Die sozialen Krisen und die Umweltpolitik in den Sahel-Ländern am Beispiel Mali                   

Selbst Alltagsprobleme wie die Reinigung öffentlicher Plätze, die Pflege grüner Flächen und die Organisation der Müllbeseitigung werden heute in der Krise in den Sahelländern immer mehr zu einer Herausforderung für die Regierenden und die verschiedenen sozialen Gruppen. Die aktuelle Lage wird zusätzlich dadurch komplexer, dass die jungen Menschen durch ihren intensiven Einsatz neuer Informations- und Kommunikationstechnologien einen eindeutigen Vorsprung gegenüber den Älteren haben. Die Müllinitiativen (sog. GIE), welche von jungen Diplomierten gegründet wurden, waren bisher erfolgreich und haben auf lange Sicht Pläne schmieden können. Aber sie verfügten nicht über die in diesem Bereich notwendigen finanziellen Mittel, zur nachhaltigen Umsetzung von längerfristigen Maßnahmen. Darüber hinaus sind sie nicht diejenigen, die in dieser traditionell von rein gerontologischen Prinzipien geleiteten Gesellschaft über die Entscheidungsmacht verfügen. Zugleich führen neue Begriffe, die heute Teil des Wortschatzes sind, wie: Umweltverschmutzung, Ökologie, Umweltschutz, Ökosystem usw., zu einer Entfremdung der Älteren. Diese haben keinen direkten Zugang mehr zu dem neuen Wissen; sie verfügen nicht über das notwendige Rüstzeug, um Zukunftspläne zu machen und werden aus diesem Grund immer abhängiger von den jungen Generationen.

310114, 19:00, Salon rouge, Institut français d'Autriche, Palais Clam-Gallas, Währinger Straße 30, 1090 Wien

In französischer Sprache mit Simultanübersetzung. Eintritt frei. 

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20.01.2014