeförderungsmittels jenes
Massenbeförderungsmittel heranzuziehen, dessen monatliche Kosten den
im Abs. 3 angeführten Betrag am weitesten übersteigen.
  (4) Der Fahrtkostenzuschuß gebührt im Ausmaß von elf Zwölfteln des
Betrages, um den die notwendigen monatlichen Fahrtauslagen (Abs. 1
Z 3) den Eigenanteil übersteigen.
  (5) Kein Bestandteil der monatlichen Fahrtauslagen sind die Kosten
für einen Ermäßigungsausweis eines öffentlichen Beförderungsmittels.
Diese Kosten sind, sofern der Beamte Anspruch auf Auszahlung eines
Fahrtkostenzuschusses hat, gemeinsam mit dem Betrag zu ersetzen, der
für den auf die Geltendmachung dieser Kosten folgenden übernächsten
Monat gebührt.
  (6) Der Beamte ist vom Anspruch auf Fahrtkostenzuschuß
       ausgeschlossen, solange er
    1. Anspruch auf Leistungen nach den §§ 22 und 34 der
       Reisegebührenvorschrift 1955, hat, oder
    2. aus Gründen, die er selbst zu vertreten hat, mehr als 20 km
       außerhalb seines Dienstortes wohnt.
  (7) Auf den Anspruch und das Ruhen des Fahrtkostenzuschusses
ist § 15 Abs. 5 sinngemäß anzuwenden.
  (8) Der Beamte hat alle Tatsachen, die für das Entstehen oder den
Wegfall des Anspruches auf Fahrtkostenzuschuß oder für die Änderung
seiner Höhe von Bedeutung sind, binnen einer Woche schriftlich zu
melden. Wird die Meldung später erstattet, so gebührt der
Fahrtkostenzuschuß oder seine Erhöhung von dem der Meldung folgenden
Monatsersten oder, wenn die Meldung an einem Monatsersten erstattet
wurde, von diesem Tage an. In den übrigen Fällen wird die
Neubemessung des Fahrtkostenzuschusses mit dem auf die Änderung
folgenden Monatsersten oder, wenn die Änderung an einem Monatsersten
erfolgte, mit diesem Tage wirksam.
  (9) Der Fahrtkostenzuschuß gilt als Aufwandsentschädigung.