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Am 10.Oktober 2003 gab das norwegische Nobel-Komitee in Oslo bekannt, dass der diesjährige Friedensnobelpreis an die iranische Anwältin Schirin Ebadi verliehen wird. Die 54-jährige wird damit für ihren Einsatz für Demokratie und Menschenrechte gewürdigt. Ebadi gilt als engagierte Streiterin für die Rechte der Frauen, Kinder und politisch Verfolgter.
Damit erhält erstmals wieder nach längerer Zeit Ebadi als insgesamt elfte Frau und erste Moslemin den Friedensnobelpreis. Die gebürtige Teheranerin absolvierte ihre juristische Ausbildung im Iran und Frankreich, war ab 1969 als erste weibliche Richterin im Iran tätig, wurde aber nach der Iranischen Revolution 1979 gezwungen, ihr Amt aufzugeben. Sie arbeitet seither als Anwältin. Bei ihrer Arbeit für Frauen und Kinder nahm sie nie Rücksicht auf die Bedrohung ihrer eigenen Person. Sie mußte dafür sowohl Gefängnis als auch Hausarrest und andere Repressalien erdulden.
Die verheiratete Mutter zweier erwachsener Töchter lebt in Teheran und gründete dort auch ein Kinderhilfswerk. In einem Interview mit einem TV-Sender sagte Ebadi, sie sei „stolz und glücklich“ über die Zuerkennung. Der Preis werde viel für die Menschenrechte und Demokratie im Iran bedeuten.
Der Preis wurde am 10. Dezember 2003, dem Todestag des 1896 verstorbenen Stifters Alfred Nobel, in Oslo verliehen.
Weiterführende Links:
The Nobel Peace Prize 2003
Iranian Rights Activist wins Nobel
Female Nobel Prize Laureats
"Die nüchterne Welt der Frau Ebadi"
Iranian Children´s Rights Society



