Pichler


Die Bodenkultur - Journal for Land Management, Food and Environment

W. A. Pichler und J. J. Frickh:

Untersuchung über den Einsatz von Sonnenblumenextraktionsschrot und Futtererbse in der Jungstiermast

Zusammenfassung

Die vorliegende Untersuchung sollte Antwort auf die Frage geben, welche Auswirkungen der Austausch von Sojaextraktionsschrot in den Mastrationen durch Sonnenblumenschrot bzw. die Kombination von Sonnenblumenextraktionsschrot und Futtererbse auf die Mastleistung und den Schlachtkörperwert von Jungmaststieren hat. Für diesen Versuch wurden 98 männliche Fleckviehkälber eingestellt, welche auf sechs Versuchsgruppen aufgeteilt wurden. Die Fütterung erfolgte ad libitum mit pelletierten Fertigfuttergemischen, wobei angestrebt wurde, die Rationen isoenergetisch und isonitrogen zu gestalten, um die Wirkung der Rohproteinquellen besser beobachten zu können. Der Versuch wurde vom 125. Lebenstag (LT) bis zum 365. LT – bei einem Teil der Tiere bis zum 425. LT – geführt.

Bei den Lebendmassen am 365. LT bzw. 425. LT sind keine signifikanten Unterschiede zwischen den Versuchsgruppen aufgetreten. Am 365. LT sind die Lebendmassen bei den einzelnen Versuchsgruppen wie folgt: K 432,0 kg, I 448,5 kg, II 431,3 kg, III 442,4 kg, IV 435,0 kg und V 446,7 kg. Am 425. LT haben die Lebendmassen folgende Werte: K 510,4 kg, I 515,3 kg, II 518,2 kg, III 497,0 kg, IV 491,0 kg und V 524,1 kg.

Beim Merkmal Rohproteinaufnahme wurden teilweise signifikante Gruppenunterschiede festgestellt, nicht aber in den Merkmalen Trockenmasse- und Energieaufnahme. Auch bei den Merkmalen des Schlachtwertes haben die Rohproteinquellen keine signifikanten Einflüsse. Nur die Mastdauer übt auf einige Merkmale des Schlachtwertes (Zweihälftengewicht, Ausschlachtung, Knochenanteil) einen signifikanten Einfluss aus. Sonnenblumenextraktionsschrot aus entschälter Saat kann daher in der Jungstiermast mit gleich gutem Erfolg wie Sojaextraktionsschrot eingesetzt werden.

Schlagworte: Rindermast, Sonnenblumen, Erbsen, Mastleistung, Schlachtleistung.