FAQs zu Open Research Data



OA auf Forschungsdaten von geförderten Forschungsprojekten. Welche Daten muss ich zur Verfügung stellen? Wo kann ich diese Daten ablegen?

Die Schwerpunktinitiative Digitale Information der Allianz der deutschen Wissenschaftsorganisationen definiert unter Forschungsdaten jene Daten “die im Zuge wissenschaftlicher Vorhaben z.B. durch Digitalisierung, Quellenforschungen, Experimente, Messungen, Erhebungen oder Befragungen entstehen.“ Das ist auch jene Definition von Forschungsdaten denen sich auch der FWF im aktuellen Pilotprogramm „Offene Forschungsdaten“ bedient. Nach den Kriterien des FWF müssen die Forschungsdaten“ (1) nach den neuesten technischen Standards, (2) frei zugänglich (Open Access), (3) reproduzierbar, (4) maschinenlesbar, (5) zitierfähig sowie unter (6) Verwendung möglichst offener Lizenzen zur uneingeschränkten Weiterverwendung (7) in registrierten Repositorien publiziert werden“. Eine sehr ähnliche Definition von Forschungsdaten findet sich auch in den „Guidelines on Open Access to Scientific Publications and Research Data in Horizon 2020“ der Europäischen Kommission. Unter Punkt 2 „Research Data“ und unter Punkt 4 „Open Research Data Pilot“ werden vergleichbare Anforderungen an die Forschungsdaten in H2020 gestellt. Hilfestellungen und Services zum „Open Research Data Pilot“ finden sich auf den Portalen von OpenAIRE und EUDAT.Welche Daten zur Verfügung gestellt werden müssen, hängt prinzipiell von der Förderung und von den eigenen Beschreibungen in den Datenmanagementplänen ab. Als Ablageort sollte in jedem Fall ein registriertes Forschungsdatenrepository (siehe re3data.org) ausgewählt und die Zitierbarkeit gewährleistet werden.

Wie und wann hat OA von Research Data zu erfolgen?

OA von Research Data erfolgt momentan als Pilotprojekt in verschiedenen Forschungsförderungsprogrammen (u.a. FWF, EC H2020). Außerdem ist es auch schon in einigen Zeitschriften optional möglich oder auch verpflichtend die Forschungsdaten als Supplement zu hinterlegen. In diesen Fällen muss auf die Richtlinien des Journals geachtet werden. Als relativ neue Entwicklung gibt es auch sogenannte „Data Journals“, darin werden OA Datensets als Peer Review Artikel beschrieben.

 

Welche Repositorien für Open Research Data gibt es bereits?

Registrierte Daten Repositories können auf der Seite des Registry of Research Data Repositories re3data.org gesucht und gefunden werden. Es gibt verschiedene Möglichkeiten solche Repositories zu unterscheiden. Einige Repositories können sowohl Artikel oder andere Schriftstücke als auch Daten verschiedener Formate speichern wie zB. Zenodo (OpenAIRE und Cern) oder auch Phaidra (Universität Wien). Weiters können einige Repositories nur den Datenupload für eine oder bestimmte Institutionen zur Verfügung stellen z.B. IST DataRep (IST Austria), andere haben sich auf bestimmte Themenbereiche spezialisiert z.B. CLARIN Netzwerk (Common Language Resources and Technology Infrastructure, EU) mit einem eigenen CLARIN Centre an der ÖAW oder auch aus den Naturwissenschaften PalDat Palynological Database (Pollendatanbank, AutPal und Abteilung für Strukturelle und Funktionelle Botanik der Universität Wien) oder auch BioFresh Project (The Network for global freshwater biodiversity, diverse internationale Partner u.a. Institut für Hydrobiologie, Gewässermanagement (IHG), BOKU Wien).