Die Bodenkultur - Austrian Journal of Agricultural Research

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Die Bodenkultur 49. Band / Heft 3 / November 1998


49. Band / Heft 3 / November 1998

N. Schahbazian und R. Gretzmacher

Improving the productivity of winter wheat in Iran through rotation of wheat, fallow, soybean and alfalfa and manuring

Summary

The effect of preceding crops on succeeding winter wheat was tested on a rendzic leptosol, 90 km west of Teheran (altitude 1350 m, rainfall 370 mm, average annual temperature 13.6°C). In 1993/94 and 1994/95 the field was maintained twice under fallow and planted with winter wheat, alfalfa, soybean or left fallow in 1995/96. Winter wheat was planted as the test crop in 1996/97 on all plots, with 0 or 5 t per hectar manure in a split plot arrangement in four replications. Both manure and rotation significantly and positively influenced winter wheat grain yield and yield components. Yields were 1.86, 2.75, 4.08 and 4.83 t/ha with manure and 1.49, 2.09, 3.13 and 4.10 t/ha without manure, when followed fallow, winter wheat, soybean or alfalfa respectively.

Key words: Wheat, crop rotation, soybean, alfalfa, Iran.

Einfluß einer Fruchtfolge mit Winterweizen, Brache, Sojabohne oder Luzerne auf Winterweizen kombiniert mit der Wirkung organischer Düngung im Iran

Zusammenfassung

90 km westlich von Teheran in 1350 m Seehöhe, bei 370 mm Jahresniederschlag und 13,6° C Jahresmitteltemperatur wurde auf Gesteinsrohboden ein Fruchtfolgeversuch durchgeführt. Nach zweimaliger Brache (1993/94 und 1994/95) und Winterweizen, Luzerne, Sojabohne oder nochmals Brache in der Vegetationszeit 1995/96 wurde diese Beeinflussung auf den folgenden Winterweizen (1996/97) geprüft. Stallmistdüngung mit 0 bzw. 5 t/ha war der zweite Faktor dieses bewässerten Versuches, der als Splitplot Anlage mit 4 Wiederholungen angelegt wurde.

Der 1997 geerntete Winterweizen, der nach Brache, Winterweizen, Sojabohne oder Luzerne folgte, erbrachte gedüngt bzw. ungedüngt folgende sich hoch signifikant unterscheidende Erträge: 1,86/1,49, 2,57/2,09, 4,08/3,13 bzw. 4,83/4,10 t/ha. Derselbe positive Einfluß konnte für das Tausendkorngewicht, die Kornzahl/Ähre, die Ähren/m2 und den Strohertrag gefunden werden.

Schlagworte: Weizen, Fruchtfolge, Sojabohne, Luzerne, Iran.

W. Aufhammer und E. Kübler

Vergleichende Untersuchungen zur Anbauwürdigkeit der Getreidearten Rispenhirse (Panicum miliaceum) und Kanariensaat (Phalaris canariensis) sowie der Pseudogetreidearten Buchweizen (Fagopyrum esculentum), Reismelde (Chenopodium quinoa) und Amarant (Amaranthus sp.)

Zusammenfassung

In zweijährigen Feldversuchen wurde die Anbauwürdigkeit der Getreidearten Rispenhirse und Kanariensaat vergleichend mit den Pseudogetreidearten Buchweizen, Reismelde und Amarant auf einem Grenzstandort geprüft. Erfaßt wurden der Vegetationszeitbedarf sowie die Leistungsfähigkeit, gemessen an den produzierten Sproß- und Korntrockenmassen, die Kornverluste vor und bei der Ernte eingeschlossen. Hohe Keimtemperaturansprüche, insbesondere von Buchweizen, Amarant und Rispenhirse einerseits, bis Ende Mai auftretende Spätfröste und feuchte Bedingungen ab Mitte September andererseits begrenzten die nutzbare Vegetationszeit auf 120–130 Tage. In dieser Zeitspanne erreichten der Buchweizen und die Kanariensaat sowie frühreife Sorten von Rispenhirse, Reismelde und Amarant sicher die Druschfähigkeit. Durch geringen Feldaufgang lückige, jedoch durch starke Verzweigung geschlossene Bestände von Rispenhirse, Reismelde und Amarant produzierten 100–110 dt/ha Sproßtrockenmasse. Buchweizenbestände erreichten 90 dt/ha, Kanariensaatbestände nur ca. 60 dt/ha. Die Ernteindices von Rispenhirse und Reismelde übertrafen mit 40–45 deutlich die Ernteindices der anderen Arten. Die Rispenhirse- und die Reismeldebestände bildeten bis zu 60 dt Korntrockenmasse/ha, die Buchweizen- und die Amarantbestände erreichten um 30 dt/ha, die Kornerträge der Kanariensaatbestände blieben mit 12 dt/ha sehr gering. Aufgrund artenspezifischer Kornverluste unterschritten die Druscherträge die gebildeten Kornerträge in Größenordnungen von 10–35 %.

Schlagworte: Rispenhirse, Kanariensaat, Pseudogetreidearten.

Investigations of the agronomical value of the cereals milet (Panicum miliaceum), canary grass (Phalaris canariensis) and the pseudocereals Buckwheat (Fagopyrum esculentum), quinoa (Chenopodium quinoa) and amaranth (Amaranthus sp.)

Summary

A two-years field experiment was conducted to investigate the agronomical value of the cereals milet and canary grass and of the pseudocereals buckwheat, quinoa and amaranth under marginal growth conditions. Available vegetation periods, yields of shoot dry matter and of produced and harvested grain dry matter, losses before and during threshing included, were measured. High germination temperatures, frost sensitivity and wet maturation periods limited the available vegetation periods to 120–130 days. Buckwheat and canary grass stands, as well as early ripening varieties of milet, quinoa and amaranth reached threshability in time. Milet, quinoa and amaranth stands produced 100–110 dt/ha shoot drymatter, buckwheat stands reached 90 dt/ha, canary grass stands reached only 60 dt/ha. The harvest indices of milet and quinoa were 40–45 and exceeded the indices of the other species by far. The grain yields of milet and quinoa stands leveled up to 60 dt/ha, followed by buckwheat and amaranth stands with about 30 dt/ha and by canary grass stands with only 12 dt/ha. On account of losses, levels of threshed grain yields remained 10–35 % below.

Key words: milet, canary grass, pseudocereals.

S. Gräber, R. Erhardt, K. Sommer und M. Kuhn

Entspelzungsversuche an Dinkel mittels eines Druckluft-Prallentspelzers

Zusammenfassung

Mit einem Druckluft-Prallentspelzer läßt sich Dinkel gut entspelzen. Die Parameter, mit denen der Entspelzer betrieben wird, müssen so gut wie möglich der Probe angepaßt werden. Der Arbeitsdruck muß, je nach Produktfeuchte, einen gewissen Wert erreichen, um die Spelzen aufzubrechen. Wird dieser Wert deutlich überschritten, tritt vermehrt Bruchkornbildung auf. Eine große Probenmenge „schützt“ die Vesen vor dem Entspelzen, der Schälgrad wird schlechter. Eine längere Durchlaufzeit erhöht die Bruchkornbildung, kann aber fehlenden Arbeitsdruck nicht ersetzen.

Die in dieser Arbeit angegebenen Betriebsoptima für Dinkel verschiedener Feuchten berücksichtigen die oben angeführten Zusammenhänge. Ob sie allerdings auf jede Aufgabenstellung unreflektiert zu übertragen sind, ist zweifelhaft. Denn der Rohstoff Dinkel kann sich, je nach Sorte, Anbauort, Anbaujahr usw. unterschiedlich verhalten, so daß es eigentlich nötig wäre, für jeden Rohstoff eine separate Optimierung durchzuführen. Eine andere Vorgehensweise ist die, mit definierten Bedingungen die Entspelzung durchzuführen und die Resultate als Spezifika der einzelnen Proben zu betrachten.

Auch ist zu beachten, daß der Labor-Druckluftprallentspelzer, obwohl er äußerlich immer ähnlich aussieht, in mehreren Ausführungen auf dem Markt ist. Gerade die geometrischen Dimensionen wie Pralltopfgröße, Druckluftkanaldurchmesser und Zyklongröße und auch die Saugleistung sind von entscheidender Bedeutung für das Entspelzungsergebnis.

Schlagworte: Dinkel, Entspelzen, Prallentspelzer.

Dehulling of Spelt by Using a Pressure Dehulling Device

Summary

Spelt kernels can be dehulled by a pressure dehulling device. The process parameters pressure, sample amount, and process time have to be adapted to the sample as good as possible to get the best result. Depending on moisture content of the sample the pressure has to reach a specific value to break the hulls. But using pressures to high leads to a bigger amount of damaged kernels.

A high amount of sample covers the spelt from dehulling, a low amount leads to damaging of the kernels.

A longer process time has also a negative influence on damaging of the kernels and you are not able to compensate a too low pressure.

Using a response surface methodology the optimum parameters for different moisture contents of the spelt kernels are calculated. But it has to be proven whether these parameters are valid only for the sample investigated.

Key words: Spelt, Dehulling.

H. Gremmel und H. Weingartmann

Zur Feuchtebestimmung bei Ölfrüchten mittels Trockenschrank. 1. Mitteilung: Ermittlung des Wasserabgabeverhaltens verschiedener Sorten von Raps und Sonnenblume im Trockenschrank

Zusammenfassung

In der vorliegenden Arbeit wurde das Feuchteabgabeverhalten bei Raps und Sonnenblume untersucht. Dabei wurde der Kurvenverlauf der Feuchteabgabe für verschiedene Sorten bei den Temperaturen 60° C, 80° C, 103° C und 130° C, bei verschiedenen Anfangsfeuchtegehalten und verschiedenen Korngrößen (nur für Raps) ermittelt. Es konnte für diese Feuchteabgabekurven eine empirische Funktion gefunden werden, deren Parameter empirisch (durch Iteration) geschätzt wurden. Diese Parameter dienten der Charakterisierung des Feuchteabgabeverhaltens.

Es zeigten sich keine signifikanten Unterschiede im Feuchteabgabeverhalten der verschiedenen Sorten, den verschiedenen Anfangsfeuchtegehalten und auch nicht zwischen den verschiedenen Korngrößen. Zwischen den verschiedenen Temperaturstufen konnten signifikante Unterschiede festgestellt werden. Das Feuchteabgabeverhalten bei den Temperaturstufen 60° C, 80° C und 103° C beginnt mit einer steilen Anfangsphase und nähert sich je nach Temperaturstufe mehr oder weniger rasch der Steigung Null (= Gewichtskonstanz). Im Gegensatz dazu behält die Kurve bei 130° C, nach der steilen Anfangsphase, eine steigende Tendenz bei und erreicht im untersuchten Trocknungszeitraum von 96 Stunden keine Gewichtskonstanz. Diese Ergebnisse dienten als Grundlage für die Bewertung von Standardmethoden.

Schlagworte: Raps, Sonnenblume, Feuchtegehalt, Trocknungskurven.

Moisture determination for oilseed rape and oilseed sunflower. Part 1: Determination of the moisture loss curve for oilseed rape and sunflower seed

Summary

This research determined the moisture loss curves for rape and sunflower oilseed. Different temperatures (60° C, 80° C, 103° C, 130° C) moisture content and seed sizes (for rapeseed only) were investigated for different varieties. A function was found for these curves and their parameters were estimated empirically.

The moisture loss curves for different varieties, initial moisture contents and seed sizes did not show any significant difference. However there was a significant difference between different drying temperatures. Each characteristic moisture loss curve at 60° C, 80° C and 103° C drying temperature shows an initial steep slope and reaches depending on temperature more or less rapid a value of zero (= constant weight). In contrast, the curve at 130 °C is steeply sloped initially and keeps rising till the end of the 96 h drying time.

Key words: oilseed rape, sunflower seed, drying, moisture content.

V. Duvnjak, D. Banaj, R. Zimmer and V. Guberac

Influence of nozzle wear on flow rate and stream droplets size

Summary

Influence of wear of nozzle supplying fan flat stream on flow rate, droplets spectrum in a stream as well as distribution eaveness of control agents was investigated in this paper. Nozzles made of various kinds of materials were taken for the investigation. Relative wear of nozzle orifice of different materials varied considerably with the nozzles usage time. At the end of the test it was determined that nozzles made of hardened stainless steel were according to resistance degree the most resistant to wear followed by stainless steel nozzles, plastic nozzles and nozzles made of brass. Nozzles with lower flow capacity wear more in relation to nozzles with higher flow capacity. The worn out nozzles had considerably higher liquid flow capacity in the stream center regarding the new nozzle of the same type.

Key words: nozzle, nozzle wear, stream shape, droplets size, pressure.

Einfluß des Düsenverschleißes auf die Durchflußmenge und Tropfengröße im Spritzstrahl

Zusammenfassung

Diese Arbeit analysiert, wie der Verschleiß von Düsenöffnungen durch einen gefächerten flachen Spritzstrahl die Durchflußmenge, das Tropfenspektrum im Spritzstrahl und die Gleichmäßigkeit der Verteilung des Pflanzenschutzmittels sowie die Spritzbreite beeinflußt. Untersucht wurden aus verschiedenen Materialien hergestellte Düsen. Materialabhängig gab es bedeutende Unterschiede bezüglich relativem Verschleiß der Düsen und deren Verwendungsdauer. Der Test zeigte, daß die aus gehärtetem, rostfreiem Stahl erzeugten Düsen am widerstandsfähigsten gegen den Verschleiß waren. Es folgten die aus rostfreiem Stahl hergestellten Düsen, dann Kunststoffdüsen und am Ende standen Düsen aus Messing. Die Düsen mit geringerer Durchflußmenge wurden eher verschlissen als solche mit größerer Durchflußmenge. Im Vergleich zwischen typenidenten neuen und gebrauchten Düsen zeigte sich, daß bei letzteren der Durchfluß im Spritzstrahlzentrum größer war.

Schlagworte: Düse, Düsenverschleiß, Spritzstrahl, Form des Spritzstrahls, Tropfengröße, Druck.

R. Leitgeb, P. Oberrauch, F. Baumann und W. Wetscherek

Einsatz von Tiermehl in der Hühnermast

Zusammenfassung

In einem Hühnermastversuch wurde der Einfluß von 0 (KG), 5 (VG1) und 10 % Tiermehl (VG2) im Mastfutter auf die Mast- und Schlachtleistung und die Umweltbelastung untersucht. Die weiteren Komponenten waren Mais, Soja-HP, Sojaöl, Maiskleber, L-Lysin-HCl, DL-Methionin, Mineralstoffe und Prämix. Der XP-Gehalt lag bei 21,5 %. Die Kücken wogen bei Versuchsbeginn 55 g und waren am 38. Masttag 1,93 (KG), 1,92 (VG1) und 1,86 kg (VG2) schwer. Der Futteraufwand/kg LM lag analog bei 1,88, 1,90 und 1,94 kg und die Ausschlachtung bei 77,3, 78,1 und 78,1 %. Die sensorische Beurteilung des Brustfleisches auf Zartheit, Saftigkeit und Geschmack wies auf keine organoleptischen Unterschiede zwischen den Futtergruppen hin. In den Ganzkörpern lag der XP-Gehalt bei den Tieren der KG, VG1 und VG2 bei 17,2, 16,9 und 16,9 % und der XL-Gehalt bei 14,6, 16,0 und 15,9 %. Die Umweltbelastung wird durch Bilanzen von TM, N2, XL, XF, XA XX und GE dargestellt. Je Masthuhn wurden zwischen 8 und 14 g N2 an die Umwelt abgegeben. Beim XL traten bei KG, VG1 und VG2 Nettosynthesen von 27, 83 und 110 g auf. Von den insgesamt aufgenommenen XX wurden 88 % an die Umwelt in Form von Wärme abgeführt. An GE wurden von KG, VG1 und VG2 27,5, 26,1 und 26,4 MJ abgegeben.

Schlagworte: Hühnermast, Tiermehl, Mastleistung, Schlachtleistung, Umweltbelastung.

Use of meat and bone meal in broiler diets

Summary

In a feeding trail with broilers the effects of 0 (KG), 5 (VG1) and 10 % meat and bone meal (VG2) on growth and carcass traits and the nutrient flow into the environment were investigated. The further components were maize, soybean meal, soybean oil, maize gluten meal, L-lysine-HCl, DL-methionine and mineral- and vitamin-premix. The protein content of compound feed was 21.5 % on average. The LW of the chickens at the start was 55 g and at the end of the growing periode (38th day) 1.93 (KG), 1.92 (VG1) and 1.86 kg (VG2), the feed conversion rate was 1.88, 1.90 and 1.94 kg and the carcass dressing 77.3, 78.1 and 78.1 %, respectively. The sensoric test of breast meat for tenderness, juiciness and taste showed no differences between the feeding groups. The protein content in the carcass of KG, VG1 and VG2 was 17.2, 16.9 and 16.9 and the fat content 14.6, 16.0 and 15.9 %, respectively. The nutrient flow into the environment was evaluated by analysis of feed, broilers, straw and litter. The balances were made for DM, N2, fat, fiber, ash, N-free extracts and GE. Per broiler, 8 to 14 g N2 were emitted. Fat showed a net synthesis for KG, VG1 and VG2 of 27, 83 and 110 g, respectively. 88 % of the N-free extracts were metabolized and of total consumed GE 27.5, 26.1 and 26.4 MJ were emitted per broiler of KG, VG1 und VG2, respectively.

Key words: broiler, meat and bone meal, growth, carcass, environment.

F. Lettner, W. Wetscherek und W. Knaus

Tiermehl in der Schweinemast

Zusammenfassung

In einem Schweinemastversuch mit 60 Tieren in Einzelfütterung von 30 bis 110 kg Lebendgewicht wurde die Einsatzmöglichkeit von Tiermehl untersucht.

Es wurden 4 Gruppen mit je 15 Tieren gebildet. Die Gruppe 1 (Kontrolle) erhielt ein praxisübliches Schweinemastalleinfutter ohne Tiermehl. In der Gruppe 2 wurden 4 % Tiermehl im Mastfutter I und 3 % Tiermehl im Mastfutter II im Austausch gegen Sojaextraktionsschrot eingesetzt, bei den Gruppen 3 und 4 wurden im Mastfutter I 8 % bzw. 12 % und im Mastfutter II 6 % bzw. 9 % Tiermehl eingesetzt. Die 4 Gruppen wurden in den wichtigsten Inhaltsstoffen gleichgehalten, es erfolgte aber keine Aminosäurenergänzung, sodaß mit steigendem Tiermehleinsatz die Gehalte an Lysin, Methionin+Cystin, Tryptophan und Threonin abnahmen.

Es wurden die Merkmale der Mast- und Schlachtleistung sowie der Fleischbeschaffenheit untersucht. Die Gruppe 4 mit 12 % bzw. 9 % Tiermehl im Schweinemastalleinfutter war bei der Tageszunahme und der Rohverwertung signifikant schlechter (etwa 7 %). Bei den übrigen Merkmalen ergaben sich keine signifikanten Unterschiede.

Beim Einsatz von Tiermehl wäre daher eine Ergänzung mit den wichtigsten essentiellen Aminosäuren notwendig.

Schlagworte: Tiermehl, Schweinemast, Mastleistung, Schlachtkörperqualität, Fleischbeschaffenheit.

Meat and Bone Meal for growing-finishing pigs

Summary

A fattening experiment was conducted with 60 individually fed pigs to investigate the use of meat and bone meal (MBM). The initial weight of the animals was 30 kg and they were divided into 4 groups with 15 animals each. Group 1 (control group) was fed a commercial all-mash fattening feed containing no MBM. In group 2, 4 % and 3 % MBM were included to fattening feeds I and II, respectively, to replace soybean meal. The addition of MBM for groups 3 and 4 was 8 and 12 % to fattening feed I and 6 and 9 % to fattening feed II, respectively.

The content of the most relevant nutrients was kept equal for all groups, but the diets were not supplemented with amino acids which resulted in a reduced content of lysine, methionine and cystine, tryptophan and threonine through the incremental inclusion of MBM.

Traits of fattening and slaughter performance and of meat quality were looked at. The diets of group 4, which contained 12 and 9 % of MBM, had a significantly negative effect on the average daily gain and feed conversion (about 7 %). No differences were observed in all the other characteristics.

The supplementation of essential amino acids is necessary when MBM is used.

Key words: meat and bone meal, pig fattening, fattening performance, carcass quality, meat quality.

Friedrich J. Zeller

Nutzung des genetischen Potentials wilder Arten zur züchterischen Verbesserung von Kulturreis (Oryza sativa L.)

Zusammenfassung

Die rasche Verbreitung von Hoch-Ertrags-Sorten in den vergangenen Jahrzehnten hat die genetische Basis des Kulturreises (Oryza sativa L.) stark eingeschränkt. Die Erhaltung und Nutzung der verschiedenen Wildreisarten als Genquellen ist für die weitere Verbesserung der Kulturart unbedingt notwendig. Die genetische Verwundbarkeit der Kulturart durch Krankheiten, Schädlinge und abiotschen Streß kann dadurch vermindert werden. Wildarten bilden ein großes genetisches Reservoir, das in der Reiszüchtung auch in Zukunft intensiv genutzt werden muß.

Schlagworte: Genetische Ressourcen, Wildreisarten, Oryza, Genübertragung.

Improving cultivated rice (Oryza sativa L.) by making use of the genetic potential of wild species

Summary

The rapid spread of high-yielding varieties in the last decades has greatly narrowed the genetic base of cultivated rice (Oryza sativa L.). The preservation and use of the diverse germ plasm in wild rice species is vital to the further improvement of the crop and serves to safeguard the genetic vulnerability caused by diseases, insects and abiotic stresses. Wild species provide a huge genetic reservoir to be used in breeding of cultivated rice.

Key words: genetic resources, wild rice species, Oryza, gene transfer.


© Die Bodenkultur 1998