Preisverleihung am 30. Jänner 2017


Preise für exzellente Forschung an BOKU

Im Rahmen der von Hubert Christian Ehalt gestalteten Wiener Vorlesungen -  die BOKU-Professorin Lilli Licka referierte über „Ein Park ist kein Park! Soziales Grün im urbanen Zeitalter“ - wurden am 30. Jänner 2017 vom „Jubiläumsfonds der Stadt Wien für die BOKU“ Preise für exzellente Forschungsprojekte vergeben. Der im Jahr 2012 von der Stadt Wien anlässlich des 140-jährigen Bestehens der BOKU ins Leben gerufene Forschungsförderungsfonds schlägt eine Brücke zwischen der Universität für Bodenkultur und der Stadt Wien.

Ausgezeichnet wurde in drei Bereichen: Forschungsprojekte, Top-Publikationen und herausragende Masterarbeiten.

Geehrt wurden die PreisträgerInnen des Jahres 2016, wovon drei Research Funding-Projekte zum Thema „Bewahrung und Entwicklung von Lebensraum und Lebensqualität“ prämiert wurden.

So beschäftigt sich Christian Fikar in seinem mit € 70.000 dotierten Research Funding Projekt „Entscheidungsunterstützung für innovative und nachhaltige Logistik im Lebensmittelversandhandel“ mit Lebensmitteleinkäufen über das Internet, die sich zunehmender Beliebtheit erfreuen. Während beim traditionellen, stationären Einkauf im Lebensmitteleinzelhandel die KundInnen das Produkt nach eigenen Präferenzen wählen, wird diese Entscheidung im Lebensmittelversandhandel vorwiegend vom Anbieter oder Logistikdienstleister übernommen. Dabei entsteht ein interessanter Zielkonflikt, der in diesem Projekt im Detail analysiert wird.

Sabine Hille hat mit ihrem ebenfalls mit € 70.000 dotierten Projekt „Das Rebhuhn (Perdix perdix) in Wien: Bestandsentwicklung und Habitatpräferenzen“ die Bestände des Rebhuhns analysiert.  Europaweit und in Österreich ist das Rebhuhn mittlerweile in der Roten Liste der gefährdeten Vogelarten als „Threatened“ (Gefährdet) eingestuft. Darüber hinaus ist das Rebhuhn in einigen Bundesländern Österreichs bereits ausgestorben. In Kooperation mit der Wiener Umweltschutzabteilung, Landwirten und Jägern sollen Maßnahmen für den Schutz des Rebhuhns in Wien erarbeitet werden.

„Wie artenreich sind die Dächer Wiens? Erfassung, Analyse und Bewertung der Pflanzenvielfalt von extensiven Dachbegrünungen im Vergleich von Flachdächern mit spontanem Vegetationsaufkommen in Wien“, das mit € 35.000 dotierte Projekt von Katharina Lapin beschäftigt sich mit zunehmend weniger werdenden freien, unverbauten Flächen in der Stadt, auf denen sich Pflanzen ansiedeln können. Da es wenige Untersuchungen über die Auswirkungen von Dachbegrünungen auf die Biodiversität von Städten gibt, soll mit diesem Projekt der Fokus wieder auf die ökologische Funktion von Dachbegrünungen und die Auswirkungen auf die Artenvielfalt der Pflanzen in der Stadt gelegt werden.

Weiters wurden drei Top-Publikationen der BOKU (Best Paper Award) mit je 3.000 Euro ausgezeichnet, die Themenfelder waren hier für alle Bereiche der BOKU offen.

Schließlich gab es noch den BOKU Talent Award für herausragende wissenschaftliche Abschlussarbeiten: Hier wurden fünf Masterarbeiten mit je 1.500 Euro und drei Dissertationen mit je 3.000 Euro ausgezeichnet. Auch hier waren die Themenfelder offen.