Bildungskarenz / -urlaub / Sabbatical


Bildungskarenz/-urlaub/Sabbatical

Bildungskarenz/Sabbatical ist eine berufliche Auszeit für Weiterbildung.

An der BOKU gibt es Betriebsvereinbarungen welche konkret Bildungsurlaub / Sabbatical regeln.

Die Bildungskarenz oder das sogenannte „Sabbatical“ kann unter bestimmten Voraussetzungen in Anspruch genommen werden.

Für MitarbeiterInnen nach Kollektivvertrag gilt:
(§ 11 KV)
(1) Durch Betriebsvereinbarung kann allen ArbeitnehmerInnen nach jeweils sieben
Jahren ununterbrochener Beschäftigung bei der betreffenden Universität ein Anspruch
auf Freistellung von der Arbeitsleistung mit oder ohne Fortzahlung des Entgelts für  Weiterbildungszwecke im Höchstausmaß von jeweils zwei Monaten eingeräumt werden.
§ 33 bleibt unberührt.
(2) Zeitpunkt und Dauer der Freistellung sind mit der Universität zu vereinbaren. In dieser
Vereinbarung sind auch die Ziele der Weiterbildung festzulegen.
(3) Durch Betriebsvereinbarung kann für alle ArbeitnehmerInnen, die länger als sieben
Jahre ununterbrochen bei der betreffenden Universität beschäftigt sind, ein Anspruch auf
Herabsetzung der wöchentlichen Arbeitszeit in einem mehrjährigen Zeitraum zur Erreichung
einer geblockten Freistellung von der Arbeitsleistung am Ende dieses Zeitraums
vorgesehen werden. Ein solcher Anspruch auf Sabbatical kommt nur in Betracht, wenn kein
wichtiger dienstlicher Grund entgegensteht.

Für Vertragsbedienstete gilt:
(§ 20 a VBG)
(1) Mit einem/einer Vertragsbediensteten kann eine Dienstfreistellung in der Dauer von mindestens sechs und höchstens zwölf Monaten gegen anteilige Kürzung der Bezüge innerhalb einer Rahmenzeit von zwei bis fünf vollen Jahren vereinbart werden, wenn
1. keine wichtigen dienstlichen Gründe entgegenstehen und
2. der/die Vertragsbedienstete seit mindestens fünf Jahren im Bundesdienst steht.
(2) Beginn und Dauer der Rahmenzeit sowie Beginn und Ende der Freistellung sind schriftlich zwischen Vertragsbediensteten/r und Personalstelle zu vereinbaren. Die Personalstelle darf eine derartige Vereinbarung nicht eingehen, wenn für die Dauer der Freistellung voraussichtlich eine Vertretung erforderlich sein wird und nicht gewährleistet ist, dass die erforderliche Vertretung entweder durch einen geeigneten vorhandenen Bundesbediensteten oder durch einen ausschließlich zum Zweck dieser Vertretung in ein befristetes vertragliches Dienstverhältnis aufzunehmenden geeigneten Bundesbediensteten wahrgenommen werden können wird.
(3) Die Freistellung darf im Falle einer zwei- oder dreijährigen Rahmenzeit erst nach Zurücklegung einer einjährigen und im Falle einer vier- oder fünfjährigen Rahmenzeit erst nach Zurücklegung einer zweijährigen Dienstleistungszeit angetreten werden. Sie ist ungeteilt zu verbrauchen. Der/die Vertragsbedienstete darf während der Freistellung nicht zur Dienstleistung herangezogen werden.
(4) Während der übrigen Rahmenzeit (Dienstleistungszeit) hat der Vertragsbedienstete entsprechend demjenigen Beschäftigungsausmaß, das für ihn ohne Sabbatical gelten würde, Dienst zu leisten.
(5) Auf Ansuchen des Vertragsbediensteten kann das Sabbatical beendet werden, wenn keine wichtigen dienstlichen Interessen entgegenstehen.
(6) Das Sabbatical endet bei
1. Karenzurlaub oder Karenz,
2. gänzlicher Dienstfreistellung oder Außerdienststellung,
3. Präsenz-, Ausbildungs- oder Zivildienst,
4. Suspendierung,
5. unentschuldigter Abwesenheit vom Dienst oder
6. Beschäftigungsverbot nach dem MSchG,
7. sobald feststeht, dass der jeweilige Anlass die Dauer eines Monats überschreitet.

Genereller Hinweis:
Das AMS unterstützt durch das sogenannte „Weiterbildungsgeld“ Personen in Bildungskarenz.


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