Kompetenzfeld 5: Lebensmittel – Ernährung – Gesundheit


Lebensmittel – Wertschöpfungskette Lebensmittelqualität und –sicherheit Ernährung

Eine quantitativ ausreichende Ernährung des Menschen mit qualitativ hochwertigen Lebensmitteln ist ein zentrales gesellschaftliches Grundbedürfnis. Im Sinne eines umfassenden Qualitätsbegriffs sind dabei neben der Produktqualität im engeren Kontext die Erzeugungsqualität (z.B. Auswirkungen von Produktion und Verarbeitung auf die ökologische und soziale Umwelt, ethische Aspekte der Tier- und Pflanzenproduktion), ökonomische Aspekte und die Lebensmittelsicherheit entlang der gesamten Wertschöpfungskette von eminenter Bedeutung. Fragen der Nachhaltigkeit, unter anderem die Vermeidung von Abfall, gewinnen in diesem Kontext zunehmend an Gewicht.

Als weitere wichtige Faktoren sind eine ausgewogene Ernährung sowie ihr Beitrag zur Erhaltung der Gesundheit und des Wohlbefindens des Menschen in den Blickpunkt des wissenschaftlichen und öffentlichen Interesses gerückt. Die Grundvoraussetzungen dafür werden einerseits in der landwirtschaftlichen Primärproduktion durch Züchtungserfolge und Produktionsmanagement in der pflanzlichen und tierischen Erzeugung geschaffen, andererseits in der Verarbeitung zu hochwertigen Lebensmitteln. Hier spielen insbesondere die Optimierung der Herstellungsprozesse sowie der Produkte im Hinblick auf die Einhaltung höchster Qualitätsstandards, die Akzeptanz beim Verbraucher und effiziente Ressourcennutzung eine wichtige Rolle. 

Zur Sicherung und Kontrolle der Lebensmittelqualität, -authentizität und Herkunft entlang der gesamten Lebensmittelversorgungskette werden an der BOKU Methoden mit hohem Innovationspotenzial in mehreren inter- und transdisziplinären wissenschaftlichen Ansätzen entwickelt. Die an der BOKU etablierte Expertise der Agrarwissenschaften und der Lebensmittelwissenschaften und -technologie ist in dieser Konstellation einzigartig in Österreich und in nationalen und internationalen Netzwerken gut verankert. Diese herausragende Bedeutung stellt sich unter anderem im internationalen, von der BOKU geleiteten Master-Studienprogramm „Safety in the Food Chain“ dar.