Zeller


Die Bodenkultur - Journal for Land Management, Food and Environment

V. Zeller, E. Kandeler und V. Mair:

N-Dynamik in montanen Dauerwiesen mit unterschiedlicher Bewirtschaftungsintensität

Zusammenfassung

Ziel der Arbeit war die Untersuchung der N-Dynamik in montanen Dauerwiesen bei unterschiedlicher Bewirtschaftungsintensität. Verglichen wurden drei Mähwiesen (extensiv, mittelintensiv und intensiv) auf kolluvialen Böden und eine Mähwiese (mittelintensiv) auf einer Braunerde. In 6-wöchigem Abstand wurden von April bis September 1995 der mikrobielle Biomasse-N, die Nmin-Gehalte und die Nettostickstoffmineralisation (NNM) in einer Tiefe von 0-20 cm verfolgt.

Die Flächen des Bodentyps Kolluvium zeigten eine Zunahme des mikrobiellen Biomasse-N Nmin- und Norg- Gehalts von extensiver zu mittelintensiver Bewirtschaftung. Die intensive Fläche wies im Vergleich mit der mittelintensiven Fläche im allgemeinen ähnliche Nmin-Gehalte, aber geringere Biomasse-N und Norg-Gehalte auf. Die mittelintensive Fläche des Bodentyps Kolluvium unterschied sich durch deutlich höhere Biomasse-N-3 Nmin -und Norg -Gehalte von der mittelintensiven Fläche auf Braunerde. Das Verhältnis von mikrobiellem Biomasse-N zum Gesamt-N (Nmik/Norg) war. In der extensiven Fläche am kleinsten. Die NNM war in der intensiven Fläche am größten, jedoch konnten die Unterschiede aufgrund der hohen räumlichen Variabilität nur zur mittelintensiven Fläche auf Braunerde statistisch abgesichert werden. Bei Gegenüberstellung der NNM (mittelintensiv auf Braunerde 126, mittelintensiv und intensiv auf Kolluvien 153, bzw. 251 kg N ha-1 24 Wo-1) mit dem N-Entzug durch Schnittnutzung (mittelintensiv auf Braunerde 139, mittelintensiv und intensiv auf Kolluvien 208, bzw. 283 kg N ha-1) zeigte sich mit Ausnahme der extensiven Fläche eine gute Übereinstimmung der Werte. Die N-Nachlieferung aus der NNM und die N-Entzüge waren jedoch im zeitlichen Verlauf nicht immer gleich groß.

Schlagworte:  Bewirtschaftungsintensität, mikrobieller Biomasse-N, Dauerwiesen, N-Dynamik, Nettostickstoffmineralisation.