Šimunić


Die Bodenkultur - Journal for Land Management, Food and Environment

I Šimunić, F. Tomić, M. Mesić und I. Kolak:

Stickstoffauswaschung aus entwässertem Boden

Zusammenfassung

Forschungsziel war es, beim Anbau von Ackerkulturen auf hydromelioriertem Gleyic Podzoluvisolboden in Mittelposavina den Einfluss von Entwässerungsvarianten mit unterschiedlichen Drainrohrabständen auf die Konzentration und die Menge des ausgewaschenen Stickstoffs zu erforschen. Die Messungen des ausgewaschenen Stickstoffs wurden bei vier Drainrohrvarianten mit verschiedenen Abständen durchgeführt (15 m, 20 m und 30 m).

In jedem Untersuchungsjahr wurde auf allen Varianten die gleiche Kultur angebaut und die gleiche Agrotechnik angewendet.

Die Ergebnisse zeigen, dass die Niederschlagsmengen während des Untersuchungszeitraumes wesentlich die Dynamik der Stickstoffauswaschung in allen untersuchten Varianten beeinflusst haben.

Die Gesamtmenge des Drainabflusses war sowohl innerhalb jedes Untersuchungsjahres zwischen den getesteten Varianten als auch zwischen den Forschungsjahren verschieden.

Im Jahre l996 schwankte der Drainabfluss von 77 l.m-2 (oder 8.4 % von der Gesamtjahresniederschlagsmenge) bis 82 l.m-2 (8,9 %); im Jahre 1997 von 13 l.m-2 (1,6 %) bis 23 l.m-2 (2,8 %) und im Jahre l998 von 185 l.m-2 (18.5 %) bis 194 l.m-2 (19.4 %).

Die maximale NO3-N Konzentration überschritt in allen Varianten den Wert von 10 mg/l, während die jährlichen Durchschnittskonzentrationen niedriger oder höher als 10 mg/l waren.

Stickstoffkonzentrationen über 10 mg/l sind während der Regenzeiten und nach der Düngung registriert worden.

Die durchschnittliche Konzentration von NH4-N war meistens höher als 0,1 mg/l, wobei der maximale Wert bis 2.9 mg/l stieg. Die Menge des ausgewaschenen Stickstoffs differierte nach Jahren und nach Untersuchungsvarianten.

Im Jahr 1997 war der Gehalt an ausgewaschenem Stickstoff am geringsten. Die Mengen variierten zwischen 3.1 kg/ha (oder 1.8 % der gesamt zugeführten Stickstoffdünger-Menge) und 5.5 kg/ha (3.2 %). Der Anteil an ausgewaschenem Stickstoff war im Jahr 1998 am höchsten. Die Mengen streuten von 15.5 kg/ha (7.6 %) bis 19.8 kg/ha (9.8 %). Die Varianzanalyse ergab innerhalb der einzelnen Untersuchungsjahre keine statistisch signifikanten Unterschiede bei der Konzentration von NO3-N und NH4-N im Drainwasser. Auch hinsichtlich der Menge an ausgewaschenem Stickstoff treten zwischen den getesteten Drainrohr-Abstandsvarianten keine (auf dem Niveau P = 0,05 bzw. 0,01) signifikanten Differenzen auf.

Die Differenzen bei der Stickstoffauswaschung werden sowohl durch das Klima bzw. die Menge und die Verteilung der Niederschläge, als auch durch die angebauten Kulturen bzw. deren Entwicklung, durch die Fruchtfolge und durch Art sowie Zeitpunkt pflanzenbaulicher Eingriffe bedingt.

Schlagworte: Auswaschung, Stickstoff, Wasser, Gleyic Podzoluvisol.