Unternehmensgründung an der BOKU


Ausgangslage

Wesentlich bei einer Spin-Off Gründung ist, dass das Geschäftsmodell auf Basis von neuen wissenschaftlichen Verfahren oder der Nutzung von Forschungsergebnissen der Universität beruht. Es gibt daher eine enge Anbindung bzw. vertragliche Verbindungen zwischen BOKU und Spin-Off. Ausgangslage ist somit oftmals eine Erfindungsmeldung, ein Patent oder Know-How, welches an der Universität geschaffen wurde.

Beziehung zur Universität - Beteiligung oder Kooperation?

Die Rolle der BOKU bei der Ausgründung von Spin-Offs kann sowohl in Form von Infrastruktur- bzw. Lizenzabkommen oder aus strategischen Gründen auch in Form einer Beteiligung erfolgen. Wichtiges Kriterium für die Auswahl der jeweils passenden Form ist die weiterführende Unternehmensstrategie und die Art der Involvierung der Universität an den Aktivitäten des Spin-Off. 

Die Nutzung von BOKU-Räumlichkeiten (Büro oder Labor) wird auf Basis einer Infrastruktur-Vereinbarung und in Absprache mit der Department-Leitung ermöglicht. Bei der Nutzung von BOKU-IPR durch ein Spin-Off werden die Rahmenbedingungen der IPR-Richtlinie bedacht und darauf aufbauend Lizenzvereinbarungen geschlossen.

Die notwendige Darstellung von möglichen Interessenskonflikten von BOKU-Angestellten, die gleichzeitig auch ein Spin-Off gründen, ist eine wichtige Aufgabe beider Partner während des Gründungsprozesses. Durch die saubere Trennung von Aufgaben und Zuständigkeiten werden Probleme u.a. bei Förderungen vermieden.

first steps - was kommt nach der Idee?

Im ersten Gespräch, zwischen Forscherin/Forscher und dem Forschungsservice/Technologietransfer, wird die Gründungsidee besprochen. Auf Grundlage der „BOKU Spin Off Leitlinie“ werden alle relevanten Aspekte und Herausforderungen diskutiert. Der Fragenkatalog dient als Hilfestellung und kann schon vor dem Erstgespräch für Überlegungen dienen. Beim Erstgespräch wird außerdem die Möglichkeit der Teilnahme am AplusB-Programm (INiTS, accent) besprochen. Je früher alle Aspekte beleuchtet und im besten Fall geklärt werden, desto leichter wird die Gründung fallen.

Während des Prozesses der Gründung steht eine Ansprechperson im Forschungsservice als „Gründungscoach“ zur Verfügung. Der oder die „Gründungscoach“ begleiten die Forscherinnen und Forscher von der ersten Kontaktaufnahme, über die Gründung bis zur Unterschrift etwaiger IP-Verträge zwischen BOKU und Spin-Off.

externe Unterstützung - INiTS & accent

INiTS (Wien) und accent (NÖ/Tulln) sind Kooperationspartner der BOKU und unterstützen Forscherinnen und Forscher bei der Gründung. Im Erstgespräch wird abgeklärt, ob eine Bewerbung bei einem der beiden Gründungsservices Sinn macht und danach der Kontakt hergestellt. Außerdem empfehlen wir, an den zahlreichen Veranstaltungen teilzunehmen um andere Gründerinnen und Gründer kennen zu lernen. Eine kurze Beschreibung von INiTS und accent und Links zu den Seiten finden Sie hier.

BOKU Gründerzentren

Das 2015 neu etablierte BOKU-accent Gründerzentrum Tulln gibt professionelle Unterstützung bei Gründungsprojekten durch individuelle Betreuung und Beratung. Geboten wird den Teilnehmerinnen und Teilnehmern im Gründerzentrum unter anderem die Unterstützung in der Entwicklung eines nachhaltigen Geschäftskonzeptes, die Identifikation von Partnern aus Industrie, Finanz- und Förderwesen, die Entwicklung einer geeigneten Strategie sowie die Vorbereitung zur Aufnahme in das accent Gründerprogramm und Unterstützung bei diversen Finanzierungsmöglichkeiten. Nähere Informationen zu Anmeldung und Aufnahme erhalten Sie beim Team Technologietransfer.

Um diese Rahmenbedingungen auch an der Türkenschanze und in der Muthgasse zu schaffen, wird auch an diesen Standorten der Aufbau von Gründerzentren angestrebt. Wie in Tulln sollen  in der Anfangsphase drei bis vier Raumeinheiten zu Verfügung stehen.

Download Factsheet