Gräber


Die Bodenkultur - Journal for Land Management, Food and Environment

S. Gräber, R. Erhardt, K. Sommer und M. Kuhn:

Entspelzungsversuche an Dinkel mittels eines Druckluft-Prallentspelzers

Zusammenfassung

Mit einem Druckluft-Prallentspelzer läßt sich Dinkel gut entspelzen. Die Parameter, mit denen der Entspelzer betrieben wird, müssen so gut wie möglich der Probe angepaßt werden. Der Arbeitsdruck muß, je nach Produktfeuchte, einen gewissen Wert erreichen, um die Spelzen auf Zubrechen. Wird dieser Wert deutlich überschritten, trifft vermehrt Bruchkornbildung auf. Eine große Probenmenge "schützt" die Vesen vor dem Entspelzen: der Schälgrad wird schlechter.

Eine längere Durchlaufzeit erhöht die Bruchkornbildung, kann aber fehlenden Arbeltsdruck nicht ersetzen.

Die in dieser Arbeit angegebenen Betriebsoptima für Dinkel verschiedener Feuchten berücksichtigen die oben angeführten Zusammenhänge. Ob sie allerdings auf jede Aufgabenstellung unreflektiert zu übertragen sind, ist zweifelhaft.

Denn der Rohstoff Dinkel kann sich, je nach Sorte, Anbauort, Anbaujahr usw. unterschiedlich verhalten, so daß es eigentlich nötig wäre, für jeden Rohstoff eine separate Optimierung durchzuführen. Eine andere Vorgehensweise ist die, mit definierten Bedingungen die Entspelzung durchzuführen und die Resultate als Spezifika der einzelnen Proben zu betrachten.

Auch ist zu beachten, daß der Labor-Druckluftprallentspelzer, obwohl er äußerlich immer ähnlich aussieht, in mehreren Ausführungen auf dem Markt ist. Gerade die geometrischen Dimensionen wie Pralltopfgröße, Druckluftkanaldurchmesser und Zyklongröße und auch die Saugleistung sind von entscheidender Bedeutung für das Entspelzungsergebnis.

Schlagworte:  Dinkel, Entspelzen, Prallentspelzer.