Zeller


Die Bodenkultur - Journal for Land Management, Food and Environment

F. J. Zeller:

Sorghumhirse (Sorghum bicolor L. Moench): Nutzung, Genetik, Züchtung

Zusammenfassung

Die Sorghumhirse ist mit einer Produktion von mehr als 68 Mio. Tonnen weltweit die fünft-wichtigste Getreideart.

Die Pflanze hat im Nordosten Afrikas im Gebiet des Tschadsees ihren Ursprung. Dort findet man in wilden und kultivierten Formen noch heute eine umfangreiche, genetische Variabilität. In dieser Gegend wurde Sorghumhirse vor 8.000 bis 10.000 Jahren erstmals domestiziert. Durch Nutzung von Mutanten für veränderten Blühzeitpunkt und Wuchshöhe sowie durch Verbesserung der Toleranz gegenüber biotischen und abiotischen Stressfaktoren konnte Sorghum an neue Umweltbedingungen angepasst werden. In fast allen Industrieländern und einigen Entwicklungsländern werden heute Hybridsorten angebaut. Dadurch nahmen die Erträge stark zu. Durch Nutzung der breiten, in der Sorghumhirse vorhandenen genetischen Variabilität, können in Zukunft weitere Verbesserungen in der Ertragsleistung, Resistenz gegenüber Striga, Krankheiten und Schädlingen sowie in der Qualität erwartet werden.

Schlagworte:  Sorghum-Anen, Herkunft, Domestikation, Cytogenetik, genetische Diversität, Resistenz, Hybridsorten.