Filme seit 2011


Filme seit 2011

BOKU-KINO: FILMREIHE 2016/2017

07.06.17
COWSPIRACY
(Kip Andersen 2014, 91 Min. - in English)

Kip Andersen uncovers the most destructive industry facing the planet today – and investigates why the world’s leading environmental organizations are too afraid to talk about it. Animal agriculture is the leading cause of deforestation, water consumption and pollution, is responsible for more greenhouse gases than the transportation industry, and is a primary driver of rainforest destruction, species extinction, habitat loss, topsoil erosion, ocean “dead zones,” and virtually every other environmental ill. As Andersen approaches leaders in the environmental movement, he increasingly uncovers what appears to be an intentional refusal to discuss the issue of animal agriculture, while industry whistleblowers and watchdogs warn him of the risks to his freedom and even his life if he dares to persist.

Moderation: Markus Fiebig

Podium:

  • Reinhard Perfler, Wasserwirtschaft, BOKU
  • Christoph Winckler, Nutztierwissenschaften, BOKU
  • Werner Zollitsch, Nachhaltige Agrarsysteme, BOKU
  • Martin Schlatzer, GWN, BOKU, Verfasser des Buches „Tierproduktion und Klimawandel – Ein wissenschaftlicher Diskurs zum Einfluss der Ernährung auf Umwelt und Klima“

Literatur-Tipps zur globalen Ernährungssicherung:

FAO (2009): The State of Food and Agriculture - Livestock in the Balance

FAO (2011): World Livestock 2011 - Livestock in food security

van Zanten, H. H. E., Mollenhorst, H., Klootwijk, C. W., van Middelaar, C. E. & de Boer, I. J. M. 2015
Global food supply: land use efficiency of livestock systems. The International Journal of Life Cycle Assessment

Ertl, P., Steinwidder, A., Schönauer, M., Krimberger, K., Knaus, W. & Zollitsch, W. 2016.
Net food production of different livestock: A national analysis for austria including relative occupation of different land categories
Die Bodenkultur: Journal of Land Management, Food and Environment, 67

Ertl, P., Knaus, W. & Zollitsch, W. 2016
An approach to including protein quality when assessing the net contribution of livestock to human food supply
Animal, 1-7

 

17.5.17, ab 20:15 Uhr

EXTRA-BOKU-KINO: Power to change – Die Energierebellion (Carl-A. Fechner, 2016, 90 Min.)

Ort: große Wiese im Türkenschanzpark (Schlechtwetter: Aula im Schwackhöferhaus, max. )

Die Ethikplattform ist bei dieser Veranstaltung Kooperationspartner des [sic!] – students’ innovation centre und des „Cycle Cinema Club“ (CCC), ein Open Air Kino der besonderen Art: Der Strom für die Filmvorführung wird – fernab von jeder Steckdose – mit Stromgeneratorrädern erzeugt.

Der Film beschäftigt sich mit Notwendigkeit und Umsetzung der Energiewende. Damit im Zusammenhang stehen geopolitische Konflikte um Ressourcen und Machtverhältnisse. Er begleitet Menschen auf der Suche nach nachhaltigen Lösungen für ökologische und soziale Probleme. Es wird klar, dass die fossile Energieproduktion von erneuerbaren Energieträgern abgelöst werden und ein Paradigmenwechsel in Verkehr und Konsum stattfinden muss. Der Film befasst sich damit, welchen Einfluss politische und wirtschaftliche Interessen haben und was es für eine erfolgreiche Umsetzung braucht. Er zeichnet sich durch die Präsentation verschiedenster Lösungen aus.

Moderation: Florian Schanznig und David Dorfner, [sic!] - students' innovation centre

Podium:

 

10.05.17
Gabel statt Skalpell
(Lee Fulkerson, USA, 2012, 96 Min.)

Infos zur EPIC-Studie, der größten aktuell laufenden Studie zum Zusammenhang von Ernährung und verschiedenen Erkrankungen mit mehr als einer halben Million ProbandInnen finden Sie hier.

Die westliche Ernährungsweise aus zu viel tierischem Protein, Fetten, Zucker und industriell verarbeiteten Lebensmitteln führt u.a. zu typischen degenerativen Erkrankungen wie Herz- und Kreislauferkrankungen, bestimmten Krebserkrankungen, sowie Diabetes Typ II. Welche Art der Ernährung sollten wir meiden? Wie kann eine vollwertige, fettarme, pflanzliche Kost aus naturbelassenen Pflanzen, wie Obst, Gemüse, Getreide und Hülsenfrüchten, schwerwiegende Erkrankungen verhindern oder lindern? Kann sie sogar Erkrankungen heilen?

Moderation: Susanne Schneider-Voß, Geschäftsstelle der Ethikplattform

Podium:

 

05.04.17
Revolution in der Pflanzenzucht (3sat-Scobel DOKU, 45 Min.)

Mit den neuen molekularen Methoden des „Genome Editing“ wie etwa CRISPR/Cas9 sind auch in Pflanzengenomen hochpräzise Änderungen auf eine einfache, schnelle und billige Weise möglich. Die Ziele sind dieselben wie bisher: mehr Ertrag und bessere Resistenz gegenüber Krankheiten. Kleine Änderungen im Erbgut mittels Genome Editing lassen sich nicht mehr nachweisen und sind somit von natürlichen Mutationen nicht zu unterscheiden. Braucht es trotzdem Risikoprüfungen? Sollten die Züchtungen Zulassungsverfahren durchlaufen? Welche Entwicklung wird jetzt die Pflanzenzucht nehmen? 

Moderation: Susanne Schneider-Voß, Geschäftsstelle der Ethikplattform

Podium:

  • Johann Birschitzky, BOKU-Absolvent und heute Geschäftsführer der Saatzucht Donau, dem größten österreichischen Pflanzenzuchtunternehmen 
  • Nicole Borth, Institut für Biotechnologie, BOKU
  • Eva Stöger, Department für Angewandte Genetik und Zellbiologie

 

08.03.17
Magie der Moore
(Jan Haft, 2016, 90 Min.)

Wie kaum ein anderer Lebensraum übt das Moor seit jeher eine große Anziehungskraft auf uns aus. Regisseur Jan Haft beschreibt das sensible Ökosystem, das als CO2-Speicher elementar für unser Klima ist. Er zeigt die Pracht der Artenvielfalt in Zeitlupenaufnahmen genauso wie im Zeitraffer, in Flug- ebenso wie in Makroaufnahmen. Um die betriebswirtschaftliche Bedeutung von Mooren, die Situation der Moore in Österreich und notwendige Maßnahmen zu ihrem Schutz geht es in unserer Diskussion.

Moderation: Markus Fiebig, Ethikplattform

Podium:

 

11.01.17
Snow Business
(Pascale Carcanade, Laurent Cibien, 2014, 52 Min)

Unverspurte, einsame Hänge, über die ein Skifahrer elegant hinunterwedelt, sind Sehnsuchtsbilder aus unserer Erinnerung – und so beginnt auch der Film. Die Skiindustrie ist weltweit ein großes Geschäft geworden – mit „verheerenden“ ökologischen Folgen. In Ischgl etwa gibt es 1.200 Schneekanonen, perfekt präpariert – und betonhart. Trotz Klimawandels wird kompromisslos weiter expandiert, nun vor allem in Osteuropa und Asien. Und so sieht die Realität mittlerweile aus: Menschenmassen, die vor Liftanlagen Schlange stehen, Skihütten, wo laute Musik die Gäste beschallt, Open-Air-Konzerte am Berg zu Saisonende. Skifahren ist zum Event geworden, Skigebiete sind Unterhaltungskonzerne, getrieben von Marketinginteressen. Wie lange wird das noch so gehen, fragt man sich angesichts des Klimawandels... Aber können der derzeitigen Entwicklung vielleicht auch positive Seiten abgewonnen werden? 

Moderation: Sven Fuchs, Institut für Alpine Naturgefahren, BOKU

Podium:

  • Michael Manhart, Seilbahner im Skigebiet Lech, u.a. ehemaliger Vorsitzender des Umweltforums des Fachverbandes der Seilbahnen in der WKÖ und Mitglied des Österreichischen Normungsausschusses für Leitsysteme in SKigebieten. Befasste sich im Austausch mit WissenschaftlerInnen mit Themen wie u.a. Beschneiungsanlagen, Einsatz von Biodiesel in Pistenmaschinen, Abgrenzung von Wildschutzgebieten und Schutzwald und Tourismus und Freizeitwirtschaft.
  • Ulrike Pröbstl-Haider, Institut für Landschaftsentwicklung, Erholungs- und Naturschutzplanung (ILEN), BOKU
  • Josef Pichler, Alpenverein

 

14.12.16
We Come as Friends
(Hubert Sauper, 2014, 110 Min)
in Kooperation mit dem Center for Development Research

Regisseur Sauper prangert die "schamlose Fortführung des Kolonialismus" exemplarisch im Südsudan an: Vertreter der internationalen Mächte kommen als Investoren, Ölförderarbeiter oder Diplomaten ins Land - Bevormundung, die weitere Entfremdung der angestammten Lebensweise sowie (weitere) Verarmung resultieren. Der "big buck", der im Südsudan zu machen ist, verteilt sich - "wenig überraschend" - äußerst ungleich. Ein unterschiedliches Verständnis von "property rights" mache die Entwicklung in Afrika so schwierig, meint Sauer. Ihm zufolge ist jede Einmischung der internationalen Mächte eine koloniale Intervention, auch Hilfsaktionen, wie sie etwa George Clooney unternehmen. Dabei entwickeln die Menschen in den abgelegensten Dörfern ein starkes politisches Bewusstsein...

Moderation: Lorenz Probst, Centre for Development Research, BOKU, Mitglied der Ethikplattform

Es diskutieren

  • Bernhard Freyer, Institut für ökologischen Landbau, BOKU, hat vieljährige Erfahrung mit Entwicklungshilfezusammenarbeit in Äthiopien
  • Margit Scherb, ehemals bei der Austrian Development Agency

 

09.11.16
Der Bauer und sein Prinz (
Bertram Verhaag, 2015, 80 Min)

Der Film zeigt Prinz Charles als Visionär, die Welt ökologisch zu ernähren und die geschundene Natur zu „heilen“. Dieses Ziel verfolgt er mit seinem charismatischen Farmmanager David Wilson jetzt schon seit 30 Jahren.
Die einmalige Zusammenarbeit der Beiden beweist mit poetisch eindrücklichen Bildern, wie ökologische Landwirtschaft funktioniert und welchen Nutzen und welche Heilkraft von ihr ausgeht. Bertram Verhaag beobachtete die beiden Idealisten mehr als fünf Jahre durch alle Jahreszeiten hindurch. Der Prinz of Wales fühlte sich dem ökologisch nachhaltigen Gedanken schon verbunden, als wir das Wort „nachhaltig“ noch nicht mal kannten. Schon vor mehr als 30 Jahren war ihm klar, dass man nur mit praktischen Beispielen Bauern überzeugen kann, Land im Einklang mit der Natur und ohne Gifte zu bewirtschaften. Das ist ihm und seinem Manager eindrücklich gelungen. Bauern aus ganz Britannien pilgern zur Duchy Home Farm und holen sich dort den Mut und das Wissen, ihre eigene Landwirtschaft umzustellen. Der Zuschauer ist gezwungen, potenzielle Vorurteile gegenüber der ökologischen Landwirtschaft über Bord zu werfen...

Moderation: Markus Fiebig, stv. Vorsitzender der BOKU-Ethikplattform

Es diskutieren

 

12.10.16
Widerstand am Strom
(Roberto Epple, 1987, 30 Min.)
Hainburg '84: Eine Bewegung setzt sich durch
(D. Holler-Bruckner, D-S. Hackenberg, 2015, Auszug)

Bereits 30 Jahre ist der Widerstand gegen ein damals geplantes Wasserkraftwerk in den Donauauen in Hainburg her. Warum sollte dieses Kraftwerk gebaut werden? Was hätte dies für die Donau und ihren Wasserlauf bedeutet? Wie lief der Protest damals ab, wie war die Stimmung unter den Demonstranten und in der Bevölkerung? Wie kam es letztlich zum Erfolg? Im Film Hainburg '84 kommen ehemalige TeilnehmerInnen an der friedlichen Protestaktion wie etwa Friedensreich Hundertwasser, Andre Heller, Andrä Rupprechter und eine Reihe weiterer Persönlichkeiten zu Wort, die schildern, welchen Einfluss ihre Teilnahme damals auf ihr weiteres Leben, vor allem auch das Berufsleben hatte.

Moderation: Markus Fiebig, stv. Vorsitzender der BOKU-Ethikplattform

Es diskutieren

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BOKU-KINO: FILMREIHE 2015/2016

1.6.16 HOME
Regie: Yann Arthus-Bertrand, 2009
Yann Arthus-Bertrand has always had a passion for the animal world and the natural environment. At the age of 20, he became the director of a nature reserve in France. Soon he became a reporter focusing on environmental issues, then he started a personal work on the relationship mankind/animal. In 1991, he founded the first aerial photography agency in the world. For the First Rio Conference in 1992, Arthus-Bertrand decided to prepare a big work for the year 2000 on the state of the planet: it is The Earth From the Air. Goodplanet Foundation, created by Arthus-Bertrand, aims to raise public awareness of environmental issues, implement carbon offset programmes and fight deforestation with local NGOs. HOME adresses many of our actual problems such as global warming, overcrowding, soil erosion, exploitation of natural resources, water deficiency, protection of species, alternative energies, biodiversity...

Moderation: Markus Fiebig, stv. Vorsitzender der BOKU-Ethikplattform

Es diskutierten: Peter Holubar, Arbeitsgruppenleiter und Dozent am Department für Biotechnologie (BOKU), Rupert Wimmer, stv. Leiter der wiss. Initiative Bio-Resources & Technologies Tulln und Universitätsdozent am Institut für Holztechnologie und Nachwachsende Rohstoffe und am Institut für Naturstofftechnik (BOKU).

 

11.5.16 Individualisierte Medizin - Maßgeschneiderte Diagnostik und Therapie
Wissenschaftsdokumentation, BM für Bildung und Forschung Deutschland, 2010
in Kooperation mit dem Department für Biotechnologie

Individualisierte oder personalisierte Medizin waren unmittelbar nach der Entzifferung des menschlichen Genoms  Schlagworte und haben große Hoffnungen geweckt. Mittlerweile sind hunderte Gene bekannt, die mit bestimmten Erkrankungen in Zusammenhang gebracht werden. Die Bioinformatik spielt dabei eine große Rolle. Doch was erwarten wir von Gentests, was können wir erwarten? Welche Ausagekraft haben sie, wann sind sie überhaupt sinnvoll? Wie lassen sich das Recht auf Wissen, genauso wie das Recht auf Nicht-Wissen, wie schließlich das auf Entscheidungsfreiheit sicher stellen? Worauf ist bei der Information und Beratung von PatientInnen zu achten?

Moderation: Susanne Schneider-Voß, Ethikplattform

Es diskutierten: Brigitte Gschmeidler, Open Science. Die Biologin und Wissenschaftskommunikatorin befasst sich intensiv mit personalisierter Medizin, zuletzt mit dem Projekt Personalisierte Medizin für und mit BürgerInnen. David Kreil, Bioinformatiker am Department für Biotechnologie (BOKU), und Katharina Rötzer, Fachärztin für Medizinische Genetik, Genetische Beratung am Zentrum für Medizinische Genetik, Hanusch-Krankenhaus (Wiener Gebietskrankenkasse)

 

13.4.16 Merchants of Doubt
Regie: Robert Kenner, 2014
The documentary „Merchants of Doubt“ is based on a non-fiction book with the same title by Naomi Oreskes and Erik M. Conway, two American historians of science (2010). It identifies parallels between the global warming controversy and earlier controversies over tobacco smoking, acid rain, DDT, and the hole in the ozone layer. The authors write that in each case "keeping the controversy alive" by spreading doubt and confusion after a scientific consensus had been reached, was the basic strategy of those opposing action. In particular, they say that a few contrarian scientists joined forces with conservative think tanks and private corporations to challenge the scientific consensus on many contemporary issues. The George C. Marshall Institute and Fred Singer, two of the subjects, have been critical of the book, but most reviewers received it favorably. One reviewer said that Merchants of Doubt is exhaustively researched and documented, and may be one of the most important books of 2010. Another reviewer saw the book as his choice for best science book of the year.

Moderation: Susanne Schneider-Voß, Ethikplattform

Es diskutierten: Helga Kromp-Kolb, Klimaforscherin am  Institut für Meteorologie (WAU, BOKU) und Zentrum für Globalen Wandel und Nachhaltigkeit (BOKU), Gernot Wagner, zuletzt Lead Senior Economist bei der US-Organisation Environmental Defence Fund und Autor des Buches Klimaschock.

 

9.3.16 Ernte.frisch
Regie: Eva Marthe & Christa Fürchtegott, 2015
Ein Film über die Arbeit und Arbeitsbedingungen in der Landwirtschaft, vor allem im Biolandbau, in Österreich. Wie ist die Arbeit im Biolandbau organisiert? Warum brauchen wir MigrantInnen und warum kommen diese zu uns, um hier zu arbeiten? Was erleben Sie? Wer vertritt ihre Interessen? Was können wir tun, um die Situation zu verändern, welche innovativen Strömungen gibt es beim Konsumentenverhalten? Unsere Podiumsgäste reflektieren die Situation aus Sicht der Sozioökonomie, des Biolandbaus und eines österreichischen Biobetriebs.

Moderation: Susanne Schneider-Voß, Ethikplattform

Es diskutierten: Dieter Behr, BOKU-Absolvent, verfasste eine Diplomarbeit zur Lage der migrantischen Arbeitskräfte im Marchfeld, Aktivist von Afrique Europe Interact, Lilla Hajdu, PROGE, Gerda Schneider, Institut für Landschaftsplanung, (BOKU), Herbert Weingartmann, Professor am Centrum für Agrarwissenschaften (CAS / BOKU), Gerhard Zoubek, ADAMAH Biohof.

 

13.1.2016 The salt of the earth
Regie: Wim Wenders und Juliano Ribeiro Salgado, 2014
Ein Film über das Leben und Werk von Sebastião Salgado, der ein Angebot für eine Business-Karriere als Wirtschaftswissenschaftler zugunsten der Fotographie ausschlägt. Sein Thema sind „Menschen als das Salz der Erde“, bevor er sich dem Projekt GENESIS zuwendet, das Appell an die Zivilisation ist, einen Teil des Planeten in seiner Ursprünglichkeit und faszinierenden Diversität zu bewahren. Saldago trägt selbst mit einem Wiederaufforstungsprojekt auf ehemals eigenem Grund und Boden in Brasilien bei, das heute Nationalpark ist.
Salgados Fotographien zu Vertreibung, Flucht, Gewalttätigkeit und Zerstörung rufen Bestürzung hervor und prägen sich gleichzeitig tief ein. Der Film wirft vielfältige Fragen auf: Wie entstehen Gewissen und Wertempfinden? Wie beeinflusst die Fotographie den Blick auf die unsere Werte und Einstellungen? Welche Bilder machen wir uns von Krieg und Frieden? Und wie steht es um unsere Bereitschaft zum Engagement? Schließlich: Welchen Stellenwert haben Modellprojekte wie das thematisierte Wiederaufforstungsprojekt, um unsere Natur zu erhalten und eventuell auch Migration entgegenzuwirken? 

Moderation: Rupert Seidl, Dep. f. Wald- und Bodenwissenschaften, BOKU, und Mitglied der Ethikplattform

Es diskutierten: Georg Gratzer, stv. Leiter des Instituts für Waldökologie, Dep. f. Wald- und Bodenwissenschaften (BOKU). Er ist Partner in einem Projekt des Centre for Developmental Research, das Transformationskompetenz zur Vermeidung von Bodenerosion und zur Wiederbeforstung in Äthiopien vermittelt. Anton Holzer, Fotohistoriker und Herausgeber der Zeitschrift Fotogeschichte. Der promovierte Historiker, Politikwissenschaftler und Philosoph, der u.a. auch am Institut für Bildwissenschaften in Krems an der Donau lehrt,  befasste sich in Forschungsprojekten mit Schaulust und Gewalt in der Kriegsfotographie. (Mehr Info...). Werner Wintersteiner, Professor für Deutschdidaktik und Friedenspädagoge, ist Gründer und Leiter des Zentrum für Friedensforschung und Friedenspädagogik an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt (AAU). Arbeitsschwerpunkte: Literatur, Politik und Frieden; Kulturwissenschaftliche Friedensforschung; Friedenspädagogik und Global Citizenship Education sowie (transkulturelle) literarische Bildung.

 

2.12.15 LAND GRABBING
Regie: Christian Brüser & Kurt Langbein, 2015
Eine Nachschau unseres Kooperationspartners Florian Leregger vom IUFE beim BOKU-Kino am 2.12.2015 mit dem Film "Landraub/Land Grabbing" gibt es auf der Nachhaltigkeitsplattform n21.

Ethics platform und ÖH-BOKU in cooperation with the Centre for Developmental Research and the Institut für Umwelt, Friede und Entwicklung

Farmland is precious and farmland is scarce. Every year, more than twelve million hectares are lost worldwide by sealing. Financial investors have discovered cropland as a business area in years following the financial crisis in 2008. The richest people worldwide have secured access to soil by means of land grabbing. But how can we prevent that interest in profit instead of farmers decide upon its use? What is the situation in Europe and especially in Austria regarding land grabbing compared to the third world countries?

Moderation: Lorenz Probst, Centre of Development Research, member of the ethics platform

Discussion with Christian Brüser, Filmemacher, ORF-Redakteur, Martin Gerzabek, Rektor der BOKU, Brigitte Reisenberger, FIAN (Food First Information and Action Network)

 

4.11.15 Uni brennt
Regie: AG DOKU und coop, 2009
Sechs Jahre ist es her, dass StudentInnen in Wien Hörsäle besetzten, um gegen finanzielle, strukturelle und inhaltliche Mängel an den österreichischen Hochschulen zu protestieren. „Bildung statt Ausbildung“, mehr Ressourcen, an die Bedürfnisse der Studierenden angepasste Curricula, bessere Betreuung und mehr Möglichkeiten, Lehrveranstaltungen frei zu wählen, waren einige der Forderungen. Eine Gruppe des akademischen Lehrpersonals schloss sich dem Protest an, der auch bald auf andere Länder Europas übergriff. Warum aber verlief der Protest letztlich im Sande? Welche Werthaltungen lagen ihm zugrunde? Und haben sich die Werthaltungen derjenigen geändert, die zur Zeit des Protests zu den Studierenden gehörten und der Universität mittlerweile heute in anderer Funktion angehören? Wie müssen Wissenschaft und Bildung organisiert sein, um zu einer verantwortungsvollen Gestaltung von Gesellschaft und Umwelt beitragen zu können?

Moderation: Wolfgang Liebert, Vorsitzender der Ethikplattform

Es diskutierten: Mira Kapfinger, UBRM-Studentin im Master und Aktivistin während der Unibrennt-Proteste 2009,  Georg Haberhauer, Vizerektor für Finanzen (BOKU), Sigrid Maurer, ehemalige Studentenvertreterin, Studentin der Soziologie, GRÜNE-Abgeordnete zum Nationalrat

 

BOKU-KINO: FILMREIHE 2014/2015

Das Programm 2014/15 umfasst Filme zu ökologischen Themen wie der Gewinnung und Nutzung von Bodenschätzen (Planet RE:think) ebenso wie zur "Verramschung" von Lebensmitteln (Billig.Billiger.Banane) und zu Wegen zur Ernährungssouveränität (Voices of transition), zu Energie (Macht Energie, GasLand) und zu Bildung (Alphabet). Im Sommer 2015 wird das Publikum mit einem nachdenklich machenden Film zum „Travel footprint“ in die Semesterferien entlassen (Gringo trails).

 

03.06.2015 Gringo trails
Regie:
Margaret Mead, 2013, 79 Min., englisch
How do travelers change the remote places they visit, and how are they changed? This new documentary film offers answers – some heartbreaking, some hopeful. From the Bolivian jungle to the party beaches of Thailand, and from the deserts of Timbuktu, Mali to the breathtaking beauty of Bhutan, the film shows the unanticipated impact of tourism on cultures, economies, and the environment, tracing some stories over 30 years. Through serious and at times humorous reflection, backpackers and local inhabitants tell startling stories of transformation.

Es kommentiert: Markus Fiebig, Geologe und Paläontologe, Institut für Angewandte Geologie (BOKU), stellvertretender Vorsitzender der BOKU-Ethikplattform

 

06.05.15 GasLand

Regie: Josh Fox, 2010, 63 Min.
Der Film beschäftigt sich mit den Auswirkungen des in den USA bereits häufig angewandten Fracking. Dabei werden zur Gewinnung fossiler Brennstoffe unter Einsatz von hohem Druck in bis zu fünf Kilometern Tiefe Wasser, Quarzsand und Chemikalien in den Boden gepresst. So entstehen unterirdisch künstliche Risse, aus denen Erdgas entweichen kann. Die Methode ist aufgrund der mit ihr verbundenen künstlichen Erdbeben und der Gefahr für das Grundwasser besonders in Europa hoch umstritten. Für den Film reiste der Regisseur durch mehrere betroffene Regionen in den USA. Präsentiert werden Aussagen und Erlebnisse der von den Auswirkungen betroffenen Anwohner, es kommen eine Reihe von Experten zu Wort.

Moderation: Rosemarie Parz-Gollner, Biologin, Institut für Wildbiologie und Jagdwirtschaft (BOKU), stellvertretende Vorsitzende der BOKU-Ethikplattform

Es kommentieren Wolfgang Liebert, Physiker und Philosoph, Leiter des Instituts für Sicherheits- und Risikowissenschaften (BOKU), Vorsitzender der BOKU-Ethikplattform, und Markus Fiebig, Geologe und Paläontologe, Institut für Angewandte Geologie (BOKU), stellvertretender Vorsitzender der BOKU-Ethikplattform

 

25.03.15 Alphabet

Regie: Erwin Wagenhofer, 2013, 113 Min.
Unser gegenwärtiges Bildungsystem vermittelt Denkmuster aus der Frühzeit der Industrialisierung, als es darum ging, die Menschen zu gut funktionierenden Rädchen einer arbeitsteiligen Produktionsgesellschaft auszubilden. Trotz veränderter Lehrinhalte und -methoden wird der Unterricht von der Fixierung auf normierte Standards beherrscht, wobei das Leistungsprinzip im Vordergrund steht. Dadurch verkümmert die spielerische Kreativität, die – ohne Angst vor dem Scheitern – bei der Suche nach neuen Lösungen helfen könnte. (Wie) müssten die Universitäten reagieren, die die politisch und wirtschaftlich Mächtigen ausbilden?

Moderation: Rosemarie Parz-Gollner, stellvertretende Vorsitzende der Ethikplattform

Es diskutieren: Barbara Hinterstoisser, Vizerektorin für Lehre und Internationales und Leiterin des Zentrum für Lehre (ZfL) sowie Universitätsdozentin am Institut für Holztechnologie und Nachwachsende Rohstoffe (BOKU); Gerhild und Florian Tscherne, Eltern dreier Kinder, die einen alternativen Bildungsweg gehen. Gerhild ist selbst zur Volksschullehrerin ausgebildet und arbeitet mittlerweile als Imago Professional Facilitator; Matthias Stiedl, Fellow bei Teach For Austria und UBRM-Alumni. Teach for Austria ist die österreichische Gruppierung eines globalen Netzwerks, das ein gemeinsames Ziel verbindet: Bildungserfolg unabhängig von Einkommen und Bildung der Eltern für jedes Kind zu ermöglichen. Realisiert werden soll dieses Ziel in einem Fellowprogramm mit HochschulabsolventInnen, die als vollwertige Lehrkräfte an Teach For Austria-Zielschulen eingesetzt werden.

 

04.03.15 Billig.Billiger. Banane.
Regie:
Sarah Zierul, 2012, 44 Min.
Die Banane verkommt in einem gnadenlosen Preiskampf zur „Ramschware“. Der Preis für die gelbe Frucht ist seit 20 Jahren nicht gestiegen. Der Film deckt die erstaunlich große Macht deutscher Supermarktketten auf und zeigt, welch dramatische Folgen unser Billigwahn für Arbeiter und Umwelt in den Anbauregionen Lateinamerikas hat.
Was spielt sich bei Produkten wie der Banane oder auch Kakao und Kaffee lokal und global ab: bei Plantagenarbeiter/-innen, in Bananenunternehmen, im Einzelhandel, bei den KonsumentInnen und in der Politik? Welche Chancen und Hindernisse von nachhaltiger Produktion gibt es? Welche Einflussmöglichkeiten haben wir als KonsumentInnen - individuell - wie treffen wir verantwortungsvolle Kaufentscheidungen? Welche kollektiven Handlungsspielräume für eine nachhaltige Entwicklung in den Herkunftsgebieten von Banane, Kakao, Kaffee gibt es? Wie könnten wir uns an den hier relevanten politischen und zivilgesellschaftlichen Prozessen beteiligen?

Moderation: Markus Fiebig, stellvertretender Vorsitzender der Ethikplattform

Es diskutieren: Gerhard Riess, Experte für internationale Solidaritätsprojekte in der Gewerkschaft PRO-GE, Teil eines internationalen Netzwerks, das für weltweit faire Produktions- und Handelsbedingungen eintritt. Engagement vor allem im Bereich Kakao und Schokolade; Konrad Rehling, Südwind Agentur, Projektreferent der Kampagne "Make fruits fair", die im März in Österreich anläuft.

 

14.01.15 Macht Energie

Regie: Hubert Canaval und Corinna Milborn, 2014, 90 Min.
Imposante Bilder über die Auswirkungen unseres Energieverbrauchs. Ihre Reise durch den Energiewahnsinn führt Hubert Canaval und Corinna Milborn auf Atom-Müllhalden, zu den Ölbohrungen in der Arktis und zu überfluteten Dörfern – aber auch zu Rebellen, die gegen die Macht der Konzerne ankämpfen und die Energie-Erzeugung selbst in die Hand genommen haben. Konkretes Beispiel dafür, dass Energie-Autarkie möglich ist: Der Bezirk Murau in Österreich! 

Moderation: Susanne Schneider-Voß

Es diskutieren: Hubert Canaval, Regisseur des Films; Ulfert Höhne, selbständiger Unternehmensberater im Bereich Energie, Protagonist für die Energiewende. Ehemaliges Vorstandsmitglied von Greenpeace Energy eG und des österreichischen Ökostrom-Anbieters oekostrom AG; Wolfgang Liebert, Physiker und Philosoph, Leiter des Instituts für Sicherheits- und Risikowissenschaften (BOKU), Vorsitzender der BOKU-Ethikplattform

 

04.12.14 Voices of transition

Regie: Nils Aguilar, 2012, 65 Min.
Die im Film porträtierten Lösungswege über den Wandel zur Agrarökologie und zu mehr lokaler Nahrungssicherheit – gefilmt in Frankreich, England und Kuba – stehen möglichst vielen Menschen offen. Sie sind simpel, kosten wenig oder nichts, haben einen enormen ökologischen Nutzen und setzen ungeahnte Energien frei. Angewandt auf das eigene Hausdach, den nächstgelegenen Parkplatz oder auf die Landwirtschaft einer ganzen Region, tragen sie zur Vertiefung nachbarschaftlicher Beziehungen bei, zur freien Wissensvermittlung sowie zur Stärkung einer lokal funktionierenden, ethisch integren Wirtschaft. Im Licht dieses kulturellen Wandels wird Landwirtschaft wieder zur tragenden Säule unserer Kultur.

Moderation: Susanne Schneider-Voß

Es diskutieren: Franz Nahrada, aktiv im transition town movement, Wien. Der Zukunftsforscher, Aktivist, Netzwerker und Hotelmanager ist davon überzeugt, dass der ländliche Raum die Zukunft der Menschheit ist; Sabine Plenk, Ass.-Prof. an der Abteilung Gartenbau, Department für Nutzpflanzenwissenschaften, BOKU. Sabine Plenk ist Staudengärtnerin und Landschaftsplanerin. Sie forscht zur ökologischen Pflanzenverwendung im öffentlichen Siedlungsraum und sieht naturnahe Pflanzkonzepte in Parkanlagen, Straßenfreiräumen und Gärten im Trend wie auch als unverzichtbare Ergänzung zur biologischen Nahrungspflanzenkultur in der Stadt; Lutz Rumetshofer, Geschäftsführer von der Interessensvereinigung Österreichischer Bergbauern- und -bäuerinnen Via Campesina, zu übersetzen mit "Der kleinbäuerliche Weg".

 

05.11.14 Planet RE:think
Regie:
Eskil Hardt, 2012, 86 Min.
Wir sehen heute zwei globalen Krisen ins Auge: Der Finanzkrise und der massiv kritischen Ausbeutung unserer Erde. Wachstum auf Pump und Verschwendung von Rohstoffen sind eng miteinander verknüpft und eine Krise allein auf lange Sicht nicht lösbar. Die Zukunft heißt: nachhaltiger Konsum. Planet RE:think zeigt die unaufhörliche Ausbeutung unserer Ressourcen und die Hintergründe dieser Probleme und führt uns auf einer Reise von umweltbelastenden Minen in Kanada bis zu Gift ausstoßenden Recyclingfabriken in Indien rund um den Globus. Am Ende stehen als Wegweiser aus dem Dilemma nachhaltige Businessmodelle und neue Entwicklungen von Mittelamerika über Europa bis Südafrika, die uns positiv in die Zukunft schauen lassen könnten.

Moderation: Susanne Schneider-Voß

Diskussion mit Thomas Faast, Geschäftsführer des Klimaschutzunternehmens UFH (Umweltforum Haushalt), Europäischer Player und Marktführer für das Recycling von elektronischen Geräten; Markus Fiebig, Institut für Angewandte Geologie, BOKU; Geologe und Paläontologe,  Experte u.a. für Climate Change, Global change, Ressourcenschutz, Nachhaltigkeit; Rohstoffgeologische und hydrogeologische Gutachtertätigkeit; Thomas Stollenwerk, BIORAMA, Magazin für Nachhaltigen Lebensstil

 

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BOKU-KINO: FILMREIHE 2013/2014

Das BOKU-KINO 2013/14 greift ein breites Spektrum an Themen auf: Filme zur Lebensmittelproduktion, zum Pestizideinsatz und zur Abfallverwertung genauso wie zu nuklearem Abfall, zur Frage, inwieweit wir überhaupt freie Entscheidungen treffen können und zum Tierschützerprozess.

In den Diskussionen geht es z.B. darum, was Nachhaltigkeit in der Lebensmittelproduktion, im Lebensmittelverbrauch und im Abfallkreislauf bedeutet, welche nachhaltigen Kreisläufe es in der Lebensmittelproduktion gibt, ob es Beweise dafür gibt, dass diese Konzepte funktionieren können...

 

11.06.2014 Cradle to cradle: waste = food
Die weltweite Abfallerzeugung ist gewaltig. Wenn wir nicht handeln, werden wir bald all unsere Ressourcen in eine einzige große Müllhalde verwandelt haben. Gibt es noch Hoffnung? Wenn Abfall die Bio- oder Technosphäre versorgen könnte, könnten Produktion und Verbrauch dem Planeten sogar zuträglich sein. Beispiele für dieses "cradle-to-cradle" genannte Konzept gibt es aus dem Bereich der Schuh-, Textil-, Möbel- und Verpackungsindustrie, aber auch in Form von energieerzeugenden Gebäuden und einer umweltfreundlichen Stadtentwicklung: in der Umsetzung einer Vision, die die Chance auf eine nächste industrielle Revolution in sich birgt, wird jedes Produkt so gestaltet, dass seine Materialbestandteile am Ende seines Lebenszyklus zu einer neuen Ressource werden.

Moderation: Susanne Schneider-Voß, Koordinatorin der Geschäftsstelle der Ethikplattform

Diskussion mit: Ena Smidt, Ethikplattform und Department für Materialwissenschaften und Prozesstechnik (BOKU); Marion Huber-Humer, Institut für Abfallwirtschaft, BOKU; Ernst Gugler, Gründer und geschäftsführender Gesellschafter des gugler* Kommunikationshaus in Melk. Das berufliche Hauptinteresse des Unternehmers gilt der Verbindung von Ökonomie und Ökologie und der Verwirklichung nachhaltiger Prinzipien in einem top-modernen, leistungsfähigen Dienstleistungsunternehmen. Siehe www.gugler.at/unternehmen/familie/ernst-gugler.html

 

07.05.2014 Der Prozess
Diese Dokumentation erzählt die Geschichte von österreichischen Tierschutzaktivisten, die nach einem Anti-Terror/Mafia-Gesetz angeklagt wurden. Ohne einen Beweis für eine Beteiligung an einer Sachbeschädigung wurden die AktivistInnen einer nicht staatlichen Organisation verurteilt, da sie das politische System und die Wirtschaft bedroht hätten. Es geht um die Notwendigkeit, Gesetze zu verändern angesichts der sich stetig weiter entwickelnden Moral und Ethik, was den Fleischverbrauch und die Tierproduktion betrifft.

Moderation: Christian Brüser (Journalist, Ö1)

Diskussion mit Martin Balluch, Hauptangeklagter im Prozess

 

02.04.2014 The Lottery of Birth
Wie beeinträchtigen Bildung und Werbung unsere Freiheit? Was bedeutet Freiheit eigentlich? Dieser Film wird Sie nachdenklich machen. Er beleuchtet, wie Kultur, Bildung und Werbung unsere Persönlichkeit prägen und Einfluss sowohl auf unsere persönliche als auch unsere politische Freiheit haben. Wir diskutieren, wie Bildungsansätze und die Werbung unsere Freiheit einschränken können.

Moderation: Christian Brüser (Journalist, Ö1)

Diskussion mit Maria Wurzinger, CDR-Centre for Development Research, BOKU, und Petra Dannecker, Entwicklungssoziologin, Institut für Internationale Entwicklung, Universität Wien

 

12.03.2014  Die Zukunft Pflanzen
Kann Bio die Welt ernähren? Trotz allen wissenschaftlichen Fortschritts ist es bis heute nicht gelungen, den Hunger auf der Welt zu besiegen. Noch immer leidet ein Sechstel der Erdbevöl-kerung unter Mangelernährung. Dabei wäre Nahrung für alle da, meint die Filmemacherin Marie-Monique Robin. Ihr Dokumentarfilm will zeigen, dass eine ökologische Landwirtschaft, die umweltgerecht und ressourcenschonend arbeitet, ausreichend Nahrung für alle Menschen bereitstellen könnte. Was sagen Wiener ExpertInnen für Agrarökologie, Wirtschaftswissenschaften und Biotechnologie sowie ein Vertreter aus dem Bereich Entwicklungshilfe dazu?

Moderation: Christian Brüser (Journalist, Ö1)

Diskussion mit Bernhard Freyer, Department für Nachhaltige Agrarsysteme, Institut für Ökologischen Landbau, BOKU Wien; Hermann Bürstmayr, Institut für Biotechnologie in der Pflanzenproduktion, BOKU Wien; Martin Schönhart, Institut für Nachhaltige Wirtschaftsentwicklung, BOKU Wien; Harald Schistek, hat das „Instituto Regional da Pequena Agropecuária Apropriada“ (IRPAA), ein Institut für angepasste Kleinbauernwirtschaft und Tierhaltung im Nordosten Brasiliens 1990 mitbegründet. IRPAA hat die für ds Trockenklima des Sertao und für die Bodenbeschaffenheit
angepassten Landwirtschaftsmethoden (geeignete Anbau- und Tierhaltungsmethoden) systematisch zusammengetragen, erprobt und pädagogisch aufgearbeitet und ein Gesamtkonzept des "Überlebens mit der Trockenheit" entwickelt. IRPAA wurde u.a. vom Entwicklungshilfeklub unterstützt.


15.01.2014 Into eternity
Nuclear waste: Welche Verantwortung für zukünftige Generationen haben wir? Der Film erkundet die Problematik von radioaktiven Abfällen sowie die Gründe, warum diese langfristig nicht auf der Erdoberfläche oder im Meer gelagert werden sollen, sondern im Fels. Hierzu werden verschiedene Verantwortliche von Onkalo in Finnland, das weltweit erste ca. 400m tief im Fels liegende Endlager für radioaktive Abfälle, sowie Vertreter der Behörden befragt. Da Onkalo nach seiner Fertigstellung und Befüllung versiegelt und für 100.000 Jahre sich selbst überlassen wird, konzentriert sich der Regisseur auf die Frage, wie verhindert werden soll, dass spätere Generationen versehentlich oder absichtlich am Ort des Endlagers bohren. Aber wie sicher können wir uns da sein? Und welche Rolle hat Atomstrom heute international im Vergleich mit anderen Energiequellen?

Moderation: Christian Brüser (Journalist, Ö1)

Diskussion mit: Wolfgang Kromp, Beiratsmitglied im Forum für Atomforschung und ehemaliger Leiter des Instituts für Sicherheits- und Risikowissenschaften der Universität für Bodenkultur Wien; Roman Lahodynsky, Institut für Sicherheits- und Risikowissenschaften; Markus Schneider, Leiter des Bereichs Thermische Energie bei AF-Consult Switzerland, international führend in der Beratung zu Energieprozessen

 

04.12.2013 More than honey
Brauchen wir wirklich Pestizide? Als die EU-Kommission beschließt, den Einsatz bestimmter Pestizide stark einzuschränken, ruft sie damit den Widerstand von Pestizid-produzierenden Unternehmen und Bauernorganisationen hervor. Aber 63% der EU-BürgerInnen haben Angst vor Pestizidrückständen in Obst und Gemüse. Die European Food Safety Authority fordert das Verbot von drei verbreitet eingesetzten Pestiziden, die eine akute Gefahr für Honigbienen darstellen. Der Film zeigt eines der größten Naturwunder unserer Erde, das in höchster Gefahr ist: die Honigbiene, die die Erträge zahlreicher Nutzpflanzen durch Blütenbestäubung sicher stellt. Durch Pestizide, Antibiotika, Monokulturen und den Transport von Plantage zu Plantage scheinen die KBienenvölker ihre Kraft zu verlieren...

Moderation: Christian Brüser (Journalist, Ö1)

Diskussion mit: Josef Stich, Obmann Biene Österreich; Rudolf Moosbeckhofer, Abt. Bienenkunde und Bienenschutz, Inst. f. Saat- u. Pflanzgut, AGES; Günther Rohrer, Referatsleiter pflanzliche Erzeugnisse, Landwirtschaftskammer      Österreich; Dr. Bärbel Pachinger, Wildbienen-Expertin am BOKU-Department für Integrative Biologie und Biodiversitätsforschung, Institut für integrative Naturschutzforschung; BOKU-Bienengruppe und Bienenwerkstatt

 

06.11.2013 Water Diary (um 16:30 Uhr + Workshop, Guttenberghaus, Seminarraum GH01) und Water Makes Money (18:30 Uhr + Diskussion, Guttenberghaus, Hörsaal GH01) um 16:30 Uhr in Kooperation mit Global Campus

Öffentliches Gut oder Handelsware? Trägt die Privatisierung des Wassers zu einer nachhaltigen Nutzung von Wasser bei? Der Film Water Diary von Jane Campion behandelt das 7. Ziel der Millennium-Entwicklungsziele (Ökologische Nachhaltigkeit) anhand der Wasserthematik. Er spielt in Australien, wo die schlimmste Dürrezeit seit Jahren herrscht. Die junge Ziggy dokumentiert in ihrem Tagebuch die Geschehnisse jener Zeit und vor allem die Träume der Menschen von Wasser. Durch den anschließenden interaktiven Workshop sollen eigene Handlungs- und Aktionsmöglichkeiten zum Thema Wasser(zugang) erarbeitet werden.
Der Dokumentarfilm Water makes Money wirft einen kritischen Blick auf die Privatisierung der Wasserversorgung und nimmt das Modell der Public Private Partnerships unter die Lupe. Weltbank und WTO befürworten eine Privatisierung der Wasserversorgung. Ebenso die Europäische Kommission, die mit ihrer geplanten Konzessionsrichtlinie allerdings am Widerstand der BürgerInnen scheiterte. Ihr Argument: Wasser ist die Grundlage allen Lebens und jeder Mensch sollte freien Zugang dazu haben. Aber könnten private Firmen nicht eine effizientere Wasserversorgung gewährleisten und die Qualität nachhaltig besser sichern als staatliche Monopole?

Moderation: Christian Brüser (Journalist, Ö1), Mandy Mikley, Studentin der Uni Wien (Internationale Entwicklung)

Diskussion mit: Herdolor Lorenz, Regisseur, Reinhard Perfler, BOKU Institute für Siedlungswasserbau, Industriewasserwirtschaft und Gewässerschutz; Helene Glatter-Götz, BOKU-Studentin

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BOKU-KINO: FILMREIHE 2012/2013

Jahresthema der BOKU-Filmreihe 2012/2013 sind positive Impulse und Geschichten von Menschen, die vom "business as usual" genug haben und etwas Neues, nachhaltigen Erfolg Versprechendes, auf die Beine stellen. In der anschließenden Diskussion geht es um die Herausforderungen und Gelingen.

05.06.2013  The man who stopped the desert
Winner of 7 international film awards, The Man Who Stopped the Desert tells the story of Yacouba Sawadogo, an African peasant farmer who has pioneered a technique that reverses the process of desertification.
Expandierende, alles Grün verschlingende Wüsten – eine Lebensbedrohung für den Menschen, denn: ohne fruchtbaren Erdboden – kein Leben auf Erden. Doch unter dem Überproduktionsdruck der Lebensmittelindustrie sind viele Böden ausgelaugt und nutzlos geworden. Neueste technologische Fortschrittsinvestitionen, um die Bodenqualität wieder zu stabilisieren und so dem drohenden Welthunger entgegenzuwirken sind vielfach unternommen worden, haben jedoch bislang nicht die ersehnte Verbesserung gebracht… „The Man Who Stopped the Desert”, Yacouba Sawadogo , ist ein  ungebildeter Bauer im Sahel, der es tatsächlich geschafft hat, den Traum vieler Länder der Welt Wirklichkeit werden zu lassen:  Er hat die Wüste aufgehalten.

Moderation: Monika Kalcsics (Journalist, ORF)

 

08.05.2013 In Transition Movie 2.0
Ein Film über die "Transition Town"-Bewegung. Die Transition Town Bewegung: wie Gemeinden durch Energieautonomie resilienter werden. Was bedeutet "Transition Town"? Welchen Prinzipien gehorcht die Bewegung? Wie kann das funktionieren? Sprießen in Österreich bereits erste Knospen in Form von konkreten Projekten, Initiativen und Maßnahmen?

Moderation: Christian Brüser (Journalist, Ö1)

Diskussion mit Franz Nahrada (Futurist und Sozialforscher. Wissenschaftlicher Leiter bei GIVE - Globally Integrated Village Environment. Geschäftsführer - Hotel Karolinenhof. Mitbegründer transitionaustria online community), Iris Kunze (Doktoratskolleg Nachhaltige Entwicklung, dokNE, BOKU, "Transition town Projekt Münster", Forscherin zu Mensch-Natur-Beziehung, nachhaltigen und gemeinschaftlichen Lebensweisen);

 

20.03.2013 Wangari Muta Maathai
Ein Film über Zivilgesellschaft und Umweltengagement. Was ist für ein gesundes Engagement der Zivilgesellschaft erforderlich? Auswirkungen der österreichischen Gesetzgebung (Überwachungs- und Datenspeicherungsmaßnahmen, strafrechtliche Tatbestände). Der Film erzählt prägnant die beeindruckende Lebensgeschichte von Wangari Muta Maathai, einer umweltpolitischen und u. a. auch Frauenaktivistin aus Kenia, die für ihren couragierte Umweltengagement mit dem Right-Livelihood-Award (alternativer Nobelpreis) und 2004 als erste afrikanische Frau auch mit dem Friedensnobelpreis für ihren Einsatz für „nachhaltige Entwicklung, Frieden und Demokratie“ ausgezeichnet wurde.

Moderation: Christian Brüser (Journalist, Ö1)

Diskussion mit Ira Mollay (Mit­be­grün­de­rin von "Die Mutmacherei: inspire4change" und Unternehmensberaterin), Karl-Heinz Grundböck (Innenministerium), Wolfgang Rehm (Umweltorganization Virus, Institut für Sicherheits- und Risikowissenschaften, BOKU), Josef Unterweger (Anwaltskanzlei Unterweger);

 

06.03.2013  Die Ökonomie des Glücks
Wirtschaften - eine Lösung, um unsere Umwelt und unsere Gesellschaft vom Finanzwahn zu heilen? Menschlichkeit statt sich selbst regulierendes Finanzsystem. Die visionäre Dokumentation zeigt auf, wie Menschen sich eine bessere Zukunft schmieden können, und zwar durch lokales Wirtschaften als Strategie, um unserer von Machtanspruch und Globalisierung gebeutelten Welt und die daraus entstehenden gravierenden Probleme in Ökosystem, Arbeitsmarkt und Gesellschaft zu heilen. Weltweit kommen bereits Kämpfer für eine ökologische Wirtschaft zusammen, in der lokale Ökonomie den Handelsimperium abwechselt und zu einer neuen Re-Regulierung aufruft, in der jeder Einzelne von uns zu einem neuen Wohlbefinden nach humanen Kriterien im Einklang mit der Umwelt finden kann… Ein gewagter aber wichtiger Aufruf.

Moderation: Christian Brüser (Journalist, Ö1)

Diskussion mit Heinrich Wohlmeyer ( Ressourcenökonomie und Umweltmanagement, BOKU), Lisa Mittendrein (Attac), Clemens Wallner (Wirtschaftspolitischer Koordinator der Industriellenvereinigung);

 

16.01.2013  Endstation Fortschritt?
Unterliegen wir möglicherweise einer Täuschung? Inwieweit stellt kontinuierliches Wachstum in technologisch-wirtschaftlicher Entwicklung einen wirklichen Fortschritt dar? Unsere moderne Welt des 21. Jahrhunderts – der Anspruch an die Schlüsselkompetenz Wachstum ist höher denn je: schnelle technologische Veränderungen, Konsum, Konkurrenzfähigkeit, wirtschaftliche Rentabilität als Garanten modernen Fortschrittsanspruches müssen als Trendsetter der Existenzberechtigung der Menschheit für die nächsten Jahrhunderte sichergestellt werden, heißt es. Doch wie definiert man Fortschritt wirklich, und kommt unser menschlicher Verstand mit diesen Ansprüchen noch mit? In diesem Dokumentarfilm äußern sich Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft kritisch gegenüber der zunehmend unübersichtlichen Komplexität der gegenwärtigen Veränderungen und wagen einen definitorischen Differenzierungsversuch zwischen gutem und schlechtem Aufschwung.

Moderation:
Christian Brüser (Journalist, Ö1)

 

05.12.2012 Recipes for disaster
Welche Verantwortung trägt jede(r) Einzelne für die Verringerung von Treibhausgasemissionen?
Eine Jungfamilie startet den kühnen Versuch, ein ganzes Jahr lang voll und ganz auf ölbasierte Erzeugnisse zu verzichten, um deren CO2-Fußabdruck zu reduzieren: Kein Auto mehr, stattdessen der Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel, Plastik vom Haushalt verbannt… Wann immer möglich, werden „grüne“ Alternativen im Alltag gewählt. Damit treffen ein Mann, eine Frau und zwei Kinder gnadenlos auf sich selbst, stellen ihre Werte in Frage und wagen selbstkritisch den Versuch, ihre Willenskraft (und nicht zuletzt ihr Ergebnis in puncto Zufriedenheit) auf die Probe stellen. In diesem als Komödie dargebotenen Experiment voller Anfängerfehler dreht es sich um Dinge des Alltags, auf die wir vielleicht besser, manchmal  aber auch eben nicht gut (Katastrophen vorprogrammiert!) verzichten können.

Moderation: Helga Kromp-Kolb (Zentrum für Globalen Wandel und Nachhaltigkeit, Institut für Meteorologie, BOKU)

Diskussion mit Christian Baatz (Philosophisches Seminar der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel), Wolfgang Pekny (Plattform Footprint; Initiative Zivilgesellschaft), Fred Luks (Nachhaltigkeitsmanager der Bank Austria), Edmund Brandner (Oberösterreichische Nachrichten, "Klimamönch" und Blogger);

 

07.11.2012 Leben ausser Kontrolle  (2004).
Film über Gentechnologie und Patentierung von Leben. Der Film hat acht internationale Preise gewonnen. Ist es ethisch vertretbar, Leben zu patentieren? Mitte der 80er Jahre findet die Wissenschaft mit der Gentechnologie den Schlüssel, sich die Erde und vor allem ihre Geschöpfe endgültig untertan zu machen. Plötzlich schien alles möglich! 20 Jahre später begeben wir uns auf einer Weltreise, um die fortschreitende Genmanipulation bei Pflanzen, Tieren und Menschen zu erkunden: Wegen einer schlechter Ernte bei gentechnisch veränderter Baumwolle stehen indische Bauern vor dem Ruin, verkaufen eine Niere oder begehen Selbstmord. In Kanada weht genmanipulierter Rapssamen auf die Felder benachbarter Biobauern und macht damit ökologischen Anbau unmöglich.

Moderation: Christian Brüser (Journalist, Ö1)

Diskussion mit Peter Weish (Biologe, Autor und Umweltaktivist), Lukas Madl (Technologie Transfer Manager der Tecnet), Angela Kallhoff (Angewandte Ethik, Universität Wien), Michael Sauer (Senior Scientist, Department Biotechnologie, BOKU), Michael Kerschbaumer (Via Campesina Austria/Österreichische Bergbauernvereinigung);

 

10.10.2012  Urban Roots
Landrechte –  die Vorstellung von Landeigentum hinter sich lassen, um zu gesunder Nahrung und bodenständigem Kollektiv zu gelangen. Dokumentarfilm über das spontane Auftauchen städtischer Landwirtschaft.
Detroit, einst treibender Motor einer nun vergangenen beispiellosen amerikanischen Wirtschaftsära, schaut nach dem Zusammenbruch der Industrie dem dramatischen Verlust der Hälfte seiner Bevölkerung entgegen –  die Stadt scheint unwiderruflich tot. Doch, und entgegen aller Erwartungen, zwischen den leeren Parzellen, in den ehemaligen heruntergekommenen Firmenblöcken und inmitten des herrschenden Elends, keimt bereits der neue Geist einer kleinen Bürgergruppe auf, die sich mittels Anbau von Nahrung  wieder in freie Räume einwurzelt, von der aus eine starke Wiederaufbaubewegung startet, die sich so Stück für Stück ihre Stadt und ihr Land  nach dem Ende des Industriezeitalters zurückerobern….

Moderation: Lilli Lička (Department für Raum, Landschaft und Infrastruktur, BOKU)

Diskussion mit Eva Hofer-Unger (Wiener Stadtgärten, MA 42), Eva Schwab (BOKU, Department für Raum, Landschaft und Infrastruktur, Institut für Landschaftsarchitektur), Helene Weissinger (Gemeinschaftsgarten der Studierenden der BOKU, Arbeitsgruppe "Ökologischer Obstbau");

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BOKU-KINO: FILMREIHE 2011/2012

05.06.2012 Unser täglich Gift
Film über Chemie im Lebensmitteln. Zu hohe Nitratkontentrationen im Gemüse sind gesundheitsschädigend, die Stickstoffproduktion weist einen zu hohen CO2-Fußabdruck auf. Knappheit von Phosphor: Vom aktuellen Verbrauchssanteil auf der Erde ausgehend, sind/wären die Phosphorressourcen in knapp 100-150 Jahren abgebaut/aufgebraucht. Der hoch dosierte und beständige Einsatz von Pestiziden ist für das Auslösen und das Ansteigen/ die Vermehrung von Vergiftungen beim Menschen verantwortlich.

Moderation: Matthias Schreiner, Mitglied der BOKU-Ethikplattform

Diskussion mit Helmut Burtscher (Global 2000), Roland Grossgut (Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit GmbH, EFSA);

 

02.05.2012 The singularity film (English)
Was ist Nanotechnologie? und was sind die Vor- und Nachteile von Nanotechnologie?

Moderation: Jose Toca-Herrera, Mitglied der BOKU-Ethikplattform

Diskussion mit Myrtill Simko (Institute of Technology Assessment - Austrian Academy of Sciences, ÖAW), Eva-Kathrin Sinner (Synthetic bioarchitectures, BOKU), Doug Wolens, Producer and Director), Andre Gazso (Institute of Technology Assessment - Austrian Academy of Sciences, ÖAW);



07.03.2012 Banana movie!
Film über Ländliche Entwicklung und Gesellschaft. Es gibt nur eine soziale Verantwortung der Geschäftsführung eines Unternehmens, nämlich so zu handeln und die Ressourcen so einzusetzen, dass der Profit gesteigert wird (Milton Friedman, 1970). Ist es ethisch vertretbar, Profit vor Menschen zu stellen?

Moderation: Patrick Hirsch, Mitglied der BOKU-Ethikplattform

Diskussion mit Georg Gruber (FAIRTRADE Österreich), Julianna Fehlinger (Attac Österreich), Michael Ambros (Department für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, BOKU);

 

01.02.2012 What are we doing here?
Lassen wir Afrika tatsächlich Entwicklung zukommen? Was für eine Entwicklung? Und zu welcher Art von Entwicklung würden wir gerne in der Welt gelangen?

Moderation: Petra Dannecker, Institut für Internationale Entwicklung, Entwicklungssoziologie Universität Wien

Diskussion mit Anton Mair ( Entwicklungspolitik, Strategie und Evaluierung, Österreichische Entwicklungszusammenarbeit), Petra Navara-Unterluggauer (AG Globale Verantwortung), Michael Hauser (Centre for Development Research, BOKU), Sarah Ayeri Ogalleh (Centre for Development Research);

 

18.01.2012 Farm animals and us
Dokumentation über den Konsum von Fleisch und die Nutzhaltung von Tieren. Sollte die Tatsache, das Tiere Schmerzen empfinden, nicht auch die Grundlage dafür sein, sich mit Tierrechten zu befassen?

Moderation: Irene Brickner (Der Standard)

Diskussion mit Christoph Winckler (BOKU, Institut für Nutztierwissenschaften), Johann Schlederer (Österreichische Schweinebörse), Martin Balluch (Tierethiker und Tierrechtsaktivist)

 

07.12.2011 The Age of Stupid
Warum haben wir die klimatischen Veränderungen nicht gestoppt, als wir noch die Chance dazu hatten?

Wir befinden uns im Jahre 2055 – unsere Erde, verwüstet, von Tsunamis heimgesucht, London unter Wasser, unerträglich heiße Temperaturen, heimatlose Waisen, die ums nackte Überleben kämpfen. Wir treffen auf eine Gesellschaft, die alles an natürlichen Ressourcen verspielt hat, die sie eigentlich zum Leben braucht. Wie konnte es nur so weit kommen? Oskarnominierter Pete Postlethwaite (The Name oft he Father u.a.) stellt in Klimawandel - The Age of the Stupid einen alle inlebenden Mann dar, der sich zurückblickend, fast schon prophetisch, an eine wahrlich profane Frage macht, nämlich: Hätten wir die Klimakatastrophen verhindern können, als noch Zeit dafür war?

Diskussion mit Markus Wissen (Institut für Politikwissenschaft, Universität Wien), Herbert Formayer (Institut für Meteorologie Zentrum für Globalen Wandel und Nachhaltgkeit, BOKU), Markus Fiebig (Regionale und Quartärgeologie an der BOKU, AustroClim und PALEOCLIMATE-Commission)

 

09.11.2011 Blue gold: World water wars
Wasser: Spannungsfeld zwischen Wirtschaftsgut und Menschenrecht

Diskussion mit Barbara Bleisch ( Ethik-Zentrum, Universität Zürich), Thomas Dworak (Ecologic Institute und Fresh-Thoughts Consulting GmbH), Herwig Waidbacher (BOKU, Departments Wasser-Atmosphäre-Umwelt)

 

19.10.2011 Frisch auf den Müll - Die globale Lebensmittelverschwendung
Nur knallrote Tomaten sind gute Tomaten, sattgrünes Gurkengemüse bis Ladenschluss im Überfluss, Brotregale immer aufgefüllt. So sollen unsere Supermärkte  aussehen und dafür zahlen wir als Konsument gern drauf, gibt man uns vor… Doch entscheiden wir wirklich selbst? In Deutschland werden jährlich 20 Milliarden Euro an nicht verwerteten Lebensmitteln weggeworfen. Damit könnte zwei Mal der ganzen Globus ernähren werden. Der Film gibt beeindruckende Einblicke in die Hintergrundmechanismen und wahren Ausmaße von Nahrungsmittelverschwendung, wie sie uns bislang vorenthalten wurden…

Moderation: Ena Smidt - Institut für Abfallwirtschaft, Mitglied der BOKU-Ethikplattform

Diskussion mit Tanja Dietrich-Hübner (Nachhaltigkeitsabteilung, REWE International AG), Felicitas Schneider (BOKU, Institut für Abfallwirtschaft), Gerhard Zoubek (Biohof Adamah), Helli Schornböck (Personalentwicklung und Sozialökonomische Betriebe, Wiener Hilfswerk)