Kompetenzfeld 2: Wasser – Atmosphäre – Umwelt


Aquatische Ökosysteme und Wasserwirtschaft Klima, Klimawandel und Luftschadstoffe Abfallwirtschaft

Im Kompetenzfeld Wasser - Atmosphäre - Umwelt werden in enger Kooperation mit den anderen Kompetenzfeldern Konzepte, Modelle, Technologien, Vorhersage- und Monitoringmethoden samt Risikoabschätzung für ein verbessertes Verständnis und nachhaltiges Management der Umwelt in ihrer Gesamtheit als Ökosystem entwickelt. Diese Arbeiten haben vor dem Hintergrund der Ressourcenknappheit und Werterhaltungen, des globalen Wandels der Weltwirtschaft, sozialer Systeme, und der Umwelt (z.B. Klimawandel) besondere Bedeutung erlangt. BOKU-spezifisch sind die ausgeprägte Forschungs- und Lehrkompetenz im Bereich Wasser und Gewässer sowie der Interaktionen und Stoffumsetzungsprozesse im System Wasser-Boden-Pflanzen-Atmosphäre. Ebenso fließen folgende Thematiken ein: Wasserkreislauf, Wasserwirtschaft, Wasserbau (Integriertes Hochwassermanagement, Wasserkraft, Schifffahrt, Feststoffhaushalt, Flussbau und -rückbau), Wassernutzung, Wasserver- und Abwasserentsorgung, Wasseranalyse, Wassergüte, kreislauforientierte Sanitätssysteme, Erosion und Bodenwasserschutz, ökologische Gewässerfunktionen, Hydrobiologie und Aquakultur und andere. Der Schwerpunkt der Forschung zum Klimawandel liegt in der Ermittlung seiner lokalen Ausprägungen und deren Folgen auf Ökosysteme, Wirtschaft und Gesellschaft. Umweltauswirkungen fossiler, nuklearer und regenerativer Energienutzung, atmosphärische Spurenstoffe und deren Dispersion in der Atmosphäre, atmosphärische Strahlung, Stadtklima sowie Agrar- und Biometeorologie zählen ebenfalls zu den wichtigen Forschungsthemen. Eine kritische Analyse der aktuellen wie potentiellen (grenzüberschreitenden) Umweltauswirkungen und Risiken der Kerntechnologie (Ressourcenproblem, Anlagensicherheit, Abfallbehandlung, Kernwaffenproblematik, u.a.) tritt hinzu. Die Abfallwirtschaft an der BOKU verfolgt eine interdisziplinäre systemische Betrachtung über den gesamten Produktlebenszyklus unter grundsätzlicher Berücksichtigung des Ressourcen- und Vermeidungsaspekts. Schwerpunkte der Forschung liegen bei Abfallvermeidungsmaßnahmen, der Schließung von Stoffkreisläufen, der emissionsarmen Verwertung und Behandlung von ausgewählten Abfallströmen (z.B. Elektroaltgeräte, biogene Abfälle, „Nano-Abfälle“)sowie bei der Nachsorge und dem Monitoring von Deponien und Altablagerungen. 

Es gibt keine andere österreichische Einrichtung, die eine ähnlich umfangreiche Zuständigkeit für den Wasser- und Umweltsektor in Lehre und Forschung anbieten kann. Die unabhängige, kritische, wissenschaftliche Nuklearexpertise ist ein weiteres Alleinstellungs-merkmal.